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Der Ring - Ein Fall für eine Stunde?

Eine musikalische Erzählung
von Marie-Helen Joël nach Richard Wagners
"Der Ring des Nibelungen"
Geplante Termine
26.5.2021, 14:30+16:00 Uhr Bettina von Arnim-Haus
27.5.2021, Augustinum
1.6.2021, 14:30+16:00 Uhr Papst Leo Haus
2.6.2021, 14:30+16:00 Uhr Seniorenstift St. Laurentius

Bitte wenden Sie sich mit Anfragen zu verfügbaren Terminen an katja.goepel@tup-online.de.



„Richard Wagner ist ganz bestimmt nicht der nette Kerl von nebenan, für den Sie ihn halten. Wissen Sie eigentlich, dass kaum ein anderer Künstler bei seinen Zeitgenossen, neben einigen Glückszuständen, für so viele Wutausbrüche gesorgt hat, wie dieser… Richard Wagner. Entweder man liebt seine Musik oder man hasst sie. Aber auf jeden Fall muss man viel Zeit mitbringen!“ Musikwissenschaftler Freiherr Wieland von Wildmoser ist fest entschlossen, der auserlesenen Zuhörerschaft die wahre Geschichte des Rings zu erzählen. Allerdings geht er nicht davon aus, dass man 15 Stunden reine Musik – denn so lange dauern die insgesamt vier Opernabende der Ring-Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ – mit all den verzwickten Wendungen in dieser völlig verzwackten Geschichte in 60 Minuten zusammenfassen kann. Ganz im Gegensatz zu seiner „alten“ Freundin Sieglinde Vorkötter, der als Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerin schon einige Almanachs und wundersame Ausführungen über magische Ringe untergekommen sind. Nur in einem sind sich die beiden einig: Um es mit Wagners Worten wiederzugeben, wird die Zeit wohl eher nicht reichen. Nach eigener Aussage, war es Wagner bis zu einem gewissen Grad gleichgültig, ob man seine selbst gedichteten Verse verstand. Ihm reichte es, wenn man die Handlung begriff. …Und? Haben Sie je die Geschichte des Rings verstanden?

Herr von Wildmoser hat bei genauem Hinhören 34 im Ring genannte Personen ausfindig gemacht. Wie soll man da noch den Überblick behalten? Und glauben Sie ja nicht, dass Ihnen die Leitmotive eine große Hilfe sind. Diese „Erkennungsmelodien“ sollen es jedem von uns ermöglichen, nur anhand der Musik zu hören, wer gerade mit wem worüber spricht. Vergessen Sie’s! – Dieses hoch komplexe Musikgewirr ist eine Wissenschaft für sich. Aber das opernbegeisterte Duo wird Abhilfe schaffen: Während Freiherr Wieland von Wildmoser sich sicher ist, dass er als Kavallerietenor und Reparaturbariton die „Herzen der stolzesten Frau’n bricht“, stellt sich Sieglinde Vorkötter als Heldensoubrette und Requisit die Frage, „was der Siegesmund dafür kann, dass er so schön ist“. Bei ihrer musikalischen „Ring-Vorlesung“ werden die beiden begleitet vom Festspielorchester – alias Heribert Feckler, der sich am Ende nichts sehnlicher wünscht, als „einmal am Rhein zu sein“ – dort, wo alles begonnen hat. Sie erwartet eine musikalische Reise durch den Ring-Komplex mit Opernausschnitten, Texten, Bildern und… 30er-Jahre-Schlagern, die thematisch „auf dem Weg“ liegen.
Team
Musikalische Leitung
Konzept und Buch
Besetzung
Sieglinde Vorkötter
Freiherr Wieland von Wildmoser
Christoph Scheeben
Festspielorchester (am Klavier)