Pressemitteilungen

Hier finden Sie Pressemitteilungen aller Sparten der Theater und Philharmonie Essen.
06.10.2021
Die Theater- und Konzertpädagog*innen der Theater und Philharmonie Essen stellen das Kinder- und Jugendprogramm bis zum Ende des Jahres vor
BU: Präsentieren das neue Programm "Treffpunkt TUP" für die erste Spielzeithälfte 2021/2022: Sandra Paulkowsky (Theaterpädagogik Aalto-Theater), Merja Dworczak (Konzertpädagogik Philharmonie Essen), Marie-Helen Joël (Theaterpädagogik Aalto-Theater und Sängerin), Markus König (Marken-Kommunikation bei Evonik Industries AG), Karin Müller (Geschäftsführerin Theater und Philharmonie Essen), Aline Bosselmann, Marguerite Windblut (beide Theaterpädagogik Schauspiel Essen)
Märchenaufführungen im Grillo-Theater, Konzerte für jedes Lebensalter in der Philharmonie Essen oder junge Opern- und Konzertformate im Foyer des Aalto-Theaters, Jugend- und Theaterclubs am Schauspiel Essen, Kompositions-Workshops der Philharmonie oder Backstage-Vormittage zu Opern- oder Ballettinszenierungen – das Angebot für den Nachwuchs bei der Theater und Philharmonie Essen (TUP) ist vielseitig und lädt zum Hören, Anschauen, aber auch zum Mitmachen ein. Was alles für Kinder und Jugendliche bis zum Endes des Jahres auf dem Programm steht, haben die fünf Theater- und Konzertpädagog*innen der TUP – Marie-Helen Joël und Sandra Paulkowsky für das Aalto-Theater, Merja Dworczak für die Philharmonie Essen sowie Marguerite Windblut und Aline Bosselmann für das Schauspiel Essen – heute interessierten Pädagog*innen in der Cafeteria des Aalto-Theaters vorgestellt. Nachdem in der letzten Spielzeit die theaterpädagogischen Angebote vorwiegend digital stattfanden, freuen sich die Konzert- und Theatervermittler*innen nun auf viele Live-Begegnungen.

Vorgestellt wurde auch die in dieser Spielzeit digital erscheinende Broschüre „Treffpunkt TUP“: Sie enthält spartenübergreifend Informationen zu Vorstellungen, Musikaufführungen und Konzerten für Theaterfans vom Kita-Alter bis zum Abitur bis Ende Dezember 2021 sowie zum theaterpädagogischen Angebot der verschiedenen Sparten. Eine zweite digitale Ausgabe wird über das Programm von Januar bis Juni 2022 informieren und erscheint Anfang Dezember. Die Publikation richtet sich sowohl an Pädagog*innen als auch an Familien. Sie kann ab sofort auf der Website der Theater und Philharmonie Essen unter www.theater-essen.de heruntergeladen werden.

Das Nachwuchs- und Vermittlungsprogramm „Treffpunkt TUP“ wird gefördert durch die Evonik Industries AG und ermöglicht so der Theater und Philharmonie Essen, Kindern und Jugendlichen ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Angebot präsentieren zu können.
01.10.2021
Preisübergabe im Rahmen der Vorstellung „Passions – Keep Moving!“ am 3. Oktober
Solotänzerin Adeline Pastor in "Schwanensee" (Spanischer Tanz) (c) Bettina Stöß
Essen. Der Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e. V. zeichnet die Solotänzerin Adeline Pastor mit dem Aalto-Bühnenpreis 2020/2021 aus. Gestiftet wird das Preisgeld in Höhe von 5.000 € von der Sparkasse Essen. Die in Nizza geborene Tänzerin gehört seit 2008 als Solistin zur Essener Ballettcompagnie und war hier in zahlreichen Solopartien zu sehen. Sie interpretierte u. a. die Carmen in Ben Van Cauwenberghs Ballett „Carmen/Boléro“, die Kitri in „Don Quichotte“, die Swanilda in „Coppélia“, die Braut in David Dawsons „Giselle“ und die Amme in „Romeo und Julia“. Weiterhin ist sie als Solistin im „Spanischen Tanz“ und im „Pas de trois“ in „Schwanensee“ zu erleben. Ferner wirkt sie in der „Tanzhommage an Queen“ als Solistin, in „La vie en rose“ und in „Rock around Barock“ darüber hinaus auch als Sängerin mit. In John Crankos Ballettkomödie „Der Widerspenstigen Zähmung“, die ab 30. Oktober im Aalto-Theater auf dem Programm steht, wird sie die Katharina verkörpern.

Adeline Pastor absolvierte ihre Ausbildung bei Claudette Douillon und Pedro Consuegra sowie an der Nationalen Ballettschule auf Kuba. Sie gewann mehrere Preise, u. a. 1998 die Silbermedaille beim Wettbewerb in Varna (Bulgarien). Im selben Jahr war sie am Kubanischen Nationalballett unter Alicia Alonso engagiert. Als Solistin tanzte sie 1999 bei Janine Charrat in Paris, beim Madrider Ballett unter Victor Ullate und von 2000 bis 2008 am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden (Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh). Zu den Gastengagements der international gefragten Tänzerin gehören Auftritte in Italien, Russland, Spanien, Südamerika und den USA. Im August 2010 erhielt sie beim Labat Danza Festival im italienischen Loano den Grand Prix Giuliana Penzi.

Eigentlich hätte der Preis im Frühjahr 2020 an die Tänzerin überreicht werden sollen. Leider war das durch den Lockdown nicht möglich. Nun endlich erhält Adeline Pastor im Rahmen der Vorstellung „Passions – Keep Moving!“ am Sonntag, 3. Oktober im Aalto-Theater die Auszeichnung.

Der spartenübergreifende Aalto-Bühnenpreis wurde erstmals 1990 vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e. V. verliehen. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören heute national und international gefragte Künstler*innen wie die Schauspielerin Tatjana Clasing, der Bassist Franz-Josef Selig und der Tenor Torsten Kerl. Zuletzt ausgezeichnet wurden der Tänzer und Choreograf Denis Untila sowie der Dirigent Wolfram-Maria Märtig (beide 2012), der Aalto-Tenor Abdellah Lasri (2014), die Grillo-Schauspielerin Silvia Weiskopf (2016) und 2018 Jessica Muirhead, Sopranistin des Aalto-Musiktheaters.
02.09.2021
Amtsantritt in Essen zum Beginn der Spielzeit 2022/2023
Dr. Merle Fahrholz
Dr. Merle Fahrholz wird neue Intendantin des Essener Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker. Diese Entscheidung traf der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen (TUP) einstimmig in seiner heutigen Sitzung. Fahrholz tritt zum Beginn der Spielzeit 2022/2023 die Nachfolge von Hein Mulders an. Ihr Vertrag läuft dann über fünf Spielzeiten bis Sommer 2027. Derzeit ist die promovierte Musikwissenschaftlerin stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin an der Oper Dortmund. Maßgeblich unterstützt hat die Suche nach einer neuen Intendanz ein sechsköpfiger Arbeitsausschuss. Dem Gremium gehörten an: Barbara Rörig (Aufsichtsratsvorsitzende), Hans-Ulrich Krause (1. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Tabea Buddeberg (2. Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende), Muchtar Al Ghusain (Kulturdezernent), Adil Laraki (Arbeitnehmervertreter) und TUP-Geschäftsführerin Karin Müller (geschäftsführend ohne Stimmrecht). Mit der Berufung der Opern- und Orchesterintendantin hat der Aufsichtsrat zugleich beschlossen, die Philharmonie Essen zukünftig mit einer eigenständigen Leitung zu besetzen. Mit der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit wurde der bereits gebildete Arbeitsausschuss beauftragt.

Barbara Rörig, Vorsitzende des Aufsichtsrates und Mitglied des Arbeitsausschusses, ist froh über die zügig herbeigeführte Entscheidung: „Mit Dr. Merle Fahrholz haben wir eine ausgezeichnete Persönlichkeit gewinnen können, die den Opernbetrieb aus verschiedenen Häusern sehr gut kennt, über ein weit verzweigtes Netzwerk verfügt und von der wir den Eindruck haben, dass sie hervorragend in unsere TUP-Familie, zum Aalto-Theater und zu unserem Orchester passt. In den Gesprächen mit ihr zeigte sich eine zukunftsorientierte Mischung, die auch in ihrer bisherigen Vita zum Ausdruck kommt: wissenschaftliche Sorgfalt, hohe Ansprüche an künstlerische Aspekte sowie soziale Kompetenz gepaart mit einem menschen- und lösungsorientierten Führungsstil. Für Frau Fahrholz ist Oper ein Teil unserer bunten gesellschaftlichen Gegenwart. Sie richtet den Blick auf aktuelle Herausforderungen, ohne dabei die historisch analytische Perspektive auf ästhetische Phänomene zu vernachlässigen. Wichtig war es uns zudem, den Auswahlprozess straff, effizient und gleichzeitig mit der nötigen Sorgfalt zu gestalten. So hat sich das Auswahlgremium intensiv mit über 40 Führungspersönlichkeiten der nationalen und internationalen Opernszene befasst, die für die Nachfolge in Betracht kamen. Ich denke, das ist uns gut gelungen und ich danke in diesem Zusammenhang allen Mitgliedern des Arbeitsausschusses für die zielorientierte Zusammenarbeit während der vergangenen Monate. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau Fahrholz in den kommenden Jahren.“

Muchtar Al Ghusain, Kulturdezernent der Stadt Essen und Mitglied des Arbeitsausschusses, betont: „Frau Dr. Fahrholz hat das Auswahlgremium von Beginn an durch ihre umfassende Kenntnis der regionalen, nationalen und internationalen Opernhäuser beeindruckt. Ihre Ideen, einerseits verstärkt Komponistinnen zu präsentieren und andererseits mit jungen Menschen zu arbeiten, die vielleicht erstmals mit Musiktheater in Berührung kommen, haben uns sehr überzeugt.“

Dr. Merle Fahrholz freut sich auf die Aufgabe an ihrer neuen Wirkungsstätte: „Es ist mir eine große Freude und Ehre, in Zukunft an diesem außergewöhnlichen Haus zu arbeiten, das nicht nur durch seine herausragende Architektur einmalig ist, sondern vor allem einen hervorragenden künstlerischen Ruf genießt und von einer sehr gemeinschaftlichen Arbeitsweise sowie einem lebendigen Miteinander geprägt wird. Ich freue mich, alle Kolleg*innen der TUP bald kennen zu lernen! Es ist für mich ein Vergnügen, weiterhin im Ruhrgebiet wirken zu dürfen, da mir die Offenheit der Menschen sehr zusagt. Das soll sich in meinem Programm spiegeln, das durch alle Jahrhunderte bis in die Gegenwart reichen wird. Unter dem Schlagwort „Open up“ möchte ich mit künstlerischen Projekten Essen entdecken und gemeinsam mit den Bürger*innen in eine intensive Auseinandersetzung eintreten über die Stadt, in der wir leben. Dies umfasst auch den Ausbau der Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche, seit jeher eines meiner zentralen Anliegen. Ein wichtiger Bestandteil des Programms ab 2023/2024 – denn die Saison 2022/2023 ist bei Amtsantritt bereits vorgeplant – wird die Etablierung eines Komponistinnenschwerpunkts auf der Opernbühne und in den Konzerten sein. Die Arbeiten von komponierenden Frauen werden regelmäßig im Fokus stehen, konzentriert sollen sie in Festivals hörbar sein und zur Diskussion gestellt werden. Die Spielpläne werden geprägt sein durch eine ausgewogene Programmatik, die sowohl Neuentdeckungen als auch Klassiker des Repertoires beinhaltet, und eine Vielfalt der Ästhetik. Im Zentrum meiner Arbeit in allen Bereichen steht die Sinnlichkeit, die bewusste Wahrnehmung von Musik als emotionaler Kunst.“
Muchtar Al Ghusain, Barbara Rörig, Dr. Merle Fahrholz, Karin Müller
Biografie Dr. Merle Fahrholz

Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Dr. Merle Fahrholz Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin der Oper Dortmund. Zuvor arbeitete die gebürtige Bad Homburgerin als Dramaturgin für Musiktheater am Nationaltheater Mannheim, am Theater und Orchester Heidelberg sowie am Theater Biel Solothurn (Schweiz). Zuvor sammelte sie Erfahrung bei den Berliner Philharmonikern, an der Semperoper Dresden und der Metropolitan Opera New York. Als Produktionsdramaturgin betreute sie sowohl Repertoirewerke wie auch selten gespielte Opern, Uraufführungen und Stückentwicklungen; dazu gehören beispielsweise die Uraufführungen von Bernhard Langs Opern „Der Golem“ (2016) und „Der Hetzer“ (2021), die musiktheatrale Performance „Flowers of Carnage“ von Annesley Black (2015) oder die Jugendoper „Persona“ von Thierry Tidrow (2021). Sie arbeitete mit Regisseur*innen wie Peter Konwitschny, Lorenzo Fioroni, Christof Nel, Tatjana Gürbaca, Roland Schwab, Dietrich Hilsdorf, Martin G. Berger und Wolfram Mehring.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Kulturvermittlung – so zeigte sie sich u. a. mit „Catching fire – Haendel on the Road“ für ein interkulturelles Händelprojekt mitverantwortlich, das in mehreren Etappen in Serbien durchgeführt wurde, oder leitete mit „Wunder: Herkunft unsicher“ ein generationsübergreifendes Projekt in Zusammenarbeit zwischen dem Theater Biel Solothurn, dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Bern, der Abteilung Visuelle Kommunikation der Hochschule der Künste Bern, der Volkshochschule der Region Biel – Lyss sowie dem Seeland Gymnasium Biel.

Darüber hinaus organisiert sie Symposien an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, u. a. gemeinsam mit der Universität Heidelberg sowie der UNESCO City of Literature Heidelberg, oder der Universität Zürich bspw. mit dem Symposium „Frauen:Stimmen“ im Rahmen des Othmar-Schoeck-Festivals 2020. Lehraufträge führten sie u. a. an die Universitäten Heidelberg und Zürich. 2015 promovierte sie an der Universität Zürich. Ihr Buch zu Heinrich August Marschners romantischer Oper „Der Templer und die Jüdin“ erschien im Bärenreiter-Verlag. 2020 war sie Mitherausgeberin des Buchs „Oper 2020 – eine Dokumentation aus der Oper Dortmund“, das in Zusammenarbeit mit dem fimt (Forschungsinstitut für Musiktheater) der Universität Bayreuth erschien.
01.09.2021
Schauspiel Essen veröffentlicht die geplanten Termine im Internet
Benno Schulz, Joana Tscheinig, Stefan Diekmann, Gregor Henze in der Inszenierung "Der Zauberer von Oz" nach dem Kinderbuch von Lyman Fran Baum in der Bühnenfassung von Anne Spaeter; Inszenierung von Anne Spaeter

Essen. Traditionell zeigt das Schauspiel Essen in der Vorweihnachtszeit ein Familienstück im Grillo-Theater. Pandemiebedingtmusste das Weihnachtsmärchen im vergangenen Jahr leider abgesagt werden. Umso glücklicher ist Schauspielintendant Christian Tombeil, dass in dieser Spielzeit „Der Zauberer von Oz“ nach dem Kinderbuch von Lyman Frank Baum für Theaterfans ab 6 Jahren wieder im Grillo-Theater gespielt werden kann: Die Premiere ist am 23. Oktober, 17:00 Uhr. Damit Lehrer*innen, die gerne eine Vorstellung im Grillo-Theater mit ihren Klassen besuchen möchten, besser planen können, hat das Schauspiel Essen nun alle Vorstellungstermine bis Anfang Februar auf der Website www.schauspiel-essen.de veröffentlicht. Der Vorverkauf für die Oktobervorstellungen hat bereits begonnen. Für alle weiteren Termine, die noch nicht im Verkauf sind, besteht die Möglichkeit, Tickets unverbindlich vorzubestellen. Hierzu steht ein Formular zur Verfügung, das an den Vorverkaufsstellen der TUP erhältlich ist und auf der Seite der Theater und Philharmonie Essen heruntergeladen werden kann. Vorbestellungen für Gruppen sind auch per Telefon (02 01 81 22-188) oder E-Mail (nicole.momma@tup-online.de) möglich.

Folgende Vormittagstermine für Schulklassen sind im Grillo-Theater geplant:
25. Oktober, 9:30 Uhr | 26. Oktober, 9:30+12:00 Uhr | 27. Oktober, 9:30 Uhr | 8. November, 9:30 Uhr | 9. November, 9:30+12:00 Uhr | 10. November, 9:30 Uhr | 15. November, 9:30+12:00 Uhr | 29. November, 9:30+12:00 Uhr | 6. Dezember, 9:30 Uhr | 21. Dezember, 11:00 Uhr | 22. Dezember 2021, 9:30+12:00 Uhr | 10. Januar, 9:30+12.00 Uhr | 11. Januar, 9:30 Uhr | 17. Januar, 9:30+12:00 Uhr | 18. Januar, 9:30 Uhr | 31. Januar, 9:30 Uhr | 1. Februar 2022, 9:30 Uhr
Eintritt pro Person: € 6,60. Dieser Preis gilt auch für Lehrer*innen/Betreuer*innen im Gruppen- und Klassenverband.

Vorstellungen für Familien:
23. Oktober, 17:00 Uhr (Premiere) | 7. November, 16:00 Uhr | 13. November, 16:00 Uhr | 14. November, 14:30 Uhr | 27. November, 16:00 Uhr | 28. November, 14:30+17:00 Uhr | 5. Dezember, 16:00 Uhr | 21. Dezember, 15:00 Uhr (geschlossene Vorstellung) | 26. Dezember 2021, 14:30+17:00Uhr | 9. Januar, 17.00 Uhr | 15. Januar, 16:00 Uhr | 29. Januar, 16:00 Uhr | 30. Januar 2022, 14:30 Uhr
Eintritt: Kinder/Jugendliche (u27): € 8,00 – 12,00; Erwachsene: € 11,00 – 18,00

Die Inszenierung wird gefördert von der Stadtwerke Essen AG.
30.08.2021
Film- und Theaterproduktion „AufRuhr“ ab Mitte Dezember im Essener Grillo-Theater
Regisseur Volker Lösch
Essen. Das Schauspiel Essen sucht für die Film- und Theaterproduktion „AufRuhr“ von Regisseur Volker Lösch, die Mitte Dezember im Grillo-Theater zur Uraufführung kommen wird, Mitspieler*innen aus Essen. In seiner Inszenierung thematisiert Lösch, wie Wohnungen zu Objekten von Spekulationen werden, Mieten steigen, gleichzeitig der soziale Wohnungsbau abgeschafft wird und Wohnungslosigkeit in der Folge zunimmt. Als Mitwirkende sucht er Essener*innen, die von Mietwucher, Wohnungskündigung und Zwangsräumung betroffen sind und die ihre Geschichte erzählen möchten. Sie sollten Lust haben, gemeinsam mit Schauspieler*innen zu proben, Filme zu drehen und Theater zu spielen.
Wer bei diesem Projekt mitmachen möchte, sollte zeitlich flexibel sein: Die Proben und Filmaufnahmen finden vom 11. Oktober bis zur Premiere am 17. Dezember statt.
Zu einem ersten Kennenlernen und Casting laden Volker Lösch und sein Team Anfang September ein.

Interessierte melden sich bitte zeitnah per E-Mail bei Dramaturgin Judith Heese, judith.heese@schauspiel-essen.de , oder Montag bis Freitag, zwischen 10 und 13 sowie 15 und 17 Uhr im Dramaturgiebüro unter Tel. 02 01 84 76 627.
23.06.2021
Intendant Christian Tombeil und sein Dramaturgie-Team haben das Programm für die Spielzeit 2021/2022 vorgestellt
Christian Tombeil (Intendant), Carola Hannusch (Dramaturgin), Vera Ring (stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin), Theaterpädagoge Marguerite Windblut sowie Dramaturgin Judith Heese und Theaterpädagogin Aline Bosselmann haben heute (23. Juni) das Programm für die Spielzeit 2021/2022 vorgestellt

Essen. Zum Ende einer Spielzeit, die in weiten Teilen vom Lockdown geprägt war, haben Intendant Christian Tombeil, seine Stellvertreterin und Chefdramaturgin Vera Ring, Dramaturgin Carola Hannusch sowie Dramaturgin Judith Heese im Café Central im Grillo-Theater die Pläne für die kommende Spielzeit 2021/2022 am Schauspiel Essen vorgestellt. „'Alles bleibt anders', soviel lässt sich wohl gerade sagen angesichts der pandemiebedingten Unwägbarkeiten, die uns in der kommenden Theatersaison einen Spielplan aus bereits geplanten, teilweise kurz geprobten oder gar vorstellungsreif in der Warteschleife auf ihre Premiere hoffenden Inszenierungen, aber auch neue Produktionen bescheren werden“, so Intendant Christian Tombeil in seinem Vorwort zur jetzt erschienenen ersten Ausgabe des neuen Spielzeitheftes, das die ersten Premieren der neuen Spielzeit bis Ende September vorstellt und einen Ausblick bietet auf die Planungen des Schauspiel Essen bis Juli 2022. Es wird im Laufe der Saison zwei weitere Ausgaben des Spielzeitheftes geben, um auch in den gedruckten Broschüren auf die Pandemielage aktuell reagieren zu können.
Die Planungen des Spielzeitprogramms sind geprägt von den Erfahrungen des vergangenen Jahres. „Wir wollen unter verschiedenen möglichen Szenarien weitestgehend flexibel bleiben und sind voller Hoffnung und Zuversicht, unserem Publikum ab September wieder Inszenierungen live zeigen zu können", so der Essener Schauspielchef. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten elf Premieren, inklusive einer Uraufführung.

Der Premierenreigen im Grillo-Theater wird mit gleich zwei Inszenierungen von Hermann Schmidt-Rahmer eröffnet, der am Schauspiel Essen u. a. mit der deutschen Erstaufführung von „Die Hauptstadt“ nach Robert Menasses gleichnamigem Roman in der Spielzeit 2018/2019 Erfolge feierte. Zunächst setzt Schmidt-Rahmer Bertolt Brechts Stück Die Rundköpfe und die Spitzköpfe oder Reich und reich gesellt sich gern“, das ursprünglich bereits für die Spielzeit 2019/2020 geplant war, in Szene. Brechts bissig-böses und zugleich unterhaltsames „Greuelmärchen“ aus dem Jahr 1936 spiegelt vorausschauend Aufstieg, Herrschaft und Machtmechanismen des Hitlerregimes und von Diktaturen im Allgemeinen wider und zeigt eindrücklich, wie sich hinter fremdenfeindlichen, ausgrenzenden und menschenverachtenden Strukturen kapitalistische Strategien und wirtschaftliche Überlegungen verbergen. Das Stück wird im Grillo-Theater erstmals am 10. September 2021 zu sehen sein.
Nur eine Woche später, am 17. September 2021, feiert „Früchte des Zorns“ nach John Steinbecks gleichnamigem großen Roman in der Regie von Hermann Schmidt-Rahmer eine Live-Premiere im Grillo-Theater, nachdem die Inszenierung im Frühjahr 2021 zunächst als Stream on Demand zu sehen war. John Steinbecks Geschichte spielt im Amerika der Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts: Nach Dürre und Missernten können die Farmer Oklahomas ihre Kredite nicht mehr bedienen. Als Gerüchte aufkommen, dass in Kalifornien Erntehelfer gesucht werden, ziehen sie zu hunderttausenden heimat- und mittellos entlang der Route 66 in den vermeintlich goldenen Westen.

Am 23. Oktober 2021 kehrt hoffentlich ein Stück ins Grillo-Theater zurück, das bereits vor drei Jahren auf der Bühne und in der Weihnachtswoche 2020 als Video on Demand – während des Lockdowns – für viel Spannung und leuchtende Kinderaugen gesorgt hat: „Der Zauberer von Oz“ nach dem Kinderbuch von Lyman Frank Baum. Für Familien und Schulklassen hat Regisseurin Anne Spaeter diesen Klassiker rund um die junge Dorothy und ihre Freunde, die Vogelscheuche, den Blechmann und den Löwen ebenso farbenprächtig wie turbulent in Szene gesetzt.

Das dokumentarische Porträt „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ erzählt von drei Frauengenerationen aus Arbeiterfamilien im Ruhrgebiet und in Niederschlesien und hätte bereits 2020 bei den Ruhrfestspielen Premiere feiern sollen, die coronabedingt aber abgesagt werden mussten. Im Frühjahr 2021 entstand „Arbeiterinnen“ schließlich als Film und kam bei den diesjährigen digitalen Ruhrfestspielen zur Uraufführung. Am 30. Oktober 2021 ist das berührende und intime filmische Porträt erstmals im Grillo-Theater zu sehen. Das Thema hat in dieser längeren Entstehungszeit nicht an Brisanz verloren, denn schon wenige Monate nach dem Ausbruch der Pandemie ließ sich feststellen, dass von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen diejenigen – insbesondere Frauen – betroffen sind, die in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, und dass ein erschreckend starker Backlash auf traditionelle Rollenbilder in Familien zu beobachten ist. „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ ist eine deutsch-polnische Koproduktion von werkgruppe2 mit dem Schauspiel Essen, Teatr Polski – w podziemiu / Polski Theatre in the Underground und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Einen Bogen vom historischen Vorgestern ins (un-)mögliche Morgen schlagen Christine Lang, Volker Lösch und Ulf Schmidt in ihrem Stück „AufRuhr“, das am 17. Dezember 2021 im Grillo-Theater uraufgeführt wird. In Anlehnung an den Ruhraufstand 1920, der schließlich von der Reichswehr brutal niedergeschlagen wurde, entwickeln sie eine Inszenierung, die mit einem großen Anteil Film in der konkreten lokalen Verortung in Essen das Universelle wie Utopische untersucht. Das Stück inszenieren wird der vielfach ausgezeichnete Regisseur Volker Lösch, der in Essen kein Unbekannter ist: Unter anderem sorgte er mit „Das Prinzip Jago“ (2016) und „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ (2018) für Furore.

„Das achte Leben (Für Brilka)“ feiert voraussichtlich im Mai 2022 Premiere im Grillo-Theater. Die 1983 im georgischen Tbilissi geborene Autorin Nino Haratischwili verwebt in ihrem 2014 erschienenen Roman Schicksale aus sechs Generationen mit der wechselvollen Geschichte Georgiens. Dabei entwirft sie anrührende Porträts von acht außergewöhnlichen Frauen, erzählt spannungsvoll von Liebe und Verrat, Lüge und Schuld, Macht und (Familien-)Geheimnissen und zeichnet zugleich den Aufstieg wie auch den Fall des Kommunismus nach. Die Inszenierung der Bühnenfassung von Emilia Linda Heinrich, Julia Lochte und Jette Steckel übernimmt Regisseurin Elina Finkel, die in der Spielzeit 2019/2020 Marius von Mayenburgs „Der Stein“ auf die Grillo-Bühne gebracht hat.

Die erste Premiere in der Casa hätte eigentlich bereits in der Spielzeit 2020/2021 gezeigt werden sollen und wurde nun auf den 25. September 2021 verschoben: Samuel Becketts „Endspiel“. Im Mittelpunkt dieses 1957 entstandenen Stückes stehen Hamm und Clov, zwei traurige Clowns, die in ihrem Anrennen und Anspielen gegen das Unausweichliche, den (eigenen) Tod, fast beiläufig die großen Fragen zur menschlichen Existenz und zum Sinn des Lebens stellen. Regie führte Gustav Rueb, der im Grillo-Theater zuletzt „Ein großer Aufbruch“ von Magnus Vattrodt (Spielzeit 2018/2019) inszeniert hat.

Ab 24. Oktober 2021 ist Der Mann, der eine Blume sein wollte nach dem Kinderbuch von Anja Tuckermann, Mehrdad Zaeri und Uli Krappen in der Casa zu erleben. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich traut, aus seinem Alltag auszubrechen und Neues zu wagen, um herauszufinden, wer er ist und was ihn glücklich macht. In ihrer Inszenierung verweben die Künstlerinnen und Künstler des Theaterkollektivs compagnie toit végétal Sprache, Bilder, Musik, Klänge und Geräusche zu einer Live-Film-Performance für alle ab 5 Jahren. Nach „Stromer“ ist dies das zweite Stück, das die compagnie toit végétal in der Casa zeigt. Es entsteht in Koproduktion mit Rotondes Luxemburg, dem Schauspiel Essen, der Schaubude Berlin und dem TAK Theater Liechtenstein.

Gotthold Ephraim Lessings 1779 entstandenes Theaterstück Nathan der Weise ist ein vielschichtiges Plädoyer für Toleranz und (religiöses) Miteinander. Auch nach fast 250 Jahren wird der Toleranz statt Rache lebende Nathan weltweit als Vorbild herangezogen und „Nathan der Weise“ ist Schulstoff. Nach spannenden Klassikerinszenierungen wie u. a. „Die Leiden des jungen Werther“ und „Peer Gynt“ wird Regisseur Karsten Dahlem Lessings Theaterstück für ein junges Publikum ab 16 Jahren in der Casa inszenieren. Premiere ist am 18. Dezember 2021.

Regisseur Thomas Ladwig, der bereits „Alles ist erleuchtet“ von Jonathan Safran Foer in der Casa inszenierte, setzt mit „Extrem laut und unglaublich nah“ im kommenden Frühjahr erneut ein Stück nach einem Roman des US-amerikanischen Autors in Szene. Das 2005 erschienene Buch erzählt vom neunjährigen Oskar Schell, der über den Verlust seines Vaters zutiefst verstört ist. Thomas Schell war am 11. September 2001 in den Twin Towers des World Trade Centers ums Leben gekommen. Nachdem Oskar in den Hinterlassenschaften seines Vaters einen geheimnisvollen Schlüssel entdeckt hat, macht er sich auf der Suche nach einem Türschloss, in das dieser passen könnte. Bei seiner Odyssee durch die Straßen New Yorks begegnet er vielen ungewöhnlichen Menschen und ihren Geschichten, um am Ende doch wieder auf die Spuren seines Vaters zu stoßen. – „Extrem laut und unglaublich nah“ war ursprünglich für die Spielzeit 2020/2021 geplant und feiert nun am 4. März 2022 auf der Casa-Bühne Premiere.

Auch in der nächsten Spielzeit wird Intendant Christian Tombeil die Tradition fortsetzen, Regieassistentinnen und -assistenten eine Inszenierung anzuvertrauen. So wird Zafer Tursun im Frühjahr 2022 ein Stück inszenieren, dessen Titel noch bekannt gegeben wird.


In der Theaterpädagogik wurden in der nun zu Ende gehenden Spielzeit Formate wie Workshops oder auch Projekte der StadtEnsembles digital und online umgesetzt, um das Angebot auch unter Corona-Bedingungen aufrecht zu erhalten. Wie es in der kommenden Saison ab Herbst weitergeht, ob digital oder live vor Ort, hängt von der Entwicklung des Pandemiegeschehens ab. Das wegen Corona ausgefallene interaktive Entdeckungsformat „Look at me. Schau mich an!“ wollen Aline Bosselmann und Marguerite Windblut so bald wie möglich nachholen: Wenn es die Pandemie-Situation zulässt, wird die Mobile Produktion für Kitas buchbar sein. Für das Frühjahr 2022 ist ein ganz besonderes Projekt geplant. Kinder- und Jugendtheater und -sparten aus Stuttgart, Leipzig, Dresden, Hannover und Essen vernetzen sich und bieten gemeinsam einen dezentralen Ferienworkshop für queere Jugendliche an, der vor Ort hoffentlich jeweils auch analog stattfinden kann.

Als Wiederaufnahmen sind in der nächsten Saison im Grillo-Theater u. a. Oscar Wildes Komödie „Bunbury - Ernst ist das Leben“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf (Who's Afraid of Virginia Woolf?)“ und der Liederabend „Best of 'After Midnight'“ mit Songs von Clapton, Cash und Cohen geplant. In die Casa kehren nach jetziger Planung Falk Richters Monolog „Fünf gelöschte Nachrichten“, „Die Marquise von O...“ nach der Novelle von Heinrich von Kleist und „Gift. Eine Ehegeschichte“ von Lot Vekemans zurück.

Wieder aufgenommen wird ab 16. September 2021 auch der Film „Der Reichsbürger (360°)“, mit dem sich das Essener Schauspiel im Mai 2021 erstmals in die Welt der Virtual Reality begeben hat. Thomas Krupas erfolgreiche Theaterinszenierung wurde dafür an die 360°-Perspektive angepasst und Zuschauerinnen und Zuschauer in Essen können dieses immersive Theatererlebnis via gelieferter VR-Brille zuhause erleben. Gefördert wird dieses Projekt von der Brost-Stiftung und es entstand in Kooperation mit collective archives.

Auch die Reihe „Jazz in Essen“ wird fortgesetzt, wobei vier Konzerte aus den vergangenen Spielzeiten, die abgesagt werden mussten, nun nachgeholt werden sollen und zwei weitere, neue Konzerte geplant sind, u. a. das Preisträgerkonzert mit dem Essener John-Dennis Renken, der in diesem Jahr mit dem „Jazz Pott“ ausgezeichneten wird.

Informationen zum Kartenkauf
Ab 23. Juni sind die Termine bis Ende September 2021 online veröffentlicht, und es besteht die Möglichkeit, Einzeltickets zunächst unverbindlich vorzubestellen. Hierzu steht ein Formular zur Verfügung, das an den Vorverkaufsstellen der TUP erhältlich ist bzw. auf der TUP-Website heruntergeladen werden kann. Eine Bearbeitung der Vorbestellungen ist ab Mitte Juli vorgesehen. Der allgemeine Kartenvorverkauf startet voraussichtlich Anfang August.

Keine Festplatz-Abonnements in der Spielzeit 2021/2022
Es ist davon auszugehen, dass in den Spielstätten der Theater und Philharmonie Essen (TUP) nach der Sommerpause zunächst noch pandemiegerechte Sitzpläne gelten werden und eine volle Ausschöpfung der Besucherkapazitäten erst im Verlauf der Spielzeit möglich ist. Das hat zur Folge, dass auch in der Saison 2021/2022 keine Festplatz-Abonnements angeboten werden können. Alternativ dazu werden attraktive Vorstellungspakete zusammengestellt, mit denen eine bestimmte Anzahl von Eintrittskarten zu einem rabattierten Preis mit Beginn des Vorverkaufs voraussichtlich Anfang August vorbestellt bzw. erworben werden können. Ausführliche Informationen zu diesen Packages werden in einer später erscheinenden separaten Service-Broschüre sowie online unter www.theater-essen.de veröffentlicht.

TicketCenter, II. Hagen 2, 45127 Essen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit:
Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr
T 02 01 81 22-200 | F 02 01 81 22-201 | tickets@theater-essen.de

Kasse im Aalto-Theater, Opernplatz 10, 45128 Essen
Öffnungszeiten: Di-Sa 13:00-18:00 Uhr

Mit Beginn der Sommerpause (ab 5. Juli 2021) ändern sich die Öffnungszeiten.

Über alle Änderungen informiert die Theater und Philharmonie Essen laufend aktuell auf der Website der TUP (www.theater-essen.de) sowie mit den digitalen Newslettern und gedruckten Monatsspielplänen (kostenfreie Anmeldung bzw. Bestellung jeweils über die Website).
15.06.2021
Aalto Ballett Essen veröffentlicht Programm der kommenden Saison
Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh sowie Dramaturgin Svenja Gottsmann und Dramaturg Christian Schröder stellen das Programm der Spielzeit 2021/2022 vor.
Essen. Der Essener Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh hat heute bei einer Pressekonferenz im Aalto-Theater das Programm für die Spielzeit 2021/2022 vorgestellt. Nach einem anstrengenden Jahr, das weitestgehend durch den Lockdown geprägt war, blickt Van Cauwenbergh zuversichtlich nach vorn auf seine 14. Saison in Essen. Neben hochkarätigem Spitzentanz erwartet das Publikum leidenschaftliches Tanztheater allerhöchsten Ranges. „Wir wollen unser Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm verwöhnen. Aber vor allem wollen wir wieder Handlungsballette zeigen, auf die wir in den vergangenen eineinhalb Spielzeiten verzichten mussten.“ So wird nach dem großen Erfolg von „Onegin“ im Aalto-Theater ab Herbst 2021 mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein weiteres Meisterwerk von John Cranko in Essen zu sehen sein. Und im Frühjahr 2022 kommt ein zweites, hochdramatisches Handlungsballett des 20. Jahrhunderts erstmals zur Aufführung im Aalto-Theater: Die Essener Ballett-Compagnie präsentiert zu live gespielten Klavierstücken von Sergej Rachmaninow „Drei Schwestern“ des russischen Choreografen und ehemaligen Tänzers Valery Panov. Beteiligt an dieser spartenübergreifenden Produktion sind auch zwei Schauspieler, die Passagen aus Anton Tschechows Stück sprechen. Besonders freut Ben Van Cauwenbergh auch, dass das Aalto Ballett Essen im Januar 2022 mit „Schwanensee“ ins Teatro de la Maestranza in Sevilla eingeladen ist. Es ist nach „Romeo und Julia“ 2016 das zweite Gastspiel der Aalto-Compagnie in der spanischen Metropole.

Ab 30. Oktober 2021 zeigt die Essener Compagnie John Crankos 1969 uraufgeführtes Handlungsballett „Der Widerspenstigen Zähmung“ nach Shakespeares gleichnamiger Komödie. Darin dreht sich alles um die Suche nach einem Ehemann für die unnahbare Katharina. Der Draufgänger Petrucchio scheint der richtige zu sein ... Ein amüsanter Geschlechterkampf, bei dem sich die widerspenstige Katharina schon 1593 als eine erstaunlich emanzipierte Frauenfigur erweist. Als Musik wählte Cranko Klavier-Sonaten des Barockkomponisten Domenico Scarlatti, die Kurt-Heinz Stolze für dieses Ballett orchestrierte.

Mit „Drei Schwestern“ schuf der Choreograf und ehemalige Solotänzer Valery Panov 1984 ein sehr bewegendes Kammerspiel nach dem gleichnamigen Stück von Anton Tschechow. Dabei konzentrierte sich Panov ganz auf das Schicksal der Geschwister Irina, Mascha und Olga. Getanzt wird zu Klavierkompositionen von Sergej Rachmaninow, die live gespielt werden. Zwei Schauspieler rezitieren dazu Passagen aus dem Dramentext von Tschechow. Premiere für dieses spartenübergreifende Handlungsballett ist am 9. April 2022 im Aalto-Theater.

Darüber hinaus dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf ein Wiedersehen mit den großbesetzten Klassikern „Schwanensee“ und „Dornröschen“ freuen. Außerdem sind die beiden Rockballette „Tanzhommage an Queen“ und „Rock around Barock“ wieder im Programm. Und ab 3. Oktober 2021 wird es Gelegenheit geben, die beiden Tanzabende „Passions“ und „Keep Moving!“ als Doppelabend im Aalto-Theater zu erleben. Darin treffen moderne Tanzklassiker auf Kreation junger Choreografen und romantische Pas de deux auf spektakuläre Ensemble-Stücke.

Das neue Aalto-Programmheft, das wegen der durch die Pandemie bedingten Planungsunsicherheit zunächst nur die erste Spielzeithälfte bis einschließlich Januar 2022 ausführlich vorstellt, steht ab sofort zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. Ab 17. Juni liegt es auch im TicketCenter und in den Häusern der Theater und Philharmonie Essen aus. In einer zweiten Programmbroschüre, die im Dezember erscheint, informiert das Aalto-Theater über die Termine von Februar bis Juli 2022. Die Service-Informationen zu Kartenkauf, Eintrittspreisen, Öffnungszeiten des TicketCenters, Anfahrt, Schutzkonzept und zu vielem mehr werden in diesem Jahr erstmals in einer separaten Broschüre erscheinen.


Keine Festplatz-Abonnements in der Spielzeit 2021/2022
Es ist davon auszugehen, dass in den Spielstätten der Theater und Philharmonie Essen (TUP) nach der Sommerpause zunächst noch pandemiegerechte Sitzpläne gelten werden und eine volle Ausschöpfung der Besucherkapazitäten erst im Verlauf der Spielzeit möglich ist. Das hat zur Folge, dass auch in der Saison 2021/2022 keine Festplatz-Abonnements angeboten werden können. Alternativ dazu werden attraktive Vorstellungspakete zusammengestellt, mit denen eine bestimmte Anzahl von Eintrittskarten zu einem rabattierten Preis mit Beginn des Vorverkaufs voraussichtlich Anfang August vorbestellt bzw. erworben werden kann. Ausführliche Informationen zu diesen Packages werden in einer später erscheinenden separaten Service-Broschüre sowie online unter www.theater-essen.de veröffentlicht.

TicketCenter
II. Hagen 2, 45127 Essen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit:
Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr
T 02 01 81 22-200 | F 02 01 81 22-201 | tickets@theater-essen.de

Aalto-Theater
Opernplatz 10, 45128 Essen
Öffnungszeiten: Di-Sa 13:00-18:00 Uhr

Über alle Änderungen informiert die Theater und Philharmonie Essen laufend aktuell auf der Webseite der TUP (www.theater-essen.de) sowie mit den digitalen Newslettern und gedruckten Monatsspielplänen (kostenfreie Anmeldung bzw. Bestellung jeweils über die Webseite).
04.06.2021
Zu den Premieren im Juni bietet die Theaterpädagogik des Schauspiel Essen digitale Workshops an
Theaterpädagoge Marguerite Windblut (c) Volker Wiciok
Essen. Das Schauspiel Essen öffnet Anfang Juni wieder seine Türen und feiert gleich mit zwei Stücken Premiere. Wer sich gerne gemeinsam mit anderen – über das Internet – auf diese Inszenierungen einstimmen und mehr über Proben und Hintergründe erfahren möchte sowie in Rollen und Szenen des Abends schlüpfen will, sollte an den digitalen Workshops teilnehmen, die die Theaterpädagogik des Schauspiels zu den Inszenierungen anbietet: Am Dienstag, 8. Juni werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem hochaktuellen Stück „Fünf gelöschte Nachrichten“ (Inszenierung: Damian Popp) beschäftigen, in dem ein Schauspieler durch den Lockdown im Frühjahr 2020 völlig auf sich selbst zurückgeworfen wird. In dem digitalen Workshop am Mittwoch, 9. Juni wird es um Oscar Wildes Komödie „Bunbury – Ernst ist das Leben“ (Inszenierung: Susanne Lietzow) gehen. „Es klingt vielleicht ungewohnt, sich digital für einen theaterpraktischen Workshop zu treffen, doch auch im Internet lässt sich Theater machen – und das mit maximalem Spaß. Der digitale Spielraum ermöglicht es uns, direkt von zuhause in verschiedene Gedankenwelten zu reisen“, verspricht Theaterpädagoge Marguerite Windblut.

Die Workshops finden jeweils von 19:00 – 21:00 Uhr statt und sind geeignet für alle ab 16 Jahren.
Anmeldungen bei marguerite.windblut@tup-online.de sind noch bis Montag, 7. Juni, 18:00 Uhr möglich. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Karten für Vorstellungen sind im TicketCenter erhältlich.
Weitere Informationen unter www.schauspiel-essen.de
17.05.2021
Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung am Schauspiel Essen kommt zunächst online zur Aufführung
Ensemble in Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung "Früchte des Zorns" nach dem Roman von John Steinbeck
Essen. Eigentlich war die Premiere von Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung „Früchte des Zorns“ für Ende April 2021 im Essener Grillo-Theater geplant. Wegen des anhaltenden Pandemiegeschehens kann sie letztendlich nicht live über die Grillo-Bühne gehen und wird in die nächste Spielzeit verschoben. Damit die Zuschauerinnen und Zuschauer aber nicht ganz auf die Aufführung in dieser Saison verzichten müssen, hat sich das Team des Schauspiel Essen dazu entschieden, das Stück nach John Steinbecks berühmten Roman als Stream vorab im Internet zu zeigen. Die Inszenierung wurde zum Abschluss der Probenzeit im Grillo-Theater von der Wuppertaler Produktionsfirma Siegersbusch aufgezeichnet und wird am 21. und 30. Mai sowie am 6., 11. und 18. Juni, jeweils ab 19:00 Uhr für jeweils 24 Stunden auf dem Streaming-Portal www.dringeblieben.de zu sehen sein.

John Steinbecks Roman „Früchte des Zorns“ spielt im Amerika der 1930er Jahre: Nach Dürre und Missernten ziehen die Farmer Oklahomas zu hunderttausenden heimat- und mittellos in den vermeintlich goldenen Westen. Doch statt Arbeit und Wohlstand erwarten die sogenannten „Okies“ Hass und Ausgrenzung der Einheimischen. Unter den Schutzsuchenden befindet sich die Familie Joad. Zunächst optimistisch, dann immer verzweifelter kämpfen die Joads um Würde, persönliches Glück und den Zusammenhalt der Familie.
Vor dem konkreten historischen Hintergrund beschreibt Steinbeck in seinem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Epos die großen und zeitlosen Themen einer Welt, die immer schon von Migration und sozialer Ungleichheit geprägt ist. „Früchte des Zorns“ porträtiert die Ankommenden und die bereits Dagewesenen und fragt uns auch im Heute: Sind wir tatsächlich bereit zu teilen? Und wie zynisch ist es, von „westlichen Werten“ angesichts der Gewalt an „sicheren Außengrenzen“ zu sprechen?

Es spielen in der von der GENO BANK Essen geförderten Inszenierung Dennis Bodenbinder, Thomas Büchel, Lene Dax, Alexey Ekimov, Ines Krug, Stefan Migge, Jan Pröhl, Sven Seeburg, und Silvia Weiskopf. Bühne: Thilo Reuther, Kostüme: Pia Maria Mackert, Videografie: Alexandra Costa Pinto, Maske: Karola Baumgart, Dramaturgie: Simon Meienreis

Die Aufführung dauert 90 Minuten. Um sich den kostenfreien Stream anzusehen, reicht für die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Registrierung mit ihrer E-Mail-Adresse auf www.dringeblieben.de. Sie bekommen dann per E-Mail einen Code zugeschickt, mit dem sie sich zum gewünschten Termin die Vorstellung kostenlos und bequem zuhause ansehen können. Weitere Informationen und die direkte Verlinkung zum Streamingportal auf www.schauspiel-essen.de
28.04.2021
Schauspiel Essen startet am 6. Mai 360°-Aufführung von „Der Reichsbürger“
Stefan Diekmann in Thomas Krupas Inszenierung "Der Reichsbürger". (c) Martin Kaufhold
Essen. Auf das Live-Erlebnis einer Aufführung in einem Theater muss das Publikum seit vielen Monaten verzichten. So begibt sich das Schauspiel Essen nun erstmals in die Welt der virtuellen Realität und ermöglicht Zuschauerinnen und Zuschauern in Essen via Virtual-Reality-Brille Theater hautnah zuhause zu erleben. Als erstes Projekt hat das Team um Intendant Christian Tombeil Thomas Krupas erfolgreiche Inszenierung „Der Reichsbürger“ ausgewählt. Sie wurde an die Erfordernisse der 360°-Perspektive angepasst und um ein in Deutschland derzeit einmaliges räumliches Ambisonic-Klangerlebnis erweitert. So ist aus der Theaterinszenierung, die in der Spielzeit 2019/2020 in der Box Premiere feierte, ein ganz eigenständiger Virtual-Reality-Film entstanden.

Ab Donnerstag, 6. Mai können sich Essener Bürgerinnen und Bürger das immersive Theatererlebnis, bei dem sie regelrecht in die Bühnenwelt eintauchen können, im Stadtgebiet von Essen nach Hause liefern lassen und damit auch in Zeiten eingeschränkter Bewegungsfreiheit so nah dran sein wie niemals zuvor. „Als Zuschauender steckt man mitten im Geschehen und es mutet so an, als würde Schauspieler Stefan Diekmann nur für einen selbst spielen“, erläutert Christian Tombeil das VR-Erlebnis.

In dem Stück von Konstantin und Annalena Küspert geht es um sogenannte "Reichsbürger". Zu ihrem Credo gehört, dass sie die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen, denn ihrem Geschichtsverständnis nach ist die Besatzung Deutschlands nie beendet worden und die Bundesrepublik ausschließlich ein Konstrukt der Alliierten. Für Reichsbürger besteht somit das Deutsche Reich fort. – Grund genug für sie, sich aus dem Gesellschaftsvertrag zurückzuziehen, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Legitimation abzusprechen und zu glauben, dass sie die Exekutive selbst in die bewaffnete Hand nehmen können.
Die Autoren beleuchten die Psyche eines Reichsbürgers, der weit davon entfernt ist, wie ein aggressiver Verschwörungsfanatiker daherzukommen, und nähern sich dabei ebenso bissig wie aufklärerisch diesem irritierenden gesellschaftlichen Phänomen.

Für Regie und Bühne sowohl der Inszenierung als auch des Films zeichnet Thomas Krupa verantwortlich, die Musik wurde von Hannes Strobl komponiert und produziert. Es spielt Stefan Diekmann. 360°-Videoaufzeichnung und Postproduktion: Tobias Bieseke, Set-Ton und Video: Adrian Kareev, Spatial Audio Postproduction: Thomas Koch, Lichtdesign: Christian Sierau, Dramaturgie: Vera Ring, Produktions- und Ausstattungsleitung: Friederike Külpmann, Technische Koordination VR-Equipment: Markus Hesse


Wir bedanken uns bei der Brost-Stiftung für die Förderung des VR-Projektes.
Der 360°-Film entstand in Kooperation mit collective archives.

Das 360°-Theatererlebnis zuhause können Interessentinnen und Interessenten aus Essen im Webshop der Theater und Philharmonie Essen buchen. Nach der Buchung wird die bestellte VR-Brille inklusive abspielbereitem Film „Der Reichsbürger (360°)“ im Stadtgebiet von Essen durch den Kurierdienst STADTBOTE zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause geliefert und ein paar Stunden später auch wieder abgeholt. „Es soll in der Anwendung sehr einfach sein. Die gelieferte VR-Brille und die Kopfhörer müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer nur aufsetzen und schon geht’s los“, verspricht Christian Tombeil. Die Auslieferung der VR-Brillen erfolgt nach hygienischen Standards.


Buchungen für die VR-Vorstellungen „Der Reichsbürger (360°)“ im Mai können ab Montag, 3. Mai vorgenommen werden. Premiere ist am 6. Mai.
Kosten für eine Buchung inkl. Lieferung und Abholung der VR-Brille (ausschließlich) im Stadtraum von Essen:
€ 25,00.
Mehr Infos, Vorstellungstermine und Buchungen unter www.schauspiel-essen.de.