Die Spielzeit 2021/2022 der Philharmonie Essen

Raphaël Pichon ist mit seinem Ensemble Pygmalion Artist in Residence

Insgesamt 20 Themenreihen stehen in der Spielzeit 2021/2022 für ein künstlerisch vielseitiges Angebot vom großen Orchesterkonzert bis zum Solorecital, von Raritäten und Klassikern der Alten Musik bis zu Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Komponisten, von angesagten Jazz-Formationen bis zu Ensembles fremder Kulturräume. Artist in Residence ist der französische Dirigent Raphaël Pichon mit seinem Chor und Originalklangensemble Pygmalion. Gegründet vor 15 Jahren in Paris, zählen die Musikerinnen und Musiker heute zu den führenden Bach-Interpreten ihrer Generation. Im Mittelpunkt ihrer Essener Konzerte steht der dreiteilige Zyklus "La vie du Christ", der mit ausgewählten Bach-Kantaten Geburt, Tod und Auferstehung Jesu Christi reflektiert. Vier weitere Auftritte beinhalten musikalische Raritäten wie auch Klassiker aus 500 Jahren Musikgeschichte, darunter Brahms' "Deutsches Requiem" und A-cappella-Werke von Johann Sebastian Bach bis Alban Berg.

Künstlerporträts zum Geiger Emmanuel Tjeknavorian und zu Götz Alsmann

Eine gute Tradition ist es seit vielen Jahren, dass die Philharmonie Essen weiteren Interpretinnen und Interpreten eigene kleine Konzertreihen widmet. Eines von zwei Künstler-Porträts in der Spielzeit 2021/2022 gilt dem jungen Geiger und Dirigenten Emmanuel Tjeknavorian. Als Instrumentalist wird der Österreicher gemeinsam mit den Essener Philharmonikern, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie in einer Kammerformation mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott und der Pianistin Anna Vinnitskaya in Erscheinung treten, außerdem steht er am Pult des St. Petersburg Philharmonic Orchestra. Das zweite Porträt präsentiert den vielseitigen Musiker und Entertainer Götz Alsmann, der in den vergangenen Jahren vor allem mit seinen fachkundigen wie humorvollen Programmeinführungen für die Essener Philharmoniker ("Mit Götz Alsmann ins Konzert") Begeisterung beim Publikum entfacht hat. Weitere Facetten dieses Ausnahmekünstlers darf man nun in den Programmen "L.I.E.B.E." und "70 Jahre Wirtschaftswunder", in einem Late-Night-Gesprächsformat sowie im Familienkonzert "Peter und der Wolf" erleben, in dem Götz Alsmann als Erzähler mitwirkt.

Spitzenorchester und -Solisten im Alfried Krupp Saal zu Gast

Das Eröffnungskonzert der neuen Spielzeit bringt die Aura des Grünen Hügels in die Philharmonie: Unter dem Motto "Bayreuth in Essen" präsentiert Andris Nelsons am Pult des Bayreuther Festspielorchesters gemeinsam mit den Weltklasse-Solisten Christine Goerke und Klaus Florian Vogt Auszüge aus Richard Wagners Opern "Lohengrin", "Parsifal", "Die Walküre" und "Götterdämmerdung". Mit Christian Thielemann und der Staatskapelle Dresden, Valery Gergiev und den Wiener Philharmonikern sowie Sir Simon Rattle und dem London Symphony Orchestra sind im Verlauf der Spielzeit weitere Spitzenorchester zu erleben. Zur Themenreihe der großen Orchester gehören darüber hinaus etwa das London Philharmonic Orchestra mit Edward Gardner, Ivor Bolton mit dem Sinfonieorchester Basel und Yuri Temirkanov mit dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra. Besondere Akzente setzen Solisten wie die Pianisten Jan Lisiecki und Sir András Schiff, die Violinistinnen und Violinisten Isabelle Faust und Daniel Hope, der mit seinem Programm "100 Jahre Hollywood" auch den Silvesterabend gestalten wird. Die Grande Dame der Geige, Anne-Sophie Mutter, demonstriert in ihrem Konzert mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten ihrer Stiftung (auf dem Programm stehen unter anderem Vivaldis "Vier Jahreszeiten") ihr großes Engagement für den musikalischen Nachwuchs.

Internationale Sängerriege, Weltmusik-Festival "Sounds of East to West", NOW! unter dem Motto "Mikrokosmos – Makrokosmos"

Die Reihe "Große Stimmen" wird prominent zum Klingen gebracht unter anderem von Philippe Jaroussky in der Titelpartie von Händels Oper „Radamisto“, Thomas Hampson mit einem Programm von Bach bis Crumb, Elīna Garanča mit einem romantischen Liederabend, Cecilia Bartoli mit der Sopran-Partie in Pergolesis "Stabat Mater", Matthias Goerne mit Schumanns "Liederkreis" sowie Diana Damrau und Jonas Kaufmann, die gemeinsam mit Helmut Deutsch Liebeslieder von Robert Schumann und Johannes Brahms interpretieren. Die Konzerte der "Alten Musik bei Kerzenschein" werden geprägt durch die Residenz von Pygmalion und erstrahlen zudem durch zwei meisterhafte Oratorien von Georg Friedrich Händel: "Theodora" mit Joyce DiDonato in der Titelpartie und dem Ensemble Il Pomo d’Oro sowie "Il trionfo del tempo e del disinganno" mit dem Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky, den das Essener Publikum bereits als Dirigenten in Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung von "Kain und Abel" am Aalto-Theater kennengelernt hat.

Unterschiedliche Pianisten-Generationen stellen sich in der Reihe "Piano Recital" vor, angefangen vom Isländer Víkingur Ólafsson über Evgeni Koroliov, der den zweiten Band von Bachs "Wohltemperiertem Klavier" präsentiert, und Martin Helmchen mit Schuberts später A-Dur-Sonate bis hin zum bekanntesten Klavier-Duo, Katia und Marielle Labèque, die mit Werken von Maurice Ravel und Philip Glass die Klangwelten vom Impressionismus bis zur Minimal Music erforschen.

Die Orgel-Reihe setzt neben Recitals mit Stephen Tharp und Daniel Roth, einem gemeinsamen Konzert mit dem Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame Olivier Latry und dem französischen Pianisten Éric Le Sage sowie dem traditionellen Preisträgerkonzert ein besonderes Ausrufezeichen durch ein Festkonzert zum 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft von Essen und Nischni Nowgorod. Die Jubiläumsveranstaltung war bereits für die Saison 2020/2021 geplant und wird nun nachgeholt.

Zu den wichtigen Jazz-Interpreten der kommenden Spielzeit gehören die WDR Big Band mit den Gesangssolisten Fay Claassen und David Linx, das Omer Klein Trio, der legendäre Sänger und Gitarrist Gilberto Gil, die ebenso sagenhaften Altstars John Scofield und Dave Holland, Cécile McLorin Salvant mit ihrem Quintett, der Pianist Bugge Wesseltoft, das britische Trio Mammal Hands und der Saxofonist Branford Marsalis. Im Bereich Entertainment kommt es neben zwei Programmen mit Götz Alsmann endlich zum großen Jubiläumskonzert der Bläck Fööss, deren 50. Geburtstag alle Fans dieser wohl berühmtesten kölschen Band nun gerne nachholen werden. Hinübergerettet in die kommende Spielzeit konnte auch das Weltmusikfestival "Sounds of East to West" mit Künstlerpersönlichkeiten wie dem Klarinettisten Kinan Azmeh, dem Oud-Virtuosen Anouar Brahem, dem Sänger Aynur Doğan und der Morgenland Allstar Band. Eine fruchtbare Ergänzung dazu bildet die charmante, im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Reihe "Sounds of Heimat" mit hier beheimateten Musikerinnen und Musikern aller Kulturen.

Das Festival für Neue Musik NOW! spannt unter dem Motto "Mikrokosmos – Makrokosmos" einen großen Bogen von der feingliedrigen Mikrotonalität bis hin zu fernen Klangräumen. Nach dem zehnjährigen Jubiläum, das im vergangenen Herbst mit einer Kombination aus Live-Auftritten vor Ort und digital übertragenen Konzerten trotz Pandemie stattfinden konnte, präsentiert die elfte Festival-Ausgabe neben vielen Uraufführungen (etwa von Beat Furrer und Simon Steen-Andersen) gleich im Eröffnungskonzert ein musikalisches Großprojekt: Für die deutsche Erstaufführung von "LUZIFERs TANZ" aus Karlheinz Stockhausens kosmisch-spirituellem Mega-Opus „LICHT“ arbeiten zum ersten Mal alle fünf Musikhochschulen von Nordrhein-Westfalen zusammen.

Unter dem Titel "Philharmonie entdecken" bietet die Philharmonie Essen ein umfangreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Familien an. Dazu gehören Konzerte für Babys, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche, Kompositionsprojekte, Schulkonzerte und Ferienworkshops. Eine bunte Vielfalt zeigt sich in den großen Familienkonzerten, in denen die WDR-Maus wieder zu Gast ist, Götz Alsmann die Sprecherrolle in "Peter und der Wolf" übernimmt, das JugendJazzOrchester ihren "Young Person’s Guide to the Bigband" vorstellt und beim Weltmusik-Festival die Geschichte vom "Bunten Kamel" erzählt wird.

Informationen zum Kartenkauf

Ab dem 9. Juni 2021 besteht die Möglichkeit, Einzeltickets für alle Konzerte der Spielzeit 2021/2022 zunächst unverbindlich vorzubestellen. Hierzu steht ein Formular zur Verfügung, das an den Vorverkaufsstellen der TUP erhältlich ist bzw. auf der TUP-Website (www.theater-essen.de) heruntergeladen werden kann. Eine Bearbeitung der Vorbestellungen ist ab Mitte Juli vorgesehen. Der allgemeine Kartenvorverkauf startet voraussichtlich Anfang August, ein konkreter Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Keine Festplatz-Abonnements in der Spielzeit 2021/2022

Es ist davon auszugehen, dass in den Spielstätten der Theater und Philharmonie Essen (TUP) nach der Sommerpause zunächst noch pandemiegerechte Sitzpläne gelten werden und eine volle Ausschöpfung der Besucherkapazitäten erst im Verlauf der Spielzeit möglich ist. Das hat zur Folge, dass auch in der Saison 2021/2022 keine Festplatz-Abonnements angeboten werden können. Alternativ dazu werden attraktive Konzertpakete zusammengestellt, mit denen eine bestimmte Anzahl von Eintrittskarten zu einem rabattierten Preis mit Beginn des Vorverkaufs voraussichtlich Anfang August vorbestellt bzw. erworben werden kann. Ausführliche Informationen zu diesen Packages werden in einer später erscheinenden separaten Service-Broschüre sowie online unter www.theater-essen.de veröffentlicht.

TicketCenter
II. Hagen 2, 45127 Essen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit:
Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr
T 02 01 81 22-200 | F 02 01 81 22-201 | tickets@theater-essen.de

Aalto-Theater
Opernplatz 10, 45128 Essen
Öffnungszeiten: Di-Sa 13:00-18:00 Uhr

Mit Beginn der Sommerpause (ab 5. Juli 2021) ändern sich die Öffnungszeiten.

Über alle Änderungen informiert die Theater und Philharmonie Essen laufend aktuell auf der Webseite der TUP (www.theater-essen.de) sowie mit den digitalen Newslettern und gedruckten Monatsspielplänen (kostenfreie Anmeldung bzw. Bestellung jeweils über die Webseite).