Eine Nacht in Venedig

Operette in drei Akten von Johann Strauß
Text von Friedrich Zell und Richard Genée
Premiere am 3. Juni 2018
Wiederaufnahme am 14. September 2018



Zum Stück

Es herrscht Karneval in der legendären Lagunenstadt. Alle Menschen sind für einen Augenblick gleich: Adelige und Bürgerliche, Reiche und Arme, Makkaroni-Koch und Senator. Und jeder will etwas von jedem. Im besonderen Zentrum des Interesses steht jedoch wieder einmal der Herzog von Urbino, denn ohne sein Maskenfest wäre der Karneval nicht vollkommen. Der berüchtigte Schürzenjäger hat sich auch diesmal ein großes Programm vorgenommen – "treu sein", das liegt ihm nun einmal nicht. Aber er hat Glück: Alle Frauen wollen von ihm vernascht werden, während deren Männer mit nur mäßigem Erfolg versuchen, genau jenes zu verhindern. Viele Intrigen müssen scheitern und viele Masken müssen gelüftet werden, bis sich schließlich die richtigen Paare finden – natürlich nicht, ohne sich vorher mit den falschen Partnern ausgelassen amüsiert zu haben …

Ein Seitensprung hat die Geschichte des Stücks aber auch in der Realität bestimmt: Aufgrund einer Affäre seiner Frau mit dem Direktor des Theaters an der Wien weigerte sich Johann Strauß, das Stück in der österreichischen Hauptstadt herauszubringen. Als einzige Premiere des großen Walzerkönigs kam die "Nacht in Venedig" in Berlin heraus und sorgte dort für Ärger – war sie etwa zu frivol für die preußische Hauptstadt? Den Durchbruch erlebte die Operette erst 1923 in Wien, als kein Geringerer als Erich Wolfgang Korngold sich ihrer annahm, mit dem erklärten Ziel, "die Operette so gut als möglich, im Geist ihres Schöpfers und mit zeitgemäßer Wirkung aufzuführen". Für den Startenor Richard Tauber schuf er Gesangseinlagen wie "Sei mir gegrüßt, du holdes Venezia" und "Treu sein, das liegt mir nicht" – heute kaum mehr aus dem Stück wegzudenken. Mit Barkarolen, Serenaden und mitreißenden Walzern beschwört "Eine Nacht in Venedig" ein goldenes Zeitalter der Operette herauf, das uns verschmitzt einen Spiegel vors Gesicht hält.

Pause nach ca. 90 Minuten.

Gefördert vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen und von der RST Beratungsgruppe.

Pressestimmen

"Konsequente Erneuerung"
"Die Frage, wie man heute Operette macht, hat das Aalto-Theater jedenfalls mit einer mutigen Inszenierung für sich entschieden: Keine billige Aktualisierung, sondern konsequente Erneuerung."
Revierpassagen
6. Juni 2018
Werner Häußner

"Erfrischend moderne Neuinszenierung"
"Regisseur Bruno Klimek und sein Ausstatter Jens Kilian haben dem vor 135 Jahren in Berlin uraufgeführten, musikalischen Evergreen ein Update verpasst. Zu sehen ist keine plüschige Ausstattungsoperette in einem opulenten Sehnsuchts-Venedig – viel mehr als ein paar Gondeln im Nebel gibt es da nicht. Klimeks Fokus liegt auf der Überdrehtheit der Personen, auf dem Hype, den Playboy Guido, der Herzog von Urbino, durch seinen Auftritt beim Karneval auslöst. Während sich sämtliche Frauen im emotionalen Ausnahmezustand befinden, versuchen die Männer panisch, ihre Gattinnen in Sicherheit zu bringen."
Ruhr Nachrichten
5. Juni 2018
Klaus Stübler

"Großes Vergnügen"
"Bruno Klimeks Inszenierung wurde Sonntagabend einhellig gefeiert, nichts weniger als das Kunststück einer Neubegegnung, die Opas Operette so clever überwindet wie sie billiger Zeitgenossenschaft aus dem Weg zu gehen weiß."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
5. Juni 2018
Lars von der Gönna

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