8. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker

Mendelssohn Streichquintett

Werke von Antonín Dvorák, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart
Veranstalter: Essener Philharmoniker



Violine
Amelie Wünsche, Susanne Hohorst
Viola
Sebastian Bürger, Magdalena Härtl
Violoncello
Anja Rapp
Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquintett Nr. 4 g-Moll, KV 516
Antonín Dvorák
Terzetto C-Dur für zwei Violinen und Viola, op. 74
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquintett B-Dur, op. 87 Nr. 2

Die Tonart g-Moll hat bei Mozart eine ganz besondere Bedeutung, die sich von seinem Frühwerk bis zur kurz vor seinem Tod verfassten "Zauberflöte" manifestiert: Für ihn stellte sie die Todestonart dar, die er vor allem in seinen Opern verwendete. In seinem 1787 geschriebenen Streichquintett Nr. 4 dringt g-Moll ganz prominent nun auch in die Instrumentalmusik und tritt in den unterschiedlichsten Affekten zu Tage. Das Quintett spannt nämlich einen weiten Radius von leiser Verzweiflung bis zu größter Dramatik auf. Für Mozart war dieses Werk nicht zuletzt auch ein autobiografisches Bekenntnis, denn die Todesangst sollte ihn ab diesem Zeitpunkt immer stärker verfolgen. 100 Jahre später veröffentlichte Antonín Dvorák sein Terzetto in C-Dur. Hier spielte keine Angst, sondern zu hoher Anspruch eine tragende Rolle: Eigentlich war dieses Werk für einen privaten Hausmusikkreis bestimmt, doch erwies es sich als zu schwierig. Schließlich wurde es von Profimusikern zur Uraufführung gebracht. Das große zweite Streichquintett von Felix Mendelssohn Bartholdy bildet schließlich den absoluten Gegenpart zu Mozarts düsterem Stück. Er verfasste es während eines glücklichen Sommerurlaubs, den er mit seiner Frau Cécile im Taunus verbrachte.