Pique Dame

Oper in drei Akten von Pjotr I. Tschaikowski
Libretto von Modest I. Tschaikowski
Premiere am 12. Oktober 2019
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln



zum stück

Was ist Glück? Lässt sich unsere Vorstellung von Glück erfüllen? Oder ist unser Verlangen nach Liebe, Anerkennung und Reichtum schier unstillbar? Diesen Fragen widmete sich Alexander Puschkin in seiner Novelle "Pique Dame", die er im Jahr 1833 in nur wenigen Tagen niederschrieb. Mehr als 50 Jahre später schenkte Pjotr I. Tschaikowski basierend auf dem Libretto seines jüngeren Bruders Modest dem fatalistischen Drama seine mystischen, lyrischen Klangfarben, die die russische Identität in der Oper "Pique Dame" bis heute so lebendig werden lassen.

Der junge Offizier Hermann ist unglücklich verliebt, denn seine Angebetete Lisa ist bereits dem Fürsten Jeletzki versprochen. Lisa aber erwidert Hermanns Gefühle. Doch noch eine andere Verlockung beherrscht seine Sinne: das Geheimnis der drei Karten, mit denen man jedes Glücksspiel gewinnt. Während eines nächtlichen Besuchs bei seiner Geliebten versucht Hermann, ihrer Großmutter die Formel zu entlocken – jener mysteriösen alten Gräfin, die wegen ihrer Spielleidenschaft "Pique Dame" genannt wurde. Die Gräfin erleidet jedoch einen plötzlichen Herzschlag. Im Traum erscheint sie Hermann noch einmal und verrät ihr Geheimnis, das für ihn zur Obsession wird … "Pique Dame" wurde 1890 am Mariinski-Theater uraufgeführt und sollte zu einem der größten Erfolge im Leben Tschaikowskis werden.

Obwohl er die Handlung in die Zeit der Aufklärung verlegt, umfängt die Figuren mehr Dunkel als Licht. Es ist eine düstere Welt, in der Hermann und Lisa leben und in der man sich mit dem Glücksspiel die Zeit vertreibt. Regisseur Philipp Himmelmann konzentriert sich in seiner Interpretation auf das Seelendrama Hermanns, dem sein unbändiges Begehren zum Verhängnis wird, sodass er ein vermeintlich glückliches Leben verspielt.

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer
Nachgespräch am 17. Oktober und 3. November 2019 in der Aalto-Cafeteria
Öffentlicher Probenbesuch am 4. Oktober 2019 

Einführung zum Nachhören

Pressestimmen

"Szenisch wie musikalisch grandios"
"Die szenisch wie musikalisch grandiose, stürmisch gefeierte Eröffnungspremiere der neuen Saison am Essener Haus entpuppt sich als doppelbödiges, nachrevolutionäres, zeitlich nicht eindeutig zuzuordnendes Untergangsdrama."
Recklinghäuser Zeitung
14. Oktober 2019
Bernd Aulich

"Essener Philharmoniker trumpfen auf"
"Groß auftrumpfen können die Essener Philharmoniker unter Tomáš Netopil. Deren Klang immer schlank bleibt. Die in den kurzen Chortableaus Prunk nicht mit Protzerei verwechseln. Die sich zügelloser Raserei hingeben, aber auch abgründige Moll-Phrasen aufs Schönste zelebrieren." 
WAZ
14. Oktober 2019
Martin Schrahn

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