Sebastian Hannak

Sebastian Hannak, geboren 1976, ist einer der meistbeachteten Bühnenbildner seiner Generation. Er studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunstakademie Stuttgart bei Jürgen Rose und Martin Zehetgruber. Währenddessen verbrachte er einen Arbeitsaufenthalt bei David Hockney in Los Angeles und war in Stuttgart, Hamburg und Zürich u. a. bei Klaus- Michael Grüber, John Neumeier und Johann Kresnik tätig.
Seine Raumgestaltungen für Oper, Ballett, Tanztheater und Schauspiel führen ihn an namhafte Häuser im In- und Ausland, wie an die Staatsoper Stuttgart, die Staatsoper Budapest, an das Staatstheater Karlsruhe und das Hessische Staatsballett. Außerdem verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Regisseur*Innen und Choreografen wie Florian Lutz, Paul-Georg Dittrich, Slava Daubnerova, Jakob Peters-Messer, Frank Hilbrich, Yuval Sharon, Martin Nimz, Christof Nel, András Almási-Tóth, Tim Plegge, Reginaldo Oliveira und Stijn Celis. Seine Arbeiten wurden mehrfach zum Raum des Jahres nominiert und ausgestellt, u. a. auf der Prager Quadriennale im deutschen Pavillon. Für seine Raumbühne "HETEROTOPIA" erhielt er 2017 den Theaterpreis "DER FAUST" sowie im selben Jahr den Weltenbauer Award für "Kabale und Liebe". Er war Stipendiat und Juror der Akademie Musiktheater Heute und ist dort im Alumnibeirat tätig, zudem ist er Mitglied im Bund der Szenografen. Für die Zeitschrift "Die deutsche Bühne" gestaltete er die Titelseiten und veröffentlicht regelmäßig Grafiken, Theaterfotos und Textbeiträge. 2019 erhielt er einen Lehrauftrag an der HS Mainz. Zudem veröffentlicht er regelmäßig Textbeiträge in Fachzeitschriften und hält Vorträge und Seminare. Im Verlag Theater der Zeit veröffentlichte er gemeinsam mit Florian Lutz das Buch "Raumbühne HETEROTOPIA - Neue Perspektiven im Musiktheater" und gestalteten einen PQ TALK auf der Prager Quadriennale 2019 zu seinen RAUMBÜHNEN. 2020 erforscht er hybride Darstellungsformen mit dem Projekt "Augmented & Expanded Scenography".