Öffentliche Probe "non-existent"

Februar 2024
Do
22
http://www.theater-essen.de/ Theater und Philharmonie Essen Opernplatz 10, 45128 Essen

Öffentliche Probe "non-existent"

Casa · Theaterpassage
Öffentliche Probe am 22. Februar 2024



von Natalka Vorozhbyt (Auftragswerk)
Deutsch von Lydia Nagel
Mit Übertiteln in ukrainischer Sprache

Inszenierungen wachsen oftmals erst in den letzten Proben-Tagen vor der Premiere richtig zusammen. Erst dann erleben die Schauspieler*innen und alle weiteren Produktions-Beteiligten auf und hinter der Bühne das Theaterstück im ganzen Ablauf. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, die Arbeit auch mit anderen zu teilen, die bisher nicht involviert waren und daher völlig unvoreingenommen auf das Bühnengeschehen blicken – um Ihre Reaktionen und Gedanken zu erfahren. In diesem Kontext möchten wir Sie ab sofort und in Zukunft bei einigen unserer Inszenierungen zu einer öffentlichen Probe einladen. Als Test-Zuschauer*innen erleben Sie das neue Stück exklusiv noch vor der Premiere, erhalten einen Einblick in künstlerische Prozesse und haben außerdem die Möglichkeit, uns ihre Eindrücke im Anschluss an die Probe mitzuteilen. Wie? Das erzählen wir Ihnen vor Ort!

Der Inhalt des Stückes:

Drei Frauen – Großmutter, Tochter und Enkelin – sitzen in einer gemütlichen Wohnung in einer der europäischen Hauptstädte beim Abendessen zusammen. Sie reden über die Produkte im Supermarkt, den bevorstehenden Wochenendausflug und die Schularbeiten der Jüngsten. Fast könnte man denken, dass sie schon immer hier leben, dabei sind sie erst vor wenigen Monaten eingezogen. Im Wohnhaus sind sie als die ukrainischen „Flüchtlinge“ bekannt, sie selbst würden sich eher als „vorübergehend Vertriebene“ bezeichnen. Nur keine dieser traumatischen Erfahrungen – weder Flucht noch Vertreibung – sieht man ihnen an.

Aus der Ferne betrachtet scheint es geradezu unvorstellbar, dass sie eben noch unter Bombenalarm aus dem Haus stürmten oder vor den Toren Europas im Stau standen auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Nach Auftragsarbeiten für große europäische Theaterhäuser, unter anderem in London und München, schreibt die preisgekrönte ukrainische Dramatikerin und Drehbuchautorin Natalka Vorozhbyt nun auch für das Schauspiel Essen. In ihrer Heimatstadt Kiew ist ein Theaterstück entstanden, das über Leben und Liebe in Zeiten des Krieges handelt. Mit psychologischem Feinsinn und emotionaler Tiefe berichtet sie darin von drei Frauen verschiedener Generationen im Exil und von deren Kontaktversuchen in eine Heimat, die nur noch in der Erinnerung existiert.

Die öffentliche Probe ist vom Angebot der TUPcard ausgeschlossen.

Mehr Informationen zu "non-existent".

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