Xavier Sabata

Der katalanische Countertenor Xavier Sabata ließ sich zunächst am Institut del Teatre Barcelona zum Schauspieler ausbilden, bevor er Gesang an der Escola Superior de Musica Catalunya und an der Musikhochschule Karlsruhe studierte, wo Hartmut Höll und Mitsuko Shirai zu seinen Lehrer gehörten. Opernproduktionen führten ihn zu den wichtigsten Opernhäusern der Welt, u. a. ans Teatro Real Madrid, Teatre del Liceu in Barcelona, Théâtre des Champs-Elysées in Paris, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, das Theater an der Wien, das Teatro La Fenice in Venice und das Grand Théâtre de Genève. In der nächsten Spielzeit gibt er sein Debüt an der Wiener Staatsoper als Ottone ("L'incoronazione di Poppea") unter der Leitung von Pablo Heras-Casado. 2019 wurde Xavier Sabata als bester männlicher Künstler bei den International Opera Awards nominiert. Sein Repertoire reicht von Cavalli und Monteverdi über die Helden der barocken Opera seria bis zu zeitgenössischen Werken. In der letzten Zeit sang er u. a. Bertarido ("Rodelinda") an der Opéra de Lyon in einer Inszenierung von Claus Guth sowie am Teatro Municipal de Santiago de Chile, Ottone unter Diego Fasolis an der Staatsoper unter den Linden Berlin, Endimione ("La Calisto") mit David Alden und Ivor Bolton am Teatro Real Madrid, die Uraufführung von "L'enigma di Lea" am Gra Teatre de Liceu Barcelona, die Titelpartie in "Rinaldo" bei einer Europatournee mit Christophe Rousset und dem Kammerorchester Basel sowie in einer Neuproduktion beim Peralada Festival sowie Ottone ("Agrippina") bei einer Europatournee mit Il Pomo d'Oro und Maxim Emelyanychev. Er trat mit wichtigen Barockensembles wie Les Arts Florissants, Europa Galante, Collegium 1704, dem Venice Baroque Orchestra, Il Pomo D’Oro, Orquesta Barroca Sevilla und La Folia Barockorchester auf und arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Fabio Biondi, René Jacobs, Jordi Savall, Alan Curtis, Gabriel Garrido, Fabio Bonizzoni, Diego Fasolis, Andrea Marcon, Xavier Dìaz Latorre, Ivor Bolton, George Petrou, Riccardo Minasi, Harry Bicket und Christopher Moulds. Konzerte führten ihn u. a. zum Concertgebouw Amsterdam, dem Barbican Centre, der Wigmore Hall in London, dem Lincoln Center New York, dem Kennedy Center in Washington D.C., der Tchaikovsky Hall in Moskau, dem Auditorio Nacional in Madrid und dem Palau de la Musica in Barcelona, sowie zu den Händelfestspielen in Halle, den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Aix-en- Provence, den Innsbrucker Festwochen der alten Musik, den Dresdener Musikfestspielen, dem Händelfestival Karlsruhe und dem Festival de musique Baroque d'Ambronay. 2013 erhielt er den Premio Ópera Actual, 2014 wurde er mit dem Premi Tendències d’el Mundo ausgezeichnet. Bei Labels wie Virgin Classics/EMI, Decca, Harmonia Mundi Iberica und Aparté erschienen Aufnahmen von Händels "Faramondo", "Arminio", "Ottone", "Alessandro" und "Tamerlano", wo Xavier Sabata die Titelrolle sang. Seine Soloeinspielung "Bad Guys" erhielt ebenso großes Kritikerlob wie seine Alben "I dilettanti" und "Catharsis", auf dem er Opernraritäten des frühen 18. Jahrhunderts präsentiert. Außerdem war er zusammen mit Max Emanuel Cencic, Yuriy Mynenko und Franco Fagioli Teil des Programms "Gala Night of Countertenors", das bei DECCA veröffentlicht wurde. Zudem nimmt der Liedgesang einen großen Teil seines Schaffens ein, so sang er gerade die "Winterreise" in Barcelona und Girona. Diesen Liederzyklus hat er auch auf CD aufgenommen.
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