Luisa Miller

Oper von Giuseppe Verdi
Wiederaufnahme am 30. März 2019
italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln



zum stück

Schillers "Kabale und Liebe" ist 1784 wie kaum ein anderes Stück "ein Dolchstoß in das Herz des Absolutismus". Verdi dringt 1849 mit seiner Adaption in die bürgerliche Sphäre des kritischen Gesellschaftsdramas vor. In seiner dritten Vertonung eines Sujets nach Schiller rückt erstmals ein kleinbürgerliches Familienmilieu ins Zentrum. Die neapolitanischen Behörden wähnen Schillers "Louise Millerin" – so der ursprünglich von Schiller geplante Titel – weit entfernt von einem gesellschaftskritisch brisanten Stück. Unbeeindruckt von Verdis Protesten passt sein Librettist, Salvatore Cammarano, den Stoff den Gesetzen der neapolitanischen Operntradition an und verwandelt dabei ein Stück von beißender Gesellschaftskritk in scheinbar harmlose "Tiroler Alpenfolklore", die Verdis Musik jedoch souverän übergeht. Verdi gelingen hervorragende Charakterstudien, die besonders einen Regisseur wie Dietrich Hilsdorf reizen mussten, nachdem er das Schauspiel schon zuvor inszeniert hatte. Darüber hinaus galt das besondere Interesse des Regisseurs hier einmal mehr der Methode der starken Reibungen zwischen Urtext und Komposition – und den sich daraus ergebenden Brechungen. Hilsdorf führte Verdis in Deutschland weniger bekannte Oper wieder näher an die Vorlage Schillers heran.

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.
Team
Musikalische Leitung
Inszenierung
Kostüme
Choreinstudierung
Dramaturgie
Besetzung
Der Graf von Walter
Rodolfo, sein Sohn
Luisa, seine Tochter
Federica, Herzogin von Ostheim
Ein Höfling
René Aguilar
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