Hans Heiling

Romantische Oper in einem Vorspiel und drei Akten von Heinrich Marschner
Premiere am 24. Februar 2018
Mit Übertiteln



Zum Stück

In ihren unterirdischen Gängen graben die Erdgeister nach Schätzen. Doch ihr König Hans Heiling hat anderes im Sinn: Er geht hinauf in die "obere Welt", um seine magische Herkunft hinter sich zu lassen, zu heiraten und ein gewöhnliches Menschendasein zu führen. Wie lange kann das gut gehen?

Eine alte böhmische Sage war die Inspirationsquelle für Marschners Oper, die hineinführt in die tiefste deutsche Romantik. Der unbehauste Titelheld erscheint wie ein verkehrter Faust: Alle Gelehrtheit, alle Zauberkraft und alle Erkenntnis opfert er zugunsten einer für ihn scheinbar erstrebenswerten Normalität. Und auch musikalisch ist "Hans Heiling" ein Schlüsselwerk deutscher Kulturgeschichte, ein Verbindungsscharnier zwischen Carl Maria von Weber und Richard Wagner, in dessen Werken Marschner nachklingt: etwa die dämonische Gestalt des "Fliegenden Holländer" oder die unter Tage schürfenden Nibelungen. Dabei ist Marschner ästhetisch höchst eigenständig, setzt etwa die Ouvertüre hinter ein durchkomponiertes Vorspiel und wechselt zwischen Rezitativen und gesprochenem Dialog hin und her. Nach Opern wie "Der Vampyr" und "Der Templer und die Jüdin" konnte er somit seinen Rang als bedeutender und erfolgreicher Komponist festigen.

Doch auch eine handfestere Seite wohnt dem Stoff inne: Uraufgeführt 1833 in der Zeit des Durchbruchs der industriellen Revolution, ist "Hans Heiling" nicht nur eine Zauberoper, sondern zugleich eine Reflexion über die Gesellschaft der Arbeiter und Bergleute sowie deren Lebensstrukturen. Anlässlich der Schließung der letzten aktiven Zeche des Ruhrgebiets 2018 wird dieses Thema noch einmal hochaktuell. Im Spannungsfeld zwischen Geisterkönigen und Ruhrbaronen, zwischen Erdgeistern und Kumpeln kann uns Marschners Oper davon erzählen, woher wir kommen – und vielleicht auch, wohin es uns treibt. "Die ist eine Inszenierung für Essen und für das Ruhrgebiet", so Regisseur Andreas Baesler. Seine Verbundenheit mit der Region kommt besonders durch die Mitwirkung des Bergwerkorchesters Consolidation zu Ausdruck.

Dauer: ca. drei Stunden.
Pause nach einer Stunde.
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.

Die Premiere wird von WDR 3 und Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet um am 10. März 2018 um 19:05 Uhr (Deutschlandfunk Kultur) und am 1. April 2018 um 20:04 (WDR 3) ausgestrahlt.
Team
Musikalische Leitung
Inszenierung
Kostüme
Choreinstudierung
Dramaturgie
Besetzung
Die Königin der Erdgeister
Hans Heiling, ihr Sohn
Anna, seine Braut
Gertrude, ihre Mutter
Konrad, burggräflicher Leibschütz
Stephan, ein Schmied
Nicklas, ein Bauer

Pressestimmen

"Rundum geglückte Produktion"
"Andreas Baesler hat in der Handlung verblüffende Parallelen zur Dynastie der Essener Krupp-Familie ausgemacht und inszeniert den Titelhelden als Wiedergänger von Alfried Krupp und seine Mutter, die Königin der Erdgeister als Bertha Krupp. [...] Frank Beermann am Pult der Essener Philharmoniker geht mit Verve ans Werk und holt ein Maximum an Differenzierung und Dramatik aus der Partitur heraus. [...] Großer Applaus für eine rundum geglückte Produktion."
Die deutsche Bühne
25. Februar 2018
Regine Müller

"Die Inszenierung ist durchweg spannend."
"Regisseur Andreas Baesler und sein Team allerdings liefern mit ihrer am Samstag am Aalto-Theater herausgekommenen Inszenierung einen operalen Abgesang auf die Kohleförderung im Revier und identifizieren dabei den Titelhelden mit Alfried Krupp und Essen. [...] Die Inszenierung ist durchweg spannend."
Ruhr Nachrichten
26. Februar 2018
Klaus Stübler

"Überragend starkes Bühnenbild"
"Harald Thors überragend starkem Bühnenbild entzieht man sich nicht leicht."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
26. Februar 2018
Lars von der Gönna

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