Pressemitteilungen

Hier finden Sie die Pressemitteilungen aller Sparten der Theater und Philharmonie Essen.
25.02.2020
Theaterstück über Wohnungslosigkeit und Geldnot zur Spielzeiteröffnung 2020/2021 im Grillo-Theater
Regisseur Volker Lösch; Foto: Stefan Arend
Essen. Im neuen Theaterstück von Regisseur Volker Lösch, das zu Beginn der nächsten Spielzeit im Essener Grillo-Theater zur Uraufführung kommen wird, geht es um die Themen Wohnungslosigkeit und Armut sowie um Leute, die dagegen den Aufstand wagen. Als Mitwirkende in seiner Inszenierung sucht Lösch derzeit Menschen, die Geldnot, Verdrängung aus ihrer Wohnung und Arbeitslosigkeit aus eigener Erfahrung kennen und die Lust haben, gemeinsam mit professionellen Schauspielern diese Geschichte zu erzählen. Da vorproduzierte Filmsequenzen einen großen Teil des späteren Theaterabends ausmachen werden, sind Leute gefragt, die sowohl gerne vor der Kamera stehen als auch bei den Aufführungen auf der Bühne agieren.
Wer bei diesem Projekt im Rahmen ehrenamtlicher Teilhabe bzw. Mitwirkung mitmachen möchte, sollte zeitlich flexibel sein: Die Proben finden zunächst zwischen dem 28. April und dem 20. Juni statt. Nach der Sommerpause wird vom 2. September bis zur Premiere am 19. September weitergeprobt. Anschließend müssten die Mitwirkende über mehrere Monate verteilt für ca. 10 – 15 Vorstellungen zur Verfügung stehen.

Interessierte melden Sie sich bitte bei Dramaturg Simon Meienreis, Tel.: 0201/8122-338, oder per E-Mail simon.meienreis@schauspiel-essen.de
20.02.2020
Für Anfang März sind noch Plätze bei „Die Marquise von O…“ frei und die Proben zum deutsch-polnischen Projekt „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“ starten Mitte April
Das Stückmotiv zu "Die Marquise von O..." zeigt die Schauspielerin Sabine Osthoff.
Essen. Jungen Leuten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und derzeit noch nicht wissen, wohin beruflich ihre Reise gehen soll, bietet das Schauspiel Essen in diesem Frühjahr wieder die Möglichkeit, die Arbeit am Theater kennenzulernen. Für Christopher Fromms Casa-Inszenierung von „Die Marquise von O…“ werden aktuell noch Regiehospitanten gesucht, wobei auch Einblicke in die Video- und Audioabteilung der Produktion möglich sind. Vorkenntnisse in diesen Bereichen sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Die Hospitanz startet mit dem Probenbeginn am 2. März und dauert bis zur Premiere am 24. April.

Auch für den deutsch-polnischen Dokumentartheaterabend „Arbeiterinnen / Pracujące kobiety“, der am 28. Mai bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zur Uraufführung kommen wird, kann das Team um Regisseurin Julia Roesler und Videografin Isabel Robson noch Unterstützung gebrauchen. Theater- oder videospezifische Vorkenntnisse sind für diese Hospitanz ebenfalls nicht erforderlich, wohl aber gute Englischkenntnisse. Von Vorteil, aber keine Bedingung, sind polnische Sprachkenntnisse, da diese Inszenierung des Theaterkollektivs werkgruppe2 in Koproduktion u. a. mit dem Teatr Polski – w podziemiu / Polski Theatre in the Underground entwickelt wird. Die Proben beginnen am 15. April und finden am Schauspiel Essen statt.

Theaterbegeisterte, die zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines entsprechenden Studiums praktische Erfahrungen am Theater sammeln möchten, sollten sich zeitnah melden. Das Schauspiel Essen weist darauf hin, dass die Proben sowohl vormittags als auch abends stattfinden und dass für das Praktikum keine Vergütung gezahlt werden kann.

Schriftliche Bewerbungen unter Angabe des jeweiligen Stücktitels per E-Mail erbeten an: vera.ring@schauspiel-essen.de 
17.02.2020
Weitere StadtEnsemble-Premieren am 21. März in Casa und Box
Szene aus dem Stück „Nichtsnutze voller Tatendrang“, das in der vergangenen Spielzeit im Rahmen unserer theaterpädagogischen Arbeit entstanden ist.
Essen. Unter dem Dach der Theaterpädagogik am Schauspiel Essen haben sich in dieser Spielzeit vier Gruppen versammelt, die sich gemeinsam „StadtEnsemble“ nennen. Bereits im Januar konnten „Die Interzonen“ ihr Stück „Du musst fröhlich sein!“ in der Casa vorstellen und „Die Qeerspekten“ trafen sich zu einem Drei-Tages-Workshop. Im März sind nun die beiden anderen Ensembles am Zug: Die „Alten Helden“ präsentieren ihr neues Live-Hörspiel „Die Geisterjäger von Werden und die Insel im Nebel“ erstmals am 21. März ab 19 Uhr in der Box und „Die Positronen“ feiern ebenfalls am 21. März ab 16 Uhr in der Casa Premiere mit ihrem Stück „Unendliche (Ge-)schichten“.

Darin begeben sich sieben junge Leute im Alter von 11-17 Jahren auf die Suche nach dem eigenen Selbst. Angefangen hat diese spannende Entdeckungsreise Mitte September, seitdem trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für jeweils 2,5 Stunden unter der Leitung von Theaterpädagogin Aline Bosselmann in einem Proberaum des Schauspiel Essen. Schnell wurde klar, dass die Spielerinnen und Spieler Lust hatten, Geschichten über sich zu erzählen, es ihnen aber auch Spaß machte, fiktive Geschichten zu erfinden. Aus diesem Ansatz heraus bekamen sie die Aufgabe, ihre eigene Vergangenheit mit Anteilen aus Büchern, Filmen, Träumen und Fantasiebildern anzureichern. Vor die Frage gestellt, wie man die sieben so entstandenen Geschichten miteinander verbinden könne, entstand die Idee, einen „Spielplatz der Positronen“ zu schaffen, von dem aus die Selbstsuchenden auf ihre individuellen Reisen gehen können. Die von dort angesteuerten Zielorte reichen von einer Silvesterparty in einer Wohnung über einen Entenplaneten, einen Schulhof, ein Museum, eine Felsenklippe, eine Fensterbank, ein Haus ohne Garten bis hin zu einem geheimen Tunnel.
„Wir wollten zeigen“, sagt Aline Bosselmann, „dass sich in den Köpfen der Positronen gleichzeitig unendlich viele Versionen des Themas ‚Sei du selbst‘ abspielen, wobei das sogenannte Selbst wie eine Zwiebel ist, die immer mehr Gedachtes, Geträumtes, Fantasiertes, Freude oder Wut zum Vorschein bringt, je weiter sie Schicht für Schicht enthüllt wird.“

„Unendliche (Ge-)schichten“ haben entwickelt und werden gespielt von: Mouhmed Rami Al-Telawi, Greta Bienert, Clara Daners, Knut Kolckmann, Laura Mangala, Emilia Meyer, Said Ramo und Kaye Amalia Stommel. Bühne und Kostüme: Lena Natt; Dramaturgie: Matin Soofipour Omam

Weitere Vorstellungen: 24. März, 17:00 Uhr, und 29. März, 19:00 Uhr; Casa des Schauspiel Essen, Theaterpassage, Theaterplatz 7.
Eintritt: € 6,60
Karten unter 0201/81 22-200 

Online-Tickets für die Premiere am 21. März >>
Online-Tickets für die Vorstellung am 24. März >>
Online-Tickets für die Vorstellung am 29. März >>

10.02.2020
Aufführungen am 15. Februar und 12. März in der Box können krankheitsbedingt nicht stattfinden
Sabine Osthoff in "Am Boden" von George Brant
Essen. Das Schauspiel Essen muss leider auch die nächsten beiden Aufführungen des Solostückes „Am Boden“ aus Krankheitsgründen absagen. Wer bereits Karten für die Vorstellungen am 15. Februar und 12. März in der Box erworben hat, kann diese ausschließlich an den Vorverkaufsstellen zurückgeben bzw. umtauschen, wo sie gekauft wurden. Käufer von Online-Tickets wenden sich zwecks Umtausch oder Rückgabe bitte an das TUP-TicketCenter, II. Hagen 2, Tel.: 0201/81 22-200.
10.02.2020
Aufführungen am 9. und 10. Februar waren wegen des Sturms „Sabine“ abgesagt worden
Essen. Die wegen des Sturms „Sabine“ am Sonntag, dem 9. und Montag, dem 10. Februar abgesagten Vorstellungen von „Hinter verzauberten Fenstern“ werden im Grillo-Theater nicht nachgeholt. „Wir bedauern das sehr“, so Schauspielintendant Christian Tombeil, „aber es ist uns leider nicht möglich, Termine zu finden, an denen das Theater frei ist und an denen sowohl unsere Ensemblemitglieder als auch die in diesem Stück mitwirkenden Gäste zur Verfügung stehen.“
Bereits erworbene Karten können selbstverständlich an den Vorverkaufsstellen zurückgeben werden, wo sie gekauft wurden. Käufer von Online-Tickets wenden sich zwecks Rückgabe bitte an das TUP-TicketCenter, II. Hagen 2, T 02 01 81 22-200.
07.02.2020
Zurzeit finden dort Sanierungsarbeiten statt
Die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage des Aalto-Theaters (Rolandgarage) haben dazu geführt, dass dort bis auf weiteres erheblich weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Besucherinnen und Besucher der Vorstellungen im Aalto-Theater werden deshalb gebeten, frühzeitig anzureisen, um gegebenenfalls auf alternative Parkplätze in der Umgebung ausweichen zu können. Außerdem ist das Aalto-Theater auch hervorragend mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar; die in den Vorverkaufsstellen der Theater und Philharmonie Essen (TUP) erworbenen Eintrittskarten gelten am Tag der Veranstaltung auch als Fahrausweise in allen Bussen und Bahnen der Ruhrbahn sowie des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) für die Hin- und Rückfahrt zum bzw. vom Veranstaltungsort.

Die Theater und Philharmonie Essen bittet um Verständnis.

07.02.2020
Erlöse aus Wunschkonzert „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ gehen an die Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder in Holsterhausen
Peter Hennig und Lara Krieger von der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebs­kranker Kinder e.V. sowie Schauspielintendant Christian Tombeil
Essen. Die Zusammenarbeit zwischen der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebs­kranker Kinder e.V. und dem Schauspiel Essen hat mittlerweile schon Tradition: Nachdem im Januar 2018 der Auftakt mit einer Sonderplakat-Aktion für das Stück „Superhero“ gemacht wurde, sind in der Folge mehrfach die Erlöse der Wunschkonzerte „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ an die Initiative geflossen, die in Holsterhausen nahe der Uni-Klinik ein Haus für Eltern bzw. Familien krebskranker Kinder betreibt. Mit € 783,50 im Gepäck war jetzt Schauspielintendant Christian Tombeil in der Kaulbachstraße 8-10 zu Besuch, um diesen Betrag, den Schauspieler seines Grillo-Ensembles bei zwei Wunschkonzerten am 27. Juni und beim Theaterfest ersungen haben, an Peter Hennig, den Vorstandsvorsitzenden des Vereins, zu übergeben.
Hennig dankte Tombeil und dessen Team für die tolle und nun schon so lang andauernde Unterstützung und betonte, dass die Elterninitiative, die 13 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt und in ihrem gerade erweiterten Haus Platz für 95 Gäste vorhält, pro Jahr Einnahmen in Höhe von € 650.000 benötige. „Da ist jeder Betrag willkommen, wir leben von ganz, ganz vielen Kleinspenden“, so Hennig.
Die Herausforderungen an die Arbeit der Elterninitiative seien in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen, „denn die Klinik hat sich stark verändert“, so Hennig, „sie ist mittlerweile das größte Zentrum in Deutschland, wo krebskranke Kinder behandelt werden, und das hat auch die Nachfrage nach Plätzen in unserem Elternhaus sehr erhöht.“
Die „Rote Rosen“-Erträge stammen übrigens nicht aus dem regulären Theater-Etat, sondern von den Konzertbesuchern, die sich gegen einen Obolus von Schauspielern gesungene Songs wünschen konnten.

Mehr Infos zur Arbeit und zum Angebot der Essener Elterninitiative unter www.krebskranke-kinder-essen.de; hier gibt es auch die Möglichkeit, online zu spenden.
04.02.2020
Live-Aufnahme ab sofort bei der TUP sowie im regulärem Handel erhältlich
Die Aufführung der 6. Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil war einer der Höhepunkte in der vergangenen Konzertsaison der Essener Philharmoniker. Das Label Oehms Classics veröffentlicht das Werk jetzt auf zwei CDs als Live-Aufnahme dieses Konzertes aus dem Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen. Erhältlich ist die CD ab sofort im TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, an der Kasse des Aalto-Theaters sowie im Musikhandel Proust (CD-Shop) im Rahmen der Konzertveranstaltungen in der Philharmonie Essen. Der Preis beträgt 22 Euro. Verkauft wird die CD zudem im regulären Handel.

Gustav Mahler persönlich dirigierte die Essener Philharmoniker, als seine 6. Sinfonie am 27. Mai 1906 im damaligen Essener Saalbau im Rahmen des Tonkünstlerfestes des Allgemeinen deutschen Musikvereins uraufgeführt wurde. Es handelt sich um die mittlere von Mahlers reinen Instrumentalsinfonien (Nr. 5 bis 7), kommt also ohne Chor- und Solopartien aus, und ist bezüglich ihrer Instrumentierung ein besonderes Spektakel für Augen und Ohren. Neben einer äußerst großen Bläserbesetzung und zwei- oder mehrfach besetzter Celesta vergrößerte der Komponist die Schlagzeuggruppe um unübliche Schlagwerke, unter anderem um den berühmten Mahler-Hammer. Dieser wird im letzten Satz „wie ein Axthieb“, so die Spielanweisung in der Partitur, auf eine Holzkiste geschlagen. Die Sinfonie trägt den Beinamen „Tragische“, der auf einer Aussage Mahlers beruht, der das Werk selbst als „tragisch“ bezeichnet hat.
17.01.2020
TUP-Ehrenmitglied verstarb am 16. Januar im Alter von 87 Jahren
Essen. Voller Trauer und Dankbarkeit nimmt die Belegschaft der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) Abschied von ihrem langjährigen Kollegen und TUP-Ehrenmitglied Gerard S. Kohl. Der gelernte Großhandelskaufmann erhielt bereits 1963 sein erstes Engagement am Essener Stadttheater. In dem Haus in der Innenstadt, dem heutigen Grillo-Theater, waren damals neben dem Schauspiel auch die Oper und die Tanzcompagnie beheimatet. Kohl, der ursprünglich aus der Lutherstadt Eisleben stammte und in den 1950er Jahren über die damals noch grüne Grenze aus der DDR geflüchtet war, wirkte hier elf Jahre als Mitglied des Opernchores und übernahm in dieser Zeit gelegentlich auch Solo-Partien. 1974 wechselte er von der Bühne in den künstlerisch-organisatorischen Bereich des Theaters: Zunächst war er vier Jahre Mitarbeiter in der Dramaturgie und anschließend Disponent und Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros (KBB). Es folgten Positionen als Chefdisponent, Werbeleiter und Künstlerischer Betriebsdirektor. 1988 ging er als KBB-Leiter und Vertreter des Künstlerischen Betriebsdirektors ans neu eröffnete Aalto-Theater.
Mit Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1997 verlieh ihm Dr. Oliver Scheytt im Namen des Aufsichtsrates den Titel Ehrenmitglied der Theater und Philharmonie Essen. Auch als Pensionär blieb Gerard S. Kohl der TUP eng verbunden: Im Untergeschoss des Aalto-Theaters baute er ein umfangreiches Archiv auf und pflegte es gemeinsam mit Werner Sommer bis zuletzt mit großer Hingabe. Zudem engagierte er sich als 2. Vorsitzender beim Essener Theaterring und er war Alterspräsident der Disponenten an deutschsprachigen Theatern.

Für Gerard S. Kohl war das Theater nicht nur ein Arbeitsort, es war sein Leben. Mit Leidenschaft und Begeisterung ging er jeder seiner Tätigkeiten im Theater nach, neu ans Haus kommenden Kolleginnen und Kollegen begegnete er mit großer Neugier und offenen Armen. Kritisch und streitbar begleitete er die Entwicklung des Essener Theaters unter „seinen“ insgesamt sieben Intendanten – er war ein ebenso charmanter wie wortgewandter Streiter für das Theater.

Am 16. Januar 2020 ist Gerard S. Kohl im Alter von 87 Jahren in Essen verstorben.
25.11.2019
Rund 350.000 Besucher kamen in der zurückliegenden Saison zu den Eigenveranstaltungen der Theater und Philharmonie Essen
Freuen sich über eine positive Bilanz 2018/2019: Schauspielintendant Christian Tombeil, TUP-Geschäftsführer Berger Bergmann, Hein Mulders, Intendant des Aalto-Musiktheaters, der Philharmonie Essen und der Essener Philharmoniker, sowie Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh
Essen. Wenn die Intendanten Hein Mulders, Christian Tombeil und Ben Van Cauwenbergh sowie Berger Bergmann, der Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen (TUP), an die zurückliegende Spielzeit 2018/2019 denken, dann sind ihre Mienen heiter und entspannt: Mit rund 350.000 Besuchern zählt diese Saison zu den erfolgreichsten der vergangenen Jahre. „Wir konnten circa 25.000 Gäste mehr im Aalto-Theater, in der Philharmonie Essen, im Grillo-Theater sowie den kleineren Aufführungsorten des Schauspiel Essen begrüßen als noch in der vorangegangenen Saison“, zieht Bergmann eine positive Bilanz, „und eigentlich könnten wir noch rund 10.000 Besucher draufrechnen, denn kostenfrei zugängliche Eigenveranstaltungen wie die Park Sounds und unser gemeinsames TUP-Theaterfest sind in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten.“ Bergmann verweist zudem darauf, dass durch Vermietungen der Räumlichkeiten an externe Veranstalter weitere 90.000 Menschen in den Spielstätten der TUP waren, womit sich eine Gesamtbesucherzahl von 450.000 ergibt.

Für die einzelnen TUP-Sparten sieht das Ergebnis wie folgt aus:
Spitzenreiter mit 89 % Platzauslastung ist einmal mehr das von Ben Van Cauwenbergh geleitete Aalto Ballett Essen: Choreografien wie „Der Nussknacker“ (99 %), „Schwanensee“ (94 %) und der John Cranko-Klassiker „Onegin“ (92 %) lockten über 62.000 Ballettfans ins Aalto-Theater. 
Auch das Schauspiel Essen unter seinem Intendanten Christian Tombeil konnte sich im Vergleich zur Vor-Saison verbessern: Knapp 58.000 Besucher bescherten dem Grillo-Theater sowie der Casa und der Box eine Platzausnutzung von 84 %. Die Publikumsmagneten waren hier das Familienstück „Der Zauberer von Oz“ (99 %), das von den Zuschauern in der Jubiläumsspielzeit selbst gewählte Stück „Der Besuch der alten Dame“ (ebenfalls 99 %) und „Der stumme Diener“ in der Box (98 %). Aber auch die Deutsche Erstaufführung von Robert Menasses „Die Hauptstadt“ schnitt mit 79 % belegten Plätzen bestens ab.
Den Sprung über die 80 %-Marke schafften in der vergangenen Saison auch die Essener Philharmoniker unter Intendant Hein Mulders und Generalmusikdirektor Tomáš Netopil. Die zwölf Sinfonie-, acht Kammer- und zahlreichen Sonderkonzerte wurden von mehr als 49.000 Menschen besucht. Die Auslastung stieg von 78 % auf nunmehr 83 %.
Auch im Aalto-Musiktheater setzte sich der positive Trend fort: Intendant Hein Mulders und sein Team landeten in der zurückliegenden Spielzeit bei einer Platz­auslastung von knapp 77 %. Besonders beliebt bei den fast 93.000 Besuchern waren Verdis „Otello“ (94 %), „Der Ring an einem Abend“ (89 %) sowie „Carmen“ (88 %).
Eine Steigerung zeigen auch die Zahlen für die Philharmonie Essen: Rund 84.000 Konzertfreunde besuchten die Abende u. a. mit Till Brönner (knapp 100 %), die Essener Chornacht (99 %) oder das Konzert des London Symphony Orchestra (ebenfalls 99 %). Damit erreichte das von Intendant Hein Mulders geleitete Konzerthaus eine Platzauslastung von 76 %.