Iris Bouche

Choreografin
Iris Bouche absolvierte 1993 ihre Ausbildung am Royal Institute in Antwerpen und setzte ihre Studien am Alvin Ailey Dance Center in New York und an der Rudra Béjart‘s school in Lausanne unter der Direktion von Maurice Béjart fort. Während des Studiums entstand ihre erste Choreografie „Judeo“ (1993), für die sie den dritten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Choreografie in Hannover gewann.

Von 1995 bis 2001 gehörte sie zum festen Kern der Rosas Dance Company unter der Leitung von Anne Teresa De Keersmaeker. 1998 wurde sie mit dem Goldenen CJP Preis der Europäischen Kultur Jugendpass als vielversprechendstes junges Tanztalent des Jahres ausgezeichnet.

Anschließend arbeitete sie als freie Choreografin und Tänzerin bei diversen Co-Produktionen für Tanz und Theater. Sie arbeitete und performte mit der Needcompany von Jan Lauwers, mit Annabelle Lopez Ochoa und mit verschiedenen Flämischen Theaterkollektiven wie Skagen, FC Bergman, Olympique Dramatique, De Roovers und Laïka.

Seit 2007 arbeitet sie mit dem Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui zusammen, performte in „Myth“ (2007/2008) und choreografierte gemeinsam mit ihm „Venn“ (2012) als Kooperation des Royal Conservatoire Antwerpen und Eastman. 2012 kreierte sie die Performance „Wulong or the Dancing Dragon“ in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Komponisten Kobe Proesmans. Für 2022 wurde eine zweite Performance, „Rizoom“, von der Opera Ballet Vlaanderen in Auftrag gegeben.

Von 2011 bis 2016 war Iris Bouche künstlerische Direktorin des Fachbereichs Tanz am Royal Conservatoire Antwerpen. Sie leitet einen Masterkurs in Cultural Studies der KU Leuven University und ist Artist in Residence am Royal Museum of Fine Arts Antwerpen.

Ihr Unterricht umfasst sowohl praktische Arbeit als auch Studien zur tänzerischen Arbeit mit Behinderung wie der LABO Inclusive Dance Platform, ein Bildungsprojekt zum Thema Inklusion in der Tanzpraxis.

Foto: ©Jonas Roosens