Lilian Farahani

Die niederländisch-iranische Sopranistin Lilian Farahani studierte am Königlichen Konservatorium Den Haag und am Konservatorium Amsterdam. 2015 schloss sie mit Auszeichnung die Akademie der Nationalen Opera Amsterdam ab. 2017 gab sie an der Opéra National de Lorraine Nancy ihr Frankreich-Debüt unter Sascha Goetzel als Carolina ("Il Matrimonio segreto"), eine Rolle, die sie in der vorangegangenen Spielzeit bereits an der Nationale Opera Amsterdam, der Opera Zuid und der Nederlandse Reisopera gesungen hatte. Ihr Repertoire umfasst Despina ("Così fan tutte"), Zerlina ("Don Giovanni"), Susanna ("Le Nozze di Figaro"), Luisa ("Die stumme Serenade") und Morgana ("Alcina"). Ein Schwerpunkt ihres Schaffens liegt bei der zeitgenössischen Musik, so sang sie etwa die Rolle der Anne Frank in "Anne and Zef" (Uraufführung) von Monique Krüs, die niederländische Premiere von Christian Josts "Death knocks" und Jake Heggies Liederzyklus "Eve-Song". In der Regie von Theu Boermans war sie am Niederländischen Nationaltheater auch in Michael Sturmingers "The infernal Comedy" zu erleben. Auf dem Konzertpodium war sie u. a. mit dem dem Residentie Orkest, dem Nederlands Kamerorkest und dem Philharmonischen Orchester Rotterdam zu Gast. Außerdem sang sie beim Prinsengrachtconcert in Amsterdam. In der Spielzeit 2017/2018 war sie Ensemblemitglied des Konzert Theater Bern, wo sie u. a. als Pamina ("Die Zauberflöte"), Kitty ("Anna Karenina"), Frasquita ("Carmen") und Mrs. Gobineau ("The Medium") zu erleben war. In diesem Jahr war sie bei dem Festival d'Aix-en-Provence unter der Leitung von Raphaël Pichon und in der Regie von Simon McBurney als Pamina zu hören. Diese Partie wird sie auch an der Nederlandse Opera Amsterdam geben. Daneben wird sie mit dem Residentie Orkest Musik von Louis Andriessen aufführen und am Theater Hebel am Ufer Berlin mit dem Babylon Orchester in einem zeitgenössischen Farsi-Programm zu erleben sein.
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