Ein Sommernachtstraum

von William Shakespeare
Premiere am 25. Februar 2023



Am Hofe von Athen steckt man mitten in den Hochzeitsvorbereitungen: Fürst Theseus will endlich die von ihm bezwungene Amazonenkönigin Hippolyta zur Frau nehmen und hat ganz anderes im Kopf, als sich den Streitigkeiten seiner Untertanen zu widmen. Aber es hilft nichts, in einer Sache muss der Fürst ein Machtwort sprechen: Hermia und Lysander lieben einander und haben sich Treue geschworen, doch Demetrius droht, ihre Hochzeitspläne zu durchkreuzen. Denn schließlich ist er es, dem Hermias Vater seine Tochter zur Frau bestimmt hat und Demetrius ist nicht gewillt, seinen Anspruch aufzugeben. Kurz entschlossen brennen Lysander und Hermia durch, fliehen aus der Stadt in den wild wuchernden, geheimnisvollen Wald, dicht gefolgt von Demetrius, der wiederum verfolgt wird von der ebenso leidenschaftlich wie unglücklich in ihn verliebten Helena. Auch eine Truppe von Handwerkern macht sich auf den Weg in den Forst, um dort zur Feier der Hochzeit ihres Fürsten so ambitioniert wie engagiert „die höchst beklagenswerte Komödie von Pyramus und Thisbe“ einzustudieren. Viel Trubel also plötzlich im nächtlichen Wald, wo ohnehin schon das Chaos tobt: Der Haussegen zwischen dem eifersüchtigen Elfenkönig Oberon und seiner Gemahlin Titania hängt mächtig schief und besonders Oberon ist jedes Mittel recht, um in diesem Ehestreit die Oberhand zu behalten. Dabei weiß doch jede Elfe, jeder Kobold und jede Fee: Wenn Naturgeister streiten, gerät die Welt aus den Fugen! Kein Wunder also, dass Oberons Versuch, mit Hilfe seines Dieners Puck und einer geheimnisvollen Zauberblume Ordnung in das Liebesleben der vier Ausreißer*innen zu bringen, scheitern muss …

(Alb)Traum oder Wirklichkeit? In seiner vielleicht berühmtesten, mit Sicherheit aber „zauberhaftesten“ Komödie lässt William Shakespeare bei aller Leichtigkeit und Poesie auch die dunkle Seite der Liebe aufscheinen: Eifersucht und Besitzdenken, Machtstreben, Wahn und Manipulation. In der scheinbaren Idylle des nächtlichen Zauberwaldes verstricken sich alle Beteiligten heillos in Leidenschaften und Begierden, in unausgesprochenen, vielleicht gar unbewussten Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten – zumindest bis die Sonne aufgeht und die Traumgespinste der Nacht verblassen lässt. Tobias Materna war nach dem Abitur an verschiedenen Theatern als Assistent der Technischen Leitung, der Intendanz und als Regieassistent engagiert. Nach einer Ausbildung zum Fernsehredakteur zog es ihn zurück zum Theater. Er arbeitete zunächst als Regieassistent u. a. am Schauspiel Bonn und am Burgtheater Wien. Nach ersten eigenen Arbeiten am Schauspiel Bonn war er von 2003 bis 2008 Mitglied der künstlerischen Leitung und Hausregisseur am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seitdem arbeitet er als freiberuflicher Regisseur u. a. regelmäßig am Theater Pforzheim, am Vorarlberger Landestheater Bregenz, am Oldenburgischen Staatstheater, am Theater Trier und am Düsseldorfer Schauspielhaus. In den letzten Jahren wandte er sich auch dem Musiktheater zu – seine Inszenierung von „Die stumme Serenade“ am Landestheater Coburg wurde mit dem „Operettenfrosch“ von BR Klassik für die beste Operetteninszenierung des Jahres 2017 ausgezeichnet. Am Schauspiel Essen zeigte er zuletzt Michael Cooneys Farce „Cash – Und ewig rauschen die Gelder“.

Gefördert von der GENO BANK Essen
Team
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Jan Hendrik Neidert, Lorena Díaz Stephens
Dramaturgie
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