Aalto-Theater gratuliert Aribert Reimann zum "FAUST"-Preis

Seine Oper "Medea" hat am 23. März 2019 Premiere.
Das Essener Aalto-Musiktheater gratuliert Aribert Reimann zur Auszeichnung mit dem Deutschen Theaterpreis "DER FAUST". Wie der Deutsche Bühnenverein bekanntgab, erhält der Komponist den Preis für sein Lebenswerk. Das Aalto-Musiktheater bringt in dieser Spielzeit Reimanns Oper "Medea" zur Aufführung. Die Premiere ist am 23. März 2019. Zur Grundlage seines 2010 uraufgeführten Bühnenwerks machte Reimann "Das goldene Vlies" von Franz Grillparzer, der in seiner Trilogie die Medea-Figur als empfindsame, verletzliche Frau neu entdeckt hat, ohne jedoch die Augen vor ihrer Schuld zu verschließen. Auch die Essener Philharmoniker greifen ein Werk des aus Berlin stammenden Komponisten in ihrem Kammerkonzertprogramm auf und spielen am 3. März 2019 dessen "Adagio für Streichquartett in memoriam Robert Schumann". Die FAUST-Preisverleihung findet am 3. November 2018 im Theater Regensburg statt. 

Aribert Reimann, geboren am 4.März 1936 in Berlin, hat ein zahlreiche Gattungen und Formen umfassendes Œuvre vorgelegt. Am Anfang seiner Karriere als Bühnen-Komponist stand die Zusammenarbeit mit Günter Grass. Mit "Ein Traumspiel" nach August Strindberg begann 1965 seine Arbeit als Opernkomponist. In den folgenden Jahrzehnten tat er sichals Komponist wichtiger Literaturopern hervor: u. a. "Melusine" (1971 Schwetzinger Festspiele), "Lear" nach William Shakespeare (1978 München), "Die Gespenstersonate" wieder nach August Strindberg (1983 Berlin), "Troades" nach Euripides in der Fassung von Franz Werfel (1986 München). Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. 2011 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk zugesprochen. Zuletzt wurde an der Deutschen Oper Berlin im Oktober 2017 seine Trilogie lyrique nach Maurice Maeterlinck "L'Invisible" uraufgeführt.