Ein Sommernachtstraum: "Tanz auf dem Vulkan"

Sopran
Angela Denoke
Klarinette
Norbert Nagel
Violoncello
Tim Park
Arrangements, Klavier
Tal Balshai
Essener Philharmoniker
Dirigent
Felix Bender
Rezitation
Uwe Kraus
Licht, Ton
Reinhard Bichsel
In den letzten Jahrzehnten hat sich über die 1920er ein verklärender Schleier gelegt, davon zeugen nicht nur immer zahlreicher werdende Filme, die sich dieser besonderen Zeit annähern. Nun leben wir wieder in den 20er Jahren: eine Gelegenheit zurückzublicken, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Dekaden zu entdecken und sich schlicht auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise zu begeben. Denn die goldenen Zwanziger waren eine Zeit der Vielfalt, in der eine kulturelle Explosion Hand in Hand mit immer deutlicheren finanziellen und gesellschaftlichen Problemen ging - eben ein echter "Tanz auf dem Vulkan". Schlager und Zwölftonmusik, Jazz und große Oper standen nebeneinander. So unterschiedliche Komponisten wie Korngold, Kálmán, Hindemith, Strauss oder Schulhoff stehen emblematisch für diese Vielfalt. Das alles brach 1933 mit dem Ende der Weimarer Republik wie ein Kartenhaus zusammen, und selbst den größten Stars wie etwa den beiden Operettendiven Fritzi Massary und Gitta Alpar drohte kurz darauf das Karriereaus. Die Essener Philharmoniker und eine der größten Opernsängerinnen der Gegenwart, Angela Denoke, lassen die Musik jener Zeit wieder auferstehen, von riesigem Orchesterwerk bis zu frivolem Chanson.

Konzert ohne Pause
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So
30
Mai
11:00 - 12:00
Online-Konzert