Bunbury - Ernst ist das Leben

von Oscar Wilde
Deutsche Fassung von Elfriede Jelinek
nach einer Übersetzung von Karin Rausch
Wiederaufnahme am 24. September 2021



Das Stück

Verspüren Sie mal wieder Lust aufs „Bunburysieren“? Möchten Sie es vielleicht ausprobieren? Dafür benötigen Sie nicht mehr als einen Landsitz und eine Wohnung in der Stadt, Wertpapiere und mehrere Bedienstete sowie eine Neigung zu Gurkensandwiches und Champagner. Freilich sollten Sie sich dazu als Mann definieren und keine Berührungsängste mit der Mode der Dandys, Bonmots und gepflegter Langeweile haben. Mit „The Importance of Being Earnest“, so der Titel seiner 1895 uraufgeführten Komödie, schuf Oscar Wilde eines der berühmtesten Wortspiele der Literaturgeschichte. Es handelt sich gleichzeitig um eines der wenigen, die auf Deutsch wie auf Englisch wirken. Dabei ist klar: Ernst heißen wollen hier sowohl Algernon wie Jack, zwei Lebemänner mit Hang zum Vergnüglichen, ernst bleiben kann auf Dauer aber niemand. Der Londoner Algernon hat einen kranken Freund Bunbury und damit eine gute Ausrede erdichtet, um Zeit zur Erholung vom Nichtstun außerhalb der Stadt zu verbringen. Jack, der mit seinem Mündel Cecily und Hauspersonal auf dem Land wohnt, besucht wiederum regelmäßig seinen ebenso nichtsnutzigen wie frei erfundenen Bruder Ernst in der Stadt. Pikanterweise haben sich sowohl Cecily als auch Algernons Cousine Gwendolen in den Kopf gesetzt, dass sie ihr Lebensglück nur an der Seite eines Mannes ausgerechnet mit dem Namen Ernst finden können. Als Algernon plötzlich in der Rolle von Jacks Bruder Ernst auf dem Landsitz erscheint, ist die Verwirrung komplett und das doppelte Doppelspiel in ernsthafter Gefahr.

Mit Wortwitz, messerscharfen Pointen und klug konstruierten Verwicklungen schafft es Oscar Wilde, der Dekadenz der Ladies and Gentlemen seiner Zeit ein literarisches Denkmal zu setzen, das er gleichzeitig ins Lächerliche zieht. Seine Protagonisten sind Abziehbilder, die sich gegenseitig hochkomische sprachliche Steilvorlagen geben und sie geschickt zu versenken wissen. Dabei kann man sich weder der Faszination für die Figuren noch der Sympathie für sie entziehen. Eben daran zeigt sich die Einzigartigkeit des 1854 in Dublin geborenen und 1900 verarmt in Paris gestorbenen Schriftstellers: seine Fähigkeit, feinsinnig und wirkungsvoll „auszuteilen“, und doch den Menschen mit Wärme und Toleranz zu porträtieren.

Gefördert vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e. V.
Das Stück "Ernst ist das Leben" von Oscar Wilde in der Fassung von Elfriede Jelinek nach der Übersetzung von Karin Rausch ist als E-Book erschienen. Mehr dazu hier >>
Team
Inszenierung
Bühne
Musik
Gilbert Handler
Dramaturgie
Besetzung
Jack Worthing
Algernon Moncrieff
Pastor Chasuble / Lane
Merriman
Silvia Weiskopf / Josephine Raschke
Lady Bracknell
Gwendolen Fairfax
Cecily Cardew
Miss Prism

Pressestimmen

"Mit herrlichem Wortwitz, messerscharfen Pointen und klug konstruierten Verwicklungen bietet das Stück in der rauschhaft bunten Inszenierung von Susanne Lietzow beste Theaterunterhaltung."
Hallo Herne
27.12.2021
Pitt Herrmann

"Ein knallbuntes Pointen- und Slapstickfeuerwerk"
"Da man sich in dieser Krisenzeit auch einmal etwas Größeres gönnen sollte, fiel das Bühnenbild von Aurel Lenfert besonders opulent aus. Überdimensionale Blumentöpfe und knallig-bunte mehr als zwei Meter große Blütenkelche bringen die Bühne zum Blühen".
Rheinisches Ärzteblatt
August 2021
Jürgen Brenn

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