Pressemitteilungen

Hier finden Sie Pressemitteilungen aller Sparten der Theater und Philharmonie Essen.
08.05.2020
Das Festival Unruh® vom 20. - 23. Mai erstmals digital
Ruhrgebiet. Die aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben auch Auswirkungen auf die Theaterarbeit von und mit Jugendlichen im Ruhrgebiet: Neben der Einstellung von Spiel- und Probenbetrieb sind auch die Treffen von Jugendclubs, Workshop-Angebote oder bereits geplante Festivals betroffen. Um das seit 2002 alljährlich stattfindende Festival Unruh® auch in diesem Frühjahr durchführen zu können, haben die acht beteiligten Theater für ihren traditionellen Treffpunkt der Jugendtheatergruppen der Schauspielhäuser des Ruhrgebiets nun ein Alternativkonzept für diese Ausnahmesituation entwickelt: Unruh® 2020 digital! Vom 20. - 23. Mai präsentieren junge Ensembles vom Schauspiel Essen, Schauspiel Dortmund/KJT Dortmund, Theater Duisburg, Schauspielhaus Bochum, Theater Oberhausen, Theater an der Ruhr Mülheim und Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel ihre Angebote via instagram (@festivalunruhr), die neu gestaltete UnruhR-Homepage sowie weitere digitale Plattformen.

„Mit der digitalen Alternativ-Version des Festivals wollen wir einerseits die lange Tradition des Zusammenkommens und des gegenseitigen Austausches fortsetzen und andererseits deutlich machen, wie man durch Flexibilität und Kreativität konstruktiv und innovativ mit den gegebenen Umständen umgehen kann“, unterstreicht Aline Bosselmann, Theaterpädagogin am Schauspiel Essen. Die Jugendtheatergruppen würden auf diese Weise die Erfahrung machen, dass sie durch Umdenken und das Einschlagen neuer Wege trotz der Pandemie ihre Projekte fortführen können. „In den Stückentwicklungen bzw. -erarbeitungen steckt die Arbeit von über einem halben Jahr Proben, in denen Jugendliche ihre Gedanken und Gefühle, gruppendynamische Prozesse, persönliche Themen und Konflikte und gesellschaftsrelevante Fragen sichtbar machen wollen“, ergänzt Josephine Raschke, die Produktionsleiterin des diesjährigen Festivals, dies gelte es wertzuschätzen und den Jugendlichen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. „Wir wollen mit der einmaligen Digitalisierung des Festivals erreichen, dass die Ergebnisse aus den persönlichen Proben- und Schreibprozessen trotz Pandemie-Auflagen Blüten tragen und der Welt ‚Hallo‘ sagen können“, so Bosselmann.

Unterstützung für die digitale Umsetzung des Festivals bekommen die Gruppen von Josephine Raschke, Laura Zielinski, Genoveva Wieland und Carolin Pfänder, die sich aus dem Studium der Szenischen Forschung der Uni Bochum kennen. Sie koordinieren die Beiträge und erstellen rund fünf Tage vor Beginn des Festivals einen Redaktionsplan, nach dem täglich von 10 - 20 Uhr die neuen Beiträge, Kunstprojekte, Verlinkungen auf andere Webseiten (z. B. YouTube, Homepage) und Formate der Gruppen auf Instagram veröffentlicht werden.

Einige der Programmpunkte finden in einem geschützten Rahmen nur für die teilnehmenden Gruppen statt. Bei der Auswahl ihrer Themen und Präsentationsformen haben die Gruppen selbstverständlich freie Hand. Sie können sich mit den Eigenproduktionen oder Stücken der Theaterliteratur auseinandersetzen, die sie im Rahmen des ursprünglich geplanten regulären Festivals gezeigt hätten. Dabei könnten Fragen wie „Was machen ihre Bühnenfiguren jetzt?“, „Wie würden sie in den sozialen Medien auftreten?“ oder „Würden sie sich begegnen?“ behandelt werden. Auch das Theater selbst könnte zum Gegenstand der Betrachtung werden: Was könnte digitales Theater sein? Wohin soll sich Theater entwickeln? Was ist eigentlich alles eine Bühne und muss die immer aus Holz oder Tanzboden sein? Und da sich das Theater ja auch häufig mit aktuellen, die Gesellschaft bewegenden Umständen befasst, könnte ein weiterer thematischer Schwerpunkt die derzeitige Situation selbst sein: Welche Auswirkungen hat sie auf die Gruppe und jeden Einzelnen? Was sind Chancen dieser Zeit? Wie gehen die Spielerinnen und Spieler praktisch damit um?

„Wir wollen keine Vorgaben machen, sondern Anregungen geben“, betont Josephine Raschke, „die inhaltlichen Themen können natürlich ineinander übergehen und es können auch weitere Themen einfließen.“ Dies gilt übrigens auch für die Präsentation: Die Gruppen entscheiden selbst, welche Formate sie wählen. So können sie ihre Ergebnisse einmalig, mehrfach oder regelmäßig an vier Tagen zur gleichen Uhrzeit zeigen, sie können es live oder vorproduziert machen und sie können zwischen Videos, Fotos, Texten, Bildergalerien, Streams oder Verlinkungen zu einer anderen Plattform wählen.

Diese Vielfalt eröffnet allen Teilnehmenden, aber auch einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, auf die Beiträge schnell zu reagieren und damit in einen Austausch zu kommen, z. B. per Live-Chat auf YouTube, Kommentarfunktion unter Beiträgen oder Likes, wobei die Kuratorinnen vom Festival-Team die unterschiedlichen Austauschformate moderieren werden.

Traditionell gehören zum UnruhR-Festival auch Workshops für teilnehmende Jugendliche. Diese wird es auch in der digitalen Version geben: Zu den Themen Szenisches Schreiben, Schauspiel, Tanzen und Bewegung, Clowns-Workshop und Physical Theatre werden
Video-Tutorials oder Live-Streamings zur Verfügung gestellt.

Das UnruhR-Festival wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Festival Unruh® 2020, das 19. Treffen der Jugendtheatergruppen der Schauspielhäuser im Ruhrgebiet, vom 20. - 23. Mai 2020 auf instagram: @festivalunruhr
Homepage: www.festivalunruhr.de (ab dem 9. Mai) und https://www.instagram.com/festivalunruhr/

30.04.2020
Aufsichtsrat der TUP setzt die bisherige Prokuristin und Finanzchefin zunächst kommissarisch ein
Der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) hat auf seiner Sitzung am 29. April die bisherige Prokuristin und Finanzchefin der TUP Karin Müller zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Sie wird den Fünf-Sparten-Betrieb ab 1. Mai zunächst kommissarisch und nach der Bestätigung durch den Rat der Stadt Essen zwei weitere Jahre leiten. Karin Müller gehört dem Unternehmen seit Juli 1984 an, zuletzt als Verantwortliche für die Bereiche Finanzen, EDV und Vertrieb.

Franz-Josef Britz, Vorsitzender des TUP-Aufsichtsrates betont: "Karin Müller hat in den vergangenen Jahren als Finanzverantwortliche erheblich mit dazu beigetragen, dass die TUP heute wirtschaftlich sehr gut aufgestellt ist. In der aktuell für uns alle schwierigen Lage ist sie genau die richtige Person, um die besonderen Herausforderungen der kommenden Zeit zu bewältigen. Sie ist seit langem mit dem Unternehmen verbunden, kennt die Belegschaft und wird vor diesem Hintergrund nicht zuletzt für eine gute und fruchtbare Kommunikation innerhalb der TUP sorgen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit."

Karin Müller sagt zu ihrer Ernennung: "Ich freue mich natürlich, dass der Aufsichtsrat mir das Vertrauen schenkt, diesen wichtigen Kulturbetrieb mit seinen fünf strahlkräftigen Sparten zu leiten. Wichtig ist mir zunächst einmal, in der aktuell schwierigen Situation für den Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen zu sorgen und alles dafür zu tun, dass wir unserem Publikum in den kommenden Monaten auch bei veränderten Rahmenbedingungen ein hochwertiges Programm anbieten können."
22.04.2020
Aalto Ballett Essen veröffentlicht Programm der kommenden Spielzeit
Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh und Hein Mulders, Intendant des Aalto-Musiktheater, der Essener Philharmoniker und der Philharmonie Essen, präsentieren das neue Jahresheft für die Spielzeit 2020/2021

Berühmte Tanzstücke des 20. Jahrhunderts

Aalto Ballett Essen veröffentlicht Programm der kommenden Spielzeit
Heute hat das Aalto Ballett Essen sein Programm für die Saison 2020/2021 veröffentlicht und damit die Premieren der neuen Spielzeit bekannt gegeben. „Das Publikum darf sich auf sehr unterschiedliche Werke großer Choreografen des 20. und 21. Jahrhunderts freuen: Die Palette reicht von einem hochkarätigen Handlungsballett mit Spitzentanz bis zu leidenschaftlichem Tanztheater allerhöchsten Ranges“, verspricht der Essener Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh. Nach dem großen Erfolg von „Onegin“ wird ab Herbst 2020 mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein weiteres Meisterwerk von John Cranko im Aalto-Theater zu sehen sein. Und im Frühjahr 2021 feiert unter dem Titel „Passions“ ein vierteiliger Abend Premiere, der Stücke von Edward Clug, Jiří Kylián und Roland Petit beinhaltet. Dabei ist es Van Cauwenbergh „eine große Ehre, gleich zwei Choreografien von Jiří Kylián zu präsentieren, der vor einem Jahr in die Académie des Beaux Arts in Paris aufgenommen wurde“. 2016 hat Kylian bereits mit „Archipel“ einen vierteiligen Abend für die Aalto-Compagnie kreiert.

Ab 24. Oktober 2020 zeigt die Essener Compagnie John Crankos 1969 uraufgeführtes Handlungsballett „Der Widerspenstigen Zähmung“ nach Shakespeares gleichnamiger Komödie. Darin dreht sich alles um die Suche nach einem Ehemann für die unnahbare Katharina. Der Draufgänger Petrucchio scheint der richtige zu sein ... Ein amüsanter Geschlechterkampf, bei dem sich die widerspenstige Katharina schon 1593 als eine erstaunlich emanzipierte Frauenfigur erweist. Als Musik wählte Cranko Klavier-Sonaten des Barockkomponisten Domenico Scarlatti, die Kurt-Heinz Stolze für dieses Ballett orchestrierte.

In „Passions“ erwartet die Zuschauer ein Mosaik, das aus vier Tanzstücken zusammengesetzt ist und rund 80 Jahre Ballettgeschichte nachvollzieht: „Le jeune homme et la mort“ von Roland Petit ist ein weltberühmter, moderner Klassiker des Tanztheaters von 1946. In der bewegenden Geschichte geht es um einen jungen Mann, der von seiner Geliebten in den Selbstmord getrieben wird. In den beiden Stücken „Falling Angels“ (1989) und „Sarabande“ (1990) von Tanzlegende Jiří Kylián wird das Thema Leidenschaft weitergeführt, allerdings auf eine witzige und augenzwinkernde Weise. Den Abend abrunden wird Edward Clugs 2017 entstandene Choreografie „Proof“, deren atemberaubend neue, abstrakte, doch auch sinnliche Tanzsprache zuweilen an Petit und Kylian anknüpft. Premiere dieses außergewöhnlichen Ballettabends, der vom Freundeskreis Theater und Philharmonie
Essen e. V. gefördert wird, ist am 17. April 2021 im Aalto-Theater.

Mit den Wiederaufnahmen „Dornröschen“, „Der Nussknacker“ und „Schwanensee“ werden auch in der kommenden Spielzeit die drei großenBallettklassiker von Pjotr I. Tschaikowski auf dem Programm stehen. Außerdem sind die beiden Rockballette „Tanzhommage an Queen“ und „Rock around Barock“ wieder zu erleben. Und nach längerer Pause kehrt Ben Van Cauwenberghs Soiree française „La vie en rose“ am 18. März 2021 zurück ins Aalto-Theater.

An den spartenübergreifenden TUP-Festtagen Kunst5, die vom 5. – 14. März 2021 unter dem Motto „wahl|verwandt“ stattfinden, wird sich das Ballett mit „Rock around Barock“ und „Schwanensee“ beteiligen.

Ballettchef Ben Van Cauwenbergh sowie die Aalto-Dramaturgen Christian Schröder und Svenja Gottsmann stellen die Premieren und Wiederaufnahmen in einem Video vor, das auf der Website des Balletts (https://www.theater-essen.de/ballett/) und den Social Media-Kanälen Facebook, Youtube und Instagram abrufbar ist.
Das neue Aalto-Spielzeitheft für die Saison 2020/2021 steht ab sofort unter www.theater-essen.de zur Einsicht und zum Download zur Verfügung und ist an der Aalto-Theaterkasse erhältlich.


Tickets:

Festplatz-Abonnentinnen und -Abonnenten des Aalto-Theaters können exklusiv in der Zeit vom 23. April bis 8. Mai 2020 einen Neuabschluss, einen Platztausch oder einen Abonnement-Wechsel vornehmen.

Abo-Bestellungen sind auf folgenden Wegen möglich:
· schriftlich an: Theater und Philharmonie Essen, TicketCenter, II. Hagen 2, 45127 Essen (Formulare erhältlich unter www.theater-essen.de)
· per E-Mail an: tickets@theater-essen.de
· telefonisch unter: 02 01 81 22-200 (Montag bis Samstag, 10:00 bis 15:00 Uhr)
· persönlich an der Kasse im Aalto-Theater, Opernplatz 10, 45128 Essen (Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 13:00 bis 18:00 Uhr)

Der Vorverkauf für die Saison 2020/2021 beginnt voraussichtlich am 9. Mai 2020.
Dieser Termin gilt auch für Käuferinnen und Käufer eines Wahl-Abonnements.

Aktuelle Informationen und mögliche Änderungen werden unter www.theater-essen.de veröffentlicht.


17.04.2020
Theater und Philharmonie Essen sagt alle Veranstaltungen bis zur Sommerpause ab
Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) hat alle Veranstaltungen in ihren Spielstätten Aalto-Theater, Philharmonie Essen, Grillo-Theater sowie Casa und Box bis zum Ende der laufenden Spielzeit 2019/2020 abgesagt. Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Situation kann der Spielbetrieb bis zum Sommer aus organisatorischen Gründen nicht wieder aufgenommen werden.
Für telefonische Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TicketCenters von montags bis samstags, jeweils von 10:00 bis 15:00 Uhr gerne zur Verfügung.
31.03.2020
Artist in Residence ist Sir Antonio Pappano. Künstlerporträts zum Pianisten Igor Levit und zur Akademie für Alte Musik Berlin. Schwerpunktreihe mit sieben Countertenören.
Die Philharmonie Essen hat ihr Programm für die Spielzeit 2020/2021 veröffentlicht. Artist in Residence ist der Dirigent Sir Antonio Pappano, der als Musikdirektor der Royal Opera in London seit 18 Jahren Herausragendes leistet und gleichzeitig das in Rom beheimatete Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia auf ein internationales Topniveau geführt hat. Sieben Konzerte und ein Künstlergespräch zeigen das große Spektrum seines künstlerischen Wirkens: Zweimal wird der Brite mit italienischen Wurzeln am Pult seines römischen Orchesters zu erleben sein, außerdem leitet er mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe weitere international profilierte Klangkörper. Yuja Wang, Jean-Yves Thibaudet, Igor Levit und Julia Fischer werden diese Konzerte als Solisten begleiten. Auch Pappano selbst wird als Instrumentalist zu erleben sein: Neben Rossinis „Petite Messe solennelle“, die der ausgebildete Pianist vom Klavier aus leitet, präsentiert er gemeinsam mit zwei Musikern der Accademia ein kammermusikalisches Brahms-Programm. Eröffnen wird die Residency das Sestetto Stradivari, das ebenfalls aus Mitgliedern des Orchesters besteht.

Der Pianist Igor Levit tritt nicht nur als Solist an der Seite von Sir Antonio Pappano mit Schumanns Klavierkonzert, sondern im Rahmen eines eigenen Künstlerporträts in insgesamt vier Konzerten sowie einem Gespräch in Erscheinung. In einem Solorecital widmet er sich Beethovens letzten drei Klaviersonaten, außerdem interpretiert er gemeinsam mit dem jungen Tenor Simon Bode Schuberts „Winterreise“ sowie mit dem Hagen Quartett Werke von Mozart und Schostakowitsch.

Für ein weiteres Künstlerporträt kommt mit der Akademie für Alte Musik Berlin eines der renommiertesten Ensembles für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts nach Essen: In drei Konzerten stehen Händels „Messiah“, Pergolesis „Stabat Mater“ sowie Werke von Mozart, Johann Christoph Friedrich Bach und Johann Christian Bach auf dem Programm.

Einen Schwerpunkt bildet darüber hinaus eine Konzertreihe, in der sich gleich sieben erstklassige Countertenöre präsentieren. Mit Franco Fagioli als Oreste in Händels gleichnamiger Oper und Philippe Jaroussky sind zwei Stars der Szene zu Gast. Jakub Józef Orliński und Valer Sabadus zählen zu den wichtigen Namen der jüngeren Generation. Tim Mead, Damien Guillon und Carlo Vistoli haben sich als versierte Barock-Interpreten längst auf den internationalen Bühnen etabliert.

Das Eröffnungskonzert der neuen Saison würdigt noch einmal Ludwig van Beethoven als den großen Jubilar dieses Jahres: Anne-Sophie Mutter interpretiert dessen Violinkonzert, begleitet wird sie vom Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck. Weitere Höhepunkte im sinfonischen Programm sind darüber hinaus Auftritte von Fabio Luisi und der Philharmonia Zürich, Sir András Schiff und der Staatskapelle Dresden, Vladimir Jurowski und dem London Philharmonic Orchestra, Teodor Currentzis und dem SWR Symphonieorchester, Lahav Shani und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, Christoph Eschenbach und dem Konzerthausorchester Berlin, Daniele Gatti und dem Mahler Chamber Orchestra, Omer Meir Wellber und dem BBC Philharmonic Orchestra sowie Daniel Hope und dem Zürcher Kammerorchester. Besondere Akzente setzen hier außerdem Solisten wie Janine Jansen, Beatrice Rana, Patricia Kopatchinskaja, Daniil Trifonov und Midori.

Die Reihe „Große Stimmen“ wird prominent zum Klingen gebracht unter anderem von Diana Damrau, die ihren einzigen Liederabend in Deutschland geben wird, Joyce DiDonato mit einem Programm zwischen Barock und Jazz, Ian Bostridge mit einer Reminiszenz an Beethoven sowie Christian Gerhaher mit einem Schubert-Liederabend. Die Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“, geprägt durch den Countertenor-Schwerpunkt und die Akademie für Alte Musik Berlin, bietet neben Händels konzertant aufgeführter Oper „Oreste“ (mit Il Pomo d’Oro), Bachs „Weihnachtsoratorium“ (mit der Gaechinger Cantorey) und Händels „Messiah“ (mit dem RIAS Kammerchor Berlin) auch ein Wiedersehen mit Concerto Copenhagen, Isabelle Faust sowie Evgeni Koroliov, der den zweiten Teil von Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ interpretieren wird. Zu den weiteren Pianisten, die das Publikum in der kommenden Spielzeit begrüßen kann, gehören Anna Vinnitskaya, Jan Lisiecki sowie Arthur und Lucas Jussen. Exquisite Kammermusikprogramme sind etwa zu erleben mit dem Artemis Quartett, Sol Gabetta und Bertrand Chamayou, Igor Levit und dem Hagen Quartett sowie Jörg Widmann und András Schiff. Die Orgel-Reihe setzt neben Recitals mit Iveta Apkalna, Wayne Marshall, einem gemeinsamen Konzert mit dem Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame Olivier Latry und dem französischen Pianisten Éric Le Sage sowie dem traditionellen Preisträgerkonzert ein besonderes Ausrufezeichen durch ein Festkonzert zum 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft von Essen und Nischni Nowgorod.

Zu den wichtigen Jazz-Interpreten der Spielzeit 2020/2021 gehören John Scofield und Dave Holland, Gilberto Gil, Till Brönner, Bugge Wesseltoft, die furiose Band „Hildegard lernt fliegen“, Dhafer Youssef und die hr-Bigband sowie die WDR Big Band, die sich mit ihrem neuen Konzertformat „Very personal“ dem Philharmonie-Publikum einmal ganz anders vorstellen wird. Im Bereich Entertainment kommt es zu Beginn der Saison zu einer weiteren Ausgabe des erfolgreichen Formates „Very British“, bevor die legendären Bläck Fööss aus Köln auf ihrer Tournee zum 50-jährigen Bandjubiläum in Essen Station machen. Außerdem gibt es ein „Swingin’ Silvester“ mit dem Swing Dance Orchestra, die besten Hits der 90er Jahre mit der Neuen Philharmonie Westfalen, ein Tango-Konzert zum 100. Geburtstag von Astor Piazzolla mit dem WDR Funkhausorchester sowie einen musikalischen Querschnitt durch die vergangenen Jahrhunderte mit Salaputia Brass.

Neue Farben kommen mit den „Sounds of Heimat“ in die Philharmonie Essen: Die Fortführung der Reihen und Festivals „Sounds of Africa“ und „Sounds from East to West“ aus den vergangenen Spielzeiten schlägt eine musikalische Brücke zu frischen Klängen aus aller Welt, die den Begriff „Heimat“ sehr persönlich deuten und auch den Blick entfernter Kulturen auf die europäische Musik einschließen. Zu Gast sind hier das Berlin Oriental Quartet, das Ayça Miraç Quartett, das Ensemble Dengê Destan und das Kioomars Musayyebi Quartett.

Ein besonderes Jubiläum kann das Festival für Neue Musik NOW! feiern: Zum zehnten Mal präsentiert die Philharmonie Essen gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste, der Stiftung Zollverein, dem Landesmusikrat NRW sowie seit zwei Jahren auch PACT Zollverein neben zahlreichen Ur- und Erstaufführungen zentrale Werke der zeitgenössischen Musik aus den vergangenen Jahrzehnten. Das Jubiläumsfestival steht unter dem Titel „Von fremden Ländern und Menschen“, angelehnt an das gleichnamige Klavierstück von Robert Schumann. Und so führen über 20 Konzerte das Publikum auf eine Entdeckungsreise zu fremden Musikkulturen und außereuropäischen Klangsprachen in der Neuen Musik. Zu den wichtigsten Programmpunkten gehören die Uraufführung einer Oper von Riccardo Nova, die auf dem indischen Schöpfungsmythos basiert, ein Konzert mit dem Ensemble Modern, das im 40. Jahr seines Bestehens unter dem Titel „Afro-Modernism“ Werke von farbigen Komponistinnen und Komponisten präsentiert, die Aufführung von Werken fernöstlicher Komponistinnen und Komponisten durch die Essener Philharmoniker sowie das Preisträgerkonzert des Younghi Pagh-Paan Wettbewerbs.

Die Festtage Kunst⁵ der Theater und Philharmonie Essen (TUP) finden vom 5. bis 14. März 2021 statt. Zum sechsten Mal präsentieren die fünf TUP-Sparten – das Aalto-Musiktheater, die Essener Philharmoniker, das Aalto Ballett Essen, die Philharmonie Essen und das Schauspiel Essen – Höhepunkte ihres jeweiligen Programms. Unter dem Motto „wahl|verwandt“ tauchen die Festtage diesmal ab in die (Un-)Tiefen von Familien und anderen Schicksalsgemeinschaften.

Unter dem Titel „Philharmonie entdecken“ bietet die Philharmonie Essen ein umfangreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Familien an. Dazu gehören Konzerte für Babys, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche, Familienkonzerte, Kompositionsprojekte, Schulkonzerte, Philharmonie-Führungen und Orgelvorführungen für Kinder, Konzerteinführungen für Kinder und Ferienworkshops. Die Folkwang Musikschule präsentiert sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern am 26. September 2020 und stellt ihre Bereiche Instrumentalausbildung, Tanz, Schauspiel, Gesang und Popularmusik mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie vor. Erwachsene haben an ausgewählten Terminen über die gesamte Spielzeit hinweg die Möglichkeit, sich intensiver mit klassischer Musik auseinanderzusetzen, etwa in den Konzerteinführungen „Die Kunst des Hörens“, durch Künstlerbegegnungen bei der Reihe „Philharmonie Debüt“, in Philharmonie-Führungen und Orgelvorführungen oder mit dem Projekt „Philharmonie trifft Universität“.

TUP-Theaterfest: Gemeinsam Kultur erleben
Am Sonntag, 30. August 2020, öffnet die Philharmonie Essen ihre Türen und lädt alle Konzert- und Theaterfreunde ein, die neue Saison 2020/2021 zu starten. Beim diesjährigen TUP-Theaterfest aller Sparten dreht sich alles um die wunderbar abwechslungsreiche Spielzeit, die zu altbewährten, aber auch außergewöhnlichen, nie da gewesenen Produktionen einlädt. Das Aalto Ballett Essen, die Essener Philharmoniker, das Schauspiel Essen, der Opernchor, das Gesangsensemble des Aalto-Musiktheaters, die Dramaturgen, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, die Werkstätten – kurz: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne nehmen das Publikum mit in die Welt des Theaters, der Musik, des Tanzes und des Gesangs. Der genaue Ablauf des Tages wird rechtzeitig in den Publikationen der TUP bekannt gegeben.
Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) sagt mit sofortiger Wirkung alle Eigenveranstaltungen in ihren Spielstätten Aalto-Theater, Philharmonie Essen, Grillo-Theater sowie Casa und Box bis auf Weiteres ab. Die komplette Einstellung des Spielbetriebs erfolgt aufgrund zweier Allgemeinverfügungen der Stadt Essen vom 12. und 13. März 2020 zur Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus. Der Ticketverkauf für die noch bis zum Ende dieser Spielzeit geplanten Veranstaltungen wird zunächst ausgesetzt.

Informationen zum Kartenumtausch bzw. zur Kartenrückgabe finden Sie hier >>

Sobald sich die Lage entspannt hat und der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, wird die TUP dies so früh wie möglich mitteilen.
06.03.2020
Die Proben zu „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ starten Mitte April
Das Stückmotiv zu „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ zeigt die Schauspielerin Ines Krug.
Essen. Hautnah miterleben, wie eine Theater-Inszenierung entsteht: Das ist für junge Leute, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in diesem Frühjahr wieder am Schauspiel Essen möglich. Für den deutsch-polnischen Dokumentartheaterabend „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“, der am 28. Mai bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zur Uraufführung kommen wird, werden derzeit noch Hospitanten für die Bereiche „Regie“ (Inszenierung: Julia Roesler) und „Video“ (Videografie: Isabel Robson) gesucht.
Theater- oder videospezifische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber gute Englischkenntnisse. Von Vorteil, aber keine Bedingung, sind polnische Sprachkenntnisse, da diese Inszenierung des Theaterkollektivs werkgruppe2 in Koproduktion u. a. mit dem Teatr Polski – w podziemiu / Polski Theatre in the Underground entwickelt wird.
Wer zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines entsprechenden Studiums praktische Erfahrungen am Theater sammeln möchte, sollte sich zeitnah melden: Die Proben beginnen am 15. April und finden am Schauspiel Essen statt.

Das Schauspiel Essen weist darauf hin, dass die Proben sowohl vormittags als auch abends stattfinden und dass für das Praktikum leider keine Vergütung gezahlt werden kann.
Schriftliche Bewerbungen per E-Mail erbeten an: vera.ring@schauspiel-essen.de 

„Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ ist eine Koproduktion von werkgruppe2 mit dem Schauspiel Essen, Teatr Polski – w podziemiu / Polski Theatre in the Underground und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.
Gefördert von der Kunststiftung NRW und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Mit Unterstützung des Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts
03.03.2020
Aufführungen und Konzerte finden im Aalto-Theater, im Grillo-Theater und in der Philharmonie wie geplant statt
Essen. Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) hat sich trotz der aktuell durch die Verbreitung des Coronavirus entstandenen angespannten Lage und nach Rücksprache mit der Stadt Essen dafür entschieden, den Spielbetrieb in ihren Häusern Aalto-Theater, Grillo-Theater und Philharmonie sowie in den kleineren Spielstätten des Schauspiel Essen vorerst aufrecht zu erhalten. Theater- und Konzertfreunden, die im Vorverkauf bereits Karten erworben haben, aber aus persönlichen Gründen auf einen Besuch verzichten möchten, bietet die TUP jedoch an, ihre Karten für bis Ende März stattfindende Veranstaltungen kurzfristig gegen Tickets für einen späteren Termin des jeweiligen Stückes oder für andere Eigenveranstaltungen sowie Kooperationen der TUP umzutauschen. Die TUP bittet allerdings auch um Verständnis, dass bei einem Umtausch die Systemgebühr einbehalten wird und dass eine Barauszahlung des Kartenpreises nicht möglich ist.

TicketCenter, Tel.: 0201/81 22-200
25.02.2020
Theaterstück über Wohnungslosigkeit und Geldnot zur Spielzeiteröffnung 2020/2021 im Grillo-Theater
Regisseur Volker Lösch; Foto: Stefan Arend
Essen. Im neuen Theaterstück von Regisseur Volker Lösch, das zu Beginn der nächsten Spielzeit im Essener Grillo-Theater zur Uraufführung kommen wird, geht es um die Themen Wohnungslosigkeit und Armut sowie um Leute, die dagegen den Aufstand wagen. Als Mitwirkende in seiner Inszenierung sucht Lösch derzeit Menschen, die Geldnot, Verdrängung aus ihrer Wohnung und Arbeitslosigkeit aus eigener Erfahrung kennen und die Lust haben, gemeinsam mit professionellen Schauspielern diese Geschichte zu erzählen. Da vorproduzierte Filmsequenzen einen großen Teil des späteren Theaterabends ausmachen werden, sind Leute gefragt, die sowohl gerne vor der Kamera stehen als auch bei den Aufführungen auf der Bühne agieren.
Wer bei diesem Projekt im Rahmen ehrenamtlicher Teilhabe bzw. Mitwirkung gegen eine Aufwandsentschädigung mitmachen möchte, sollte zeitlich flexibel sein: Die Proben finden zunächst zwischen dem 28. April und dem 20. Juni statt. Nach der Sommerpause wird vom 2. September bis zur Premiere am 19. September weitergeprobt. Anschließend müssten die Mitwirkende über mehrere Monate verteilt für ca. 10 – 15 Vorstellungen zur Verfügung stehen.

Interessierte melden Sie sich bitte bei Dramaturg Simon Meienreis, Tel.: 0201/8122-338, oder per E-Mail simon.meienreis@schauspiel-essen.de
17.02.2020
Weitere StadtEnsemble-Premieren am 21. März in Casa und Box
Szene aus dem Stück „Nichtsnutze voller Tatendrang“, das in der vergangenen Spielzeit im Rahmen unserer theaterpädagogischen Arbeit entstanden ist.
Essen. Unter dem Dach der Theaterpädagogik am Schauspiel Essen haben sich in dieser Spielzeit vier Gruppen versammelt, die sich gemeinsam „StadtEnsemble“ nennen. Bereits im Januar konnten „Die Interzonen“ ihr Stück „Du musst fröhlich sein!“ in der Casa vorstellen und „Die Qeerspekten“ trafen sich zu einem Drei-Tages-Workshop. Im März sind nun die beiden anderen Ensembles am Zug: Die „Alten Helden“ präsentieren ihr neues Live-Hörspiel „Die Geisterjäger von Werden und die Insel im Nebel“ erstmals am 21. März ab 19 Uhr in der Box und „Die Positronen“ feiern ebenfalls am 21. März ab 16 Uhr in der Casa Premiere mit ihrem Stück „Unendliche (Ge-)schichten“.

Darin begeben sich sieben junge Leute im Alter von 11-17 Jahren auf die Suche nach dem eigenen Selbst. Angefangen hat diese spannende Entdeckungsreise Mitte September, seitdem trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für jeweils 2,5 Stunden unter der Leitung von Theaterpädagogin Aline Bosselmann in einem Proberaum des Schauspiel Essen. Schnell wurde klar, dass die Spielerinnen und Spieler Lust hatten, Geschichten über sich zu erzählen, es ihnen aber auch Spaß machte, fiktive Geschichten zu erfinden. Aus diesem Ansatz heraus bekamen sie die Aufgabe, ihre eigene Vergangenheit mit Anteilen aus Büchern, Filmen, Träumen und Fantasiebildern anzureichern. Vor die Frage gestellt, wie man die sieben so entstandenen Geschichten miteinander verbinden könne, entstand die Idee, einen „Spielplatz der Positronen“ zu schaffen, von dem aus die Selbstsuchenden auf ihre individuellen Reisen gehen können. Die von dort angesteuerten Zielorte reichen von einer Silvesterparty in einer Wohnung über einen Entenplaneten, einen Schulhof, ein Museum, eine Felsenklippe, eine Fensterbank, ein Haus ohne Garten bis hin zu einem geheimen Tunnel.
„Wir wollten zeigen“, sagt Aline Bosselmann, „dass sich in den Köpfen der Positronen gleichzeitig unendlich viele Versionen des Themas ‚Sei du selbst‘ abspielen, wobei das sogenannte Selbst wie eine Zwiebel ist, die immer mehr Gedachtes, Geträumtes, Fantasiertes, Freude oder Wut zum Vorschein bringt, je weiter sie Schicht für Schicht enthüllt wird.“

„Unendliche (Ge-)schichten“ haben entwickelt und werden gespielt von: Mouhmed Rami Al-Telawi, Greta Bienert, Clara Daners, Knut Kolckmann, Laura Mangala, Emilia Meyer, Said Ramo und Kaye Amalia Stommel. Bühne und Kostüme: Lena Natt; Dramaturgie: Matin Soofipour Omam

Weitere Vorstellungen: 24. März, 17:00 Uhr, und 29. März, 19:00 Uhr; Casa des Schauspiel Essen, Theaterpassage, Theaterplatz 7.
Eintritt: € 6,60
Karten unter 0201/81 22-200 

Online-Tickets für die Premiere am 21. März >>
Online-Tickets für die Vorstellung am 24. März >>
Online-Tickets für die Vorstellung am 29. März >>