Kain und Abel

oder der erste Mord
(Cain, overo il primo omicidio)
Oratorium in zwei Teilen von Alessandro Scarlatti
Libretto von Antonio Ottoboni
Premiere am 25. Januar 2020
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln



zum stück

Es ist der erste Mord der Menschheitsgeschichte, doch wie wir wissen, bei weitem nicht der letzte. Denn nach biblischer Überlieferung stammen alle Menschen von einem Mörder ab: Kain, dem ersten Menschen, der auf der Erde geboren wurde. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Abel wird er von seinen Eltern Adam und Eva gottesfürchtig erzogen, aber als eines Tages Abels rituelle Opfergaben vorgezogen werden, brechen sich düstere Triebe Bahn: Kain tötet Abel und fordert damit den Zorn Gottes heraus. Die Geschichte aus der Genesis wirft zahlreiche Fragen auf, die die Menschheit seit jeher beschäftigen. Warum geht es mir nicht so gut wie den anderen? Warum werden andere scheinbar grundlos bevorzugt? Ist die Existenz des Bösen fest im Menschen verankert? Hat es gar eine geheime Funktion im Schöpfungsplan? Sind wir alle Teil eines göttlichen Experiments? Kann oder muss man einem Mörder vergeben? Ist Frieden überhaupt möglich, oder ist die Existenz von Gewalt der Menschheitsgeschichte unauslöschlich eingeschrieben?

Alessandro Scarlatti erhielt einen Großteil seiner musikalischen Ausbildung in Rom, dem Zentrum der Oratorienkomposition zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Zudem kam ihm die Zeit der "opera proibita" zu Gute: Zwischen 1698 und 1710 waren in Rom Opernaufführungen verboten, und die Komponisten verbargen ihre Bühnenstücke hinter der Fassade von Oratorien, wodurch sich dieses Genre in eine immer dramatischer werdende Richtung entwickelte. Mit dieser Erfahrung im Gepäck kam Scarlatti 1706 nach Venedig, dem damaligen Opernzentrum. Dort entstand im darauffolgenden Jahr auch "Kain und Abel", eine packende Dramatisierung der biblischen Geschichte, die Scarlatti in virtuose Barocktöne kleidet. Die Premiere markiert zudem die Rückkehr von Dietrich W. Hilsdorf, dessen Inszenierungen das Aalto-Theater prägten und bis heute nachwirken.

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer
Nachgespräch am 30. Januar und 8. März 2020 in der Aalto-Cafeteria
Öffentlicher Probenbesuch am 16. Januar 2020 16:00
Matinee am 19. Januar 2020 11:00

Pressestimmen

"Großartige Aufführung"
"Ein perfektes Ensemble in einer großartigen Aufführung, die sogar fantastisch klingt im riesigen Aalto-Theater: klar, transparent, trocken, aber nicht zu trocken. Weil alle Beteiligten miteinander etwas Besonderes schaffen wollen. Weil Dirigent und Regisseur spürbar gemeinsam unterwegs sind. Und weil der Bühnenbildner Dieter Richter es wieder einmal geschafft hat, mit seiner Idee eines Theaterraumes die Akustik einer Aufführung positiv zu prägen."
Die deutsche Bühne
26. Januar 2020
Andreas Falentin

"Spannender Zugang"
"In seiner 20. Inszenierung für das Aalto-Theater findet Hilsdorf einen spannenden Zugang und zeigt mit einem musikalisch und darstellerisch hervorragenden Ensemble, dass Scarlattis Oratorium für eine szenische Umsetzung wunderbar geeignet ist."
Online Musik Magazin
26. Januar 2020
Thomas Molke

"Ein großer Wurf"
"Regisseur Dietrich Hilsdorf macht daraus bei seiner am Samstag herausgebrachten 20. Inszenierung fürs Essener Aalto-Theater ein symbolträchtiges, psychologisch durchdrungenes barockes Familientreffen, an dem neben den beiden verfeindeten Brüdern deren Eltern Adam und Eva sowie als Drahtzieher Gott und Luzifer teilnehmen."
Ruhr Nachrichten
27. Januar 2020
Klaus Stübler

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