Giovanni Meoni

wurde in Genzano di Roma geboren und begann das Gesangsstudium am Conservatorio di Santa Cecilia in Rom. Später studierte er bei Leodino Ferri (Schüler von Arturo Melocchi), dessen Lehre von entscheidender Wichtigkeit für seine gesangliche Ausbildung wurde. 1991 debütierte Meoni als Marcello ("La Bohème") am Teatro Flavio Vespasiano (Rieti). Zwischen 1991 und 1993 gewann er die ersten Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben: Battistini 1991, Ricciarelli 1992, Basiola 1993 (erster Preis und bester Bariton).
Meoni, wichtiger Interpret der italienischen Operntradition, zeichnete sich in den ersten Jahren seiner Karriere als Spezialist des Belcantorepertoire aus (Bellini, Donizetti), um sich folglich den Opern Verdis zu widmen. Dies erwies sich letztlich als Meonis optimaler und natürlichster Schwerpunkt: hier erreicht der Sänger seine maximale Ausdruckskraft, besonders in den Rollen des edlen Baritons ("baritono nobile"), gekennzeichnet durch feinste Phrasierung und eine signifikante szenische Präsenz.
Engagements führten ihn u. a. an die Metropolitan Opera in New York City, Wiener Staatsoper, ans Liceu in Barcelona, an die Houston Grand Opera, ans Bolschoi-Theater in Moskau, an die Oper von Rom, ans Teatro San Carlo in Neapel, ans Teatro Regio in Turin, Teatro Comunale di Bologna, Teatro La Fenice in Venedig, Teatro Comunale in Florenz, Teatro Massimo in Palermo, Teatro Carlo Felice in Genua, die Arena di Verona, das Teatro Regio in Parma, beim Macerata Opera Festival, an die Bayerische Staatsoper in München, Hamburgische Staatsoper, Deutsche Oper Berlin und ans Opernhaus Zürich.
Außerdem trat Giovanni Meoni in den weltweit bekanntesten Konzertsälen auf, u. a. in der Carnegie Hall in New York City, dem Concertgebouw in Amsterdam, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und am Gasteig München. Darüber hinaus gab er Konzerte in Mailand, New York City, London, Brüssel, Paris, Madrid, Hongkong, Bukarest und Sofia.
Er arbeitete mit führenden Dirigenten wie Riccardo Muti, Zubin Mehta, Myung-Whun Chung, Daniele Gatti, Daniel Oren, Pinchas Steinberg, Gianandrea Noseda, Gianluigi Gelmetti, Bruno Campanella, Alain Lombard, Nello Santi, Patrick Summers, Paolo Arrivabeni und Renato Palumbo. Außerdem arbeitete er mit Regisseuren wie Franco Zeffirelli, Hugo De Ana, Pier Luigi Pizzi, Robert Carsen, Jonathan Miller, Giuliano Montaldo, Ferzan Özpetek, Beni Montresor, Alberto Fassini, Gianfranco De Bosio, Renzo Giacchieri und Henning Brockhaus.
Meoni wurde mit bedeutenden Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet, wie mit dem "Lauri-Volpi"- und dem "Ettore Bastianini"-Preis.
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