Arbeiterinnen / Pracujące kobiety

Ein dokumentarisches Porträt von drei Frauengenerationen aus Arbeiterfamilien im Ruhrgebiet und in Niederschlesien
von werkgruppe2
mit deutschen und polnischen Untertiteln

Oktober 2021
Sa
30
So
31
http://www.theater-essen.de/ Theater und Philharmonie Essen Opernplatz 10, 45128 Essen
Premiere

Arbeiterinnen / Pracujące kobiety

Grillo-Theater · Dauer: 1 Stunde, 15 Minuten
http://www.theater-essen.de/ Theater und Philharmonie Essen Opernplatz 10, 45128 Essen

Arbeiterinnen / Pracujące kobiety

Grillo-Theater · Dauer: 1 Stunde, 15 Minuten
Essener Premiere am 30. Oktober 2021



Der Film

Sechs Lebensgeschichten von Frauen in Polen und Deutschland, die anders verlaufen sind als erhofft: „Arbeiterinnen“ erzählt über drei Generationen hinweg von der Erfahrung eines sozialen Abstiegs, der mit dem Verlust von Arbeit zusammenhängt. Mal ist eine ganze Industrie-Branche abgewickelt worden, mal der Betrieb insolvent gegangen oder die Kinderbetreuung fehlte. Um der Frage näher zu kommen, was Arbeit für die eigene Identität bedeutet, hat werkgruppe2 über ein Jahr lang Interviews mit Frauen aus Arbeiterfamilien in den Industrieregionen Niederschlesien und Ruhrgebiet geführt. So ist ein berührendes und intimes Porträt entstanden, von Frauen in Polen und Deutschland, die zu den gesellschaftlich Ausgeklammerten zählen.

„Arbeiterinnen“ hätte bereits 2020 bei den Ruhrfestspielen Premiere feiern sollen, und musste aufgrund der coronabedingten Absage der Festspiele verlegt werden. Im zweiten Anlauf und unter an die dritte Corona-Welle angepassten Arbeitsbedingungen entstand „Arbeiterinnen“ schließlich als Film und feierte im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2021 Premiere. Sein vergleichender Blick auf die europäischen Länder Polen und Deutschland macht deutlich, wie Arbeitsbiografien brüchig werden und Geschlechter- und Familienmodelle sich verändern. Dabei entsteht die dringende Frage, wie gegenseitige Solidarität möglich ist.

werkgruppe2 ist eine freie Künstlerinnenkompagnie, die Projekte des dokumentarischen Story-Tellings entwickelt. Seit 2009 befasst sich werkgruppe2 damit, soziale Wirklichkeit aus der Perspektive von Menschen zu beschreiben, die sonst zumeist eher ungehört bleiben. Beruhend auf einer ausführlichen journalistischen Recherche, entstehen atmosphärisch und erzählerisch dichte Umsetzungen, welche die Grenzen von Dokumentation und Fiktion ausloten. Ausgangspunkt für die Texte sind narrative Interviews.
werkgruppe2 besteht aus der Regisseurin Julia Roesler, der Musikerin und Komponistin Insa Rudolph, der Dramaturgin Silke Merzhäuser und der Videografin Isabel Robson. Neben eigenen Theater- und Filmproduktionen, wie zuletzt den mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm „Marina“, hat werkgruppe2 zahlreiche Koproduktionen realisiert, u. a. mit dem Deutschen Theater in Göttingen, dem Oldenburgischen Staatstheater, dem Staatstheater Braunschweig, dem Nationaltheater Craiova/Rumänien und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Eine Koproduktion von werkgruppe2 mit dem Schauspiel Essen, Teatr Polski – w podziemiu / Polski Theatre in the Underground und den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Gefördert von der Kunststiftung NRW, vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom NRW KULTURsekretariat und den Kulturbüros der Städte Essen und Recklinghausen
Mit Unterstützung des Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts

Premiere und Vorstellung am 31. Oktober im Rahmen von „Zehn X Freiheit“ – eine Veranstaltung des Regionalverband Ruhr in Kooperation mit den RuhrBühnen

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Pressestimmen

"Der Film dokumentiert, das ist sein eminentes Verdienst, dass die Arbeiterinnen eben doch klarkommen (wenn auch schlecht), vor allem aber, dass sie, allen Elends ungeachtet, ihre Würde bewahren."
nachtkritik.de
28. Mai 2021
Martin Krumbholz

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