Marco Comin

Geboren in Venedig, gehört Marco Comin zu den spannendsten Dirigenten der neuen Generation. Seine Interessen und Vorlieben reichen von der Aufführungspraxis der Barockmusik bis zum großen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu Hause sowohl im Konzert- als auch im Opernrepertoire vermag er mit packenden, emotionalen und höchstsensiblen Interpretationen zugleich zu begeistern.   Von 2012/2013 bis 2016/2017 war Marco Comin Chefdirigent des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München.  Hier wurde er von Publikum und Presse für seine Interpretationen von Honeggers "Jeanne d’Arc au Bûcher", Händels "Semele", Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Tschaikowskis "Iolanta", Verdis "Aida" und der UA von Friedrich Cerhas "Onkel Präsident" gefeiert und leitete sehr erfolgreiche Barockkonzertserien.  In der Spielzeit 2014/2015 wurde er von Presse und Publikum gleichermaßen für sein Dirigat von Brittens "Peter Grimes" und Richard Strauss-Ballettproduktion "Schlagobers" bejubelt. Großen Erfolg hatte Marco Comin in München zuletzt mit Bellinis "La Sonnambula", die wie der Großteil der von ihm in München geleiteten Produktionen, auch mit der Rose der tz München und dem Stern der Münchner Abendzeitung prämiert wurde. Ebenso großen Erfolg hatte er mit seiner Abschiedsproduktion "Don Giovanni". Eine Aufführungsserie von "Tosca" führte ihn 2013 an die Ungarische Staatsoper Budapest, wohin er mit "Carmen" zurückkehrte und ein Jahr später auch mit Verdis "Otello" erneut gastierte. Ebenfalls 2014/2015 gab Marco Comin mit Verdis „Luisa Miller“ sein Debüt an der Staatsoper Stuttgart, wo er in der Spielzeit 2016/2017 mit "Nabucco" erneut gastierte und 2017/2018 mit Brittens "Death in Venice" und der Neuproduktion "Don Pasquale" wieder zu erleben sein wird. Darüber hinaus war er an der Oper Graz mit "Die Entführung aus dem Serail" und mit der Neuproduktion von "La Rondine" sehr erfolgreich und gab mit "Le Nozze di Figaro" sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. Zu seinen Plänen der nächsten Zeit zählen u. a. die Neuproduktion "Le Nozze di Figaro" an der Oper Graz sowie "Pagliacci" / "Cavalleria rusticana" an der Ungarischen Staatsoper Budapest. In seiner Heimatstadt studierte Marco Comin Klavier und Komposition am Conservatorio di Musica "Benedetto Marcello" sowie Geschichte an der Università Ca’ Foscari. Gleich nach Abschluss seines Dirigierstudiums an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin wurde Marco Comin als Zweiter Kapellmeister am Deutschen Nationaltheater in Weimar engagiert, wo er von Beginn an große Opern wie u. a. "Nabucco", "Tosca", "Guillaume Tell" und Aribert Reimanns "Melusine" dirigierte. 2008 wurde Marco Comin erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel. Dort erlebte er große Erfolge u. a. mit Mozarts "Don Giovanni", Donizettis "Lucia di Lammermoor", Gounods "Faust", Verdis "Otello", Puccinis "La Bohème", Brittens "A Midsummer Night's Dream" und vielen Sinfoniekonzerten. Als Gastdirigent arbeitete Marco Comin auf dem Konzertpodium u. a. mit den Münchner Philharmonikern, der Nordwest Deutschen Kammerphilharmonie, der Philharmonie Essen, der Mecklenburgischen Staatskapelle und der Jenaer Philharmonie und mit prominenten Solisten wie der Pianistin Ragna Schirmer, und dem Startenor Klaus-Florian Vogt zusammen. 2014 führte ihn eine Konzerttournee mit dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz nach Mexiko.