Der Bajazzo

(Pagliacci)
Oper von Ruggero Leoncavallo
Fassung für reduziertes Orchester von Francis Griffin
Libretto vom Komponisten
Premiere am 3. Juni 2021
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln



Zum Stück

„Lache, Bajazzo!“ – die wohl berühmteste Tenor-Arie aller Zeiten wird in Leoncavallos Einakter von Canio vorgetragen, dem Leiter einer reisenden Theater-Truppe. Auf der Bühne mimt er als Bajazzo den betrogenen Ehemann, der sich von seiner Colombina an der Nase herumführen lässt. Doch kurz vor der Aufführung muss er erfahren, dass ihm auch im wahren Leben von seiner Frau Nedda Hörner aufgesetzt werden. Als diese dann in der Rolle der Colombina auf der Bühne ihre Scherze mit ihm treibt, brennen bei Canio die Sicherungen durch …

Mit „I Pagliacci“ beginnt in der Operngeschichte die Epoche des Verismo – in der das „wahre Leben“ auf der Bühne dargestellt werden soll. Leoncavallo bezieht sich bei seinem Werk, für das er übrigens auch selbst den Text verfasst hat, auf ein angeblich reales Ereignis, dem er als Kind selbst beigewohnt haben will. Das von der Theatertruppe aufgeführte „Stück im Stück“ spiegelt auf grausam-ironische Weise das tatsächliche Beziehungsgeflecht der Künstler wider; in solchem Maß, dass die Realität das Spiel schließlich unterbricht. Wo liegen also die feinen Grenzen zwischen Wahrheit und Trug, zwischen Theater und Realität? Wie sehr sind wir Gefangene unseres eigenen Lebens, und wie können wir unsere Träume außerhalb unserer Gedankenwelt Wirklichkeit werden lassen?

Roland Schwab, der mit seiner gefeierten „Otello“-Inszenierung bereits eine hochdramatische Fantasie des Wahns auf die Aalto-Bühne stellte, kreiert nun abermals ein magisches Theater, das nur auf den ersten Blick eine sichere Distanz zwischen Kunst und Zuschauerraum wahrt.


Einführungsvortrag 20 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer

Gefördert vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e.V.

Pressestimmen

"begeisterter Applaus für alle Beteiligten"
"Robert Jindra gestaltet mit den Essener Philharmonikern einen eindringlichen Verismo-Klang aus dem Graben, der unter die Haut geht. So gibt es am Ende begeisterten Applaus für alle Beteiligten."
Online Musik Magazin
3. Juni 2021
Thomas Molke

"einhellig gefeiert"
"Die 75 pausenlosen Minuten sind in der Donnerstag einhellig gefeierten Premiere ein Seelengefängnis in Dauerschleife. Piero Vinciguerras Bühne nährt diesen Totentanz, in dem Canios Widersacher Tonio den Takt angibt: Das Zelt der Komödianten ist skelettiert auf eine Skizze aus Lichterketten, wie eine hungrige Spinne wird es sich schließlich senken auf diese Studie der Unentrinnbarkeit."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
4. Juni 2021
Lars von der Gönna

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