Politischer Salon Essen

Der POLITISCHE SALON Essen – gegründet bereits im Jahr 2008 – wurde in der Saison 2013/2014 erfolgreich neu gestartet. Und auch in der neuen Spielzeit steht das Format wieder im Programm.

Wie wollen wir leben? In einer Zeit, in der uns globale Risiken und Nöte wieder und wieder die Grenzen unseres Planeten aufzeigen? Schlagworte wie Wirtschafts- und Finanzkrise, Klimawandel, Verknappung an Wasser, Nahrungsmitteln und landwirtschaftlicher Fläche, Flüchtlingsströme, zunehmende Ungleichheiten zwischen Arm und Reich weltweit sowie in den Ländern Europas begegnen uns täglich in den Medien – die Herausforderungen an eine funktionierende Nachhaltige Entwicklung steigen. Der POLITISCHE SALON Essen möchte Sie über diese Fragen informieren und mit Ihnen zukunftsfähige Perspektiven und Alternativen zu unseren jetzigen gesellschaftlichen Werten und politischen Entscheidungen diskutieren, neue Wege des Erwerbslebens und ungewöhnliche Lebensstilen aufzeigen. Wir wollen Anstöße für global verantwortliches Denken und Handeln geben und Vernetzungen anregen. Nur wenn Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammenarbeiten, sind wir den anstehenden Veränderungen gewachsen und kann das Ruhrgebiet einen Beitrag zu einer gerechten Transformation der Gesellschaft leisten.
Coronabedingt können bis Ende 2020 bei uns im Café Central leider keine Veranstaltungen stattfinden. Vorübergehend zieht der Politische Salon deshalb ins CHURCH, III. Hagen 39, 45127 Essen, um. www.church-essen.de
Veranstaltung im CHURCH am Montag, dem 28. September, 20:00 Uhr:

Essen ernährt sich selbst!

Seit dem Weltagrarbericht 2008 ist bekannt: Die industrielle Landwirtschaft ist eine Sackgasse. Das heutige Ernährungssystem ist krank und macht krank. Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung das Bewusstsein für gesunde Ernährung. Ökologisch und lokal produzierte Produkte werden immer mehr nachgefragt. Alternative Konzepte wie der ökologische Landbau nach Prinzipien der Permakultur zeigen, wie es anders gehen kann. Wir sprechen mit Expertinnen und Experten über Möglichkeiten und Barrieren auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Versorgung in Essen und der Region. Rund 40% der Flächen im Emschergebiet werden Landwirtschaftlich genutzt. Kann Essen sich selbst ernähren?

Gäste:

  • André Matena, Bonnekampstiftung
  • Bauer Ridder & ein junger Kollege, Landwirte aus Essen
  • Frau Jandel, Landwirtschaftskammer NRW

Eine Veranstaltung der Initiative für Nachhaltigkeit e.V., des Ernährungsrates Essen, des Eine Welt Netz Essen und EXILE e.V.
Veranstaltung im CHURCH am Montag, dem 9. November, 20:00 Uhr:

Koloniales Erbe und Rassismus – in Essen?

Durch die weltweiten Black-Lives-Matter-Proteste rückt das Thema Rassismus noch einmal deutlich in das Bewusstsein der Menschen. Mit den Protesten wird gleichzeitig die Notwendigkeit der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte deutlich. Initiativen fordern schon länger, Straßennamen mit kolonialhistorischen Bezügen umzubenennen, Kolonialdenkmäler umzuwidmen oder mit Infotafeln zu versehen. Wie gehen wir in Essen mit diesem Thema um?
Veranstaltung im CHURCH am Montag, dem 30. November, 20:00 Uhr:

„Seenotrettung – Europas tödliches Versagen“

Wir wollen an diesem Abend im Gespräch mit Fachleuten aus Brüssel, ProAsyl Frankfurt und einem Aktiven aus der Seenotrettung ins Gespräch kommen, um auch nach der Kommunalwahl hier in Essen daran weiter zu arbeiten, dass Menschenrechte gewahrt werden: „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“
Der Eintritt beim POLITISCHEN SALON ist frei.
Anmeldungen erbeten unter politischer-salon-essen@exile-ev.de