09. bis 12.05.2024

her:voice

Komponistinnenfestival

09. Mai 2024

Essener Philharmoniker
Sinfoniekonzert X
Anu Tali, Dirigentin
Lera Auerbach, Klavier
Wibke Gerking, Moderation
Essener Philharmoniker
Werke von Florence Beatrice Price, Lera Auerbach und Missy Mazzoli
Donnerstag, 09.05.2024, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Einführung 30 Minuten vor dem Konzert

10. Mai 2024

Symposion I
Keynote „Komponistinnen im Opernrepertoire. Ein historischer Überblick“
mit Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Freitag, 10.05.2024, 14:00 Uhr
Aalto-Theater, Cafeteria

Lera Auerbach und Anu Tali im Dialog
mit Savina Kationi, Lera Auerbach und Anu Tali
Eduardo Rodríguez Romanos, Kontrabass
Freitag, 10.05.2024, 15:10 Uhr
Aalto-Theater, Foyer

Symposion II
Gesprächsrunde zu Florence B. Price und Missy Mazzoli
mit Antje Tumat (Universität Detmold/Paderborn), Fanny Opitz (u. a. SWR und WDR) und Arno Lücker (u. a. Opernwelt, VAN Magazin, Neue Musikzeitung)
Stefan Keim (u. a. Deutschlandfunk, WDR, WELT), Moderation
Freitag, 10.05.2024, 16:45-17:45 Uhr
Aalto-Theater, Foyer


Essener Philharmoniker
Sinfoniekonzert X
Anu Tali, Dirigentin
Lera Auerbach, Klavier
Wibke Gerking, Moderation
Essener Philharmoniker
Werke von Florence Beatrice Price, Lera Auerbach und Missy Mazzoli
Freitag, 10.05.2024, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Einführung 30 Minuten vor dem Konzert

11. Mai 2024

Symposion III
Vorträge zu den sozialen Bedingungen für Komponistinnen in Frankreich des 19. Jh., Wagner und Gender sowie dem Schaffen von Louise Bertin
mit Nicole K. Strohmann (Kunstuniversität Graz), Kordula Knaus (Universität Bayreuth) und Inga Mai Groote (Universität Zürich)
Samstag, 11.05.2024, 11:00-12:45 Uhr
Aalto-Theater, Cafeteria

Symposion IV
Gesprächsrunde „Jenseits des Kanons“
mit Kerstin Schüssler-Bach (Boosey & Hawkes), Helmut Seidenbusch (u. a. Stiftung Mercator), Karen Stone (Opera Europa), Tatjana Gürbaca (u. a. „Fausto“) und Martin G. Berger (u. a. „Wozzeck“), Hannah Schmidt, (u. a. Die Zeit, VAN Magazin, Die Deutsche Bühne), Moderation
Aalto-Theater, Foyer

Gesprächskonzert zu Clara Schumann
Birgit Seibt, Violine
István Alexander Gaal, Cello
Heike-Angela Moser, Klavier
Anja Renczikowski, Moderation
Samstag, 11.05.2024, 16:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Fausto
Opera semiseria in vier Akten von Louise Bertin
Samstag, 11.05.2024
17:00 Uhr Einführungsvortrag
18:00 Uhr Vorstellungsbeginn
Aalto-Theater

It’s Teatime mit Schuss
„Fausto – Mein schönes Fräulein, darf ich’s wagen?“
mit Marie-Helen Joël und ihren Gästen
Samstag, 11.05.2024
im Anschluss an die Vorstellung von „Fausto“
Aalto-Theater, Cafeteria

12. Mai 2024

Liedmatinee
Lisa Wittig, Nataliia Kukhar und Baurzhan Anderzhanov, Gesang
Atsuko Ota, Klavier
Patricia Knebel, Moderation
Werke von Louise Bertin, Lili Boulanger, Augusta Holmès, Germaine Tailleferre und Pauline Viardot
Sonntag, 12.05.2024, 11:00-12:30 Uhr
Aalto-Theater, Foyer


Tristan und Isolde
Musikdrama in drei Aufzügen von Richard Wagner
Sonntag, 12.05.2024
15:45 Uhr Einführung
16:30 Uhr Vorstellungsbeginn
Aalto-Theater

Konzert
Christina Pluhar & L’Arpeggiata
„Drama Queens“
Sonntag, 12.05.2024, 17:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal
Bach, Mozart, Verdi – kaum jemand, der diese Namen nicht kennt. Wie aber sieht es mit ihren komponierenden Zeitgenossinnen aus? Von Barbara Strozzi über Ethel Smyth bis hin zu Olga Neuwirth – es gab und gibt sie, die Komponistinnen, doch bis heute haben ihre Namen in Konzertprogrammen und Opernspielplänen Seltenheitswert. Das neue Festival „her:voice“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Blick über die Grenzen des Kanons hinaus zu werfen und das musikalische Schaffen von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart sichtbar zu machen. Neben den Aufführungen auf der Opern- bzw. Konzertbühne bietet ein begleitendes Symposium die Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und zu diskutieren.

Bereits der Blick auf die Opernbühne lädt in dieser ersten Ausgabe des Festivals zu einer spannenden Neuentdeckung ein: 200 Jahre nach der Uraufführung erlebt Louise Bertins (1805-1877) Oper „Fausto“, deren Libretto die Französin selbst verfasste, ihre „Wiedergeburt“ am Aalto-Theater (Regie: Tatjana Gürbaca) – und ergänzt damit die Reihe existierender „Faust“-Vertonungen ihrer Kollegen Gounod, Berlioz und Boito. Eine ähnlich vielseitige Künstlerin steht im Fokus des Konzertgeschehens: Im Gesprächskonzert bietet sich die Gelegenheit, die Komponistin, Dirigentin, Pianistin, Autorin und bildende Künstlerin Lera Auerbach (*1973) und ihr Schaffen kennenzulernen, bevor das zehnte Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker Auerbach als Solistin ihres eigenen Klavierkonzerts in den Alfried Krupp Saal führt. Ergänzt wird das Konzertprogramm von den außergewöhnlichen Werken zweier US-Amerikanerinnen: Als Inspiration für Missy Mazzolis (*1980) „River Rouge Transfiguration“ dienten einst der Lärm und der Schotter Detroits. Florence B. Price (1887-1953) wiederum – die erste Afroamerikanerin, die als Komponistin klassischer Musik in die Geschichte einging – verbindet in ihrer Sinfonie Nr. 3 klassische Formen mit dem Liedgut der afroamerikanischen Musiktradition.

Weitere Facetten des Schaffens komponierender Frauen fördert die Kooperation mit der Philharmonie Essen zutage: Mit „Drama Queens“ widmet sich Christina Pluhar großen Frauenfiguren des Barock, ein Kammerkonzert beleuchtet das Schaffen Clara Schumanns (1819-1896). Augusta Holmès’ (1847-1903) „La Montagne Noire“ im Opernhaus Dortmund schlägt schließlich den Bogen zum parallel stattfindenden Wagner-Kosmos. Im Zusammenspiel von Theorie und Praxis bieten darüber hinaus Vorträge und der Austausch mit namhaften Wissenschaftler*innen wie Inga Mai Groote (Universität Zürich), Kordula Knaus (Universität Bayreuth), Nicole K. Strohmann (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz), Antje Tumat (Universität Paderborn) sowie Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) die Möglichkeit, das Schaffen komponierender Frauen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und bisher Ungehörtes (und Ungesehenes) kennenzulernen.

Das Festival „her:voice“ findet in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt.