12. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker

Brahms pur

Veranstalter: Essener Philharmoniker



Violine, Dirigent
Julian Rachlin
Essener Philharmoniker
Johannes Brahms
Konzert D-Dur für Violine und Orchester, op. 77
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68

Als der 45-jährige Johannes Brahms im Jahr 1878 am Wörthersee weilte, komponierte er sein erstes Violinkonzert. In einem Briefwechsel mit dem Solisten Joseph Joachim nahm er einige Umarbeitungen vor, da er selbst stets vom Klavier aus komponierte und des Violinspiels nicht mächtig war. Dennoch stellt das Konzert hohe technische Anforderungen an einen Solisten, die Joachim mit Brahms am Pult zur Uraufführung am Neujahrstag 1879 im Gewandhaus zu Leipzig mit Bravour meisterte. Auch die Sinfonie c-Moll ist ein Erstling in Brahms' Schaffen. Schon länger hatten ihn Kritiker und Freunde, unter ihnen auch Robert Schumann, dazu gedrängt, eine Sinfonie zu komponieren. Er selbst fürchtete sich jedoch davor, das Erbe Beethovens anzutreten, hörte er doch immerzu diesen "Riesen hinter sich marschieren". Doch wie seine Skizzen aus dem Jahr 1862 beweisen, spielte Brahms schon längere Zeit mit dem Gedanken, eine Sinfonie zu komponieren. Während eines Urlaubs auf Rügen 1876 wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt. Doch der "Riese" sollte Brahms weiterhin im Nacken sitzen, bezeichnete doch kein Geringerer als Hans von Bülow die Sinfonie nach der Uraufführung am 4. November 1876 als "Beethovens 10. Sinfonie".

19:30 Uhr Konzerteinführung im Alfried Krupp Saal