Unter W@sser

von Andréanne Joubert und Jean-François Guilbault
Übersetzt von Frank Weigand im Auftrag des Saarländischen Rundfunks

Das Stück

Louis ist 16, steht auf Superhelden und träumt von Superkräften. Als er durch Zufall die Zugangsdaten zum Intranet der Schule herausfindet, scheint plötzlich alles möglich: Noten verändern, Lösungen für alle Prüfungen einsehen – es ist, als hätte Louis nun tatsächlich seine Superkräfte! In einem Online-Forum erfindet er sich als Heldenfigur neu, gibt sich den Namen Narzissus und schart seine Mitschüler als Follower um sich: „Ihr wünscht euch etwas? Bittet, so wird euch gegeben.“ Louis‘ Schwester Eko, die Schulschönheit, testet Narzissus‘ Fähigkeiten mit Erfolg und erzählt bald überall, sie und der Unbekannte seien ein Paar. Sie schickt ihm sogar ein Nacktfoto von sich! Auch die introvertierte Sedna glaubt, in Narzissus ihren Traummann gefunden zu haben. Plötzlich ist jeder neue Tag aufregend, die Trauer ihres verwitweten Vaters wie ausgeblendet – endlich passiert etwas in ihrem Leben, und das alles verdankt sie Narzissus! Doch Louis‘ virtuelles zweites Leben läuft immer mehr aus dem Ruder. Spätestens an dem Tag, an dem das Nacktfoto seiner Schwester im Online-Forum auftaucht, merkt Louis, dass ihm sein Spiel längst entglitten ist …

„Aus großer Macht erwächst große Verantwortung.“ Den kanadischen Autoren Andréanne Joubert und Jean-François Guilbault gelingt ein faszinierendes und zugleich schockierendes Stück über die Einsamkeit des Erwachsenwerdens und die Macht(losigkeit) des Einzelnen im Internet. 2014 wurde „Unter W@sser“ mit dem Prix Louise Lahaye für das beste Jugendstück aus Québec ausgezeichnet und war 2016 für den Deutschen Hörspielpreis der ARD nominiert.


In der vergangenen Spielzeit war die Inszenierung von Marieke Werner zum NRW-Kinder- und Jugendtheatertreffen WESTWIND eingeladen.

Pressestimmen

"Ein packendes Jugend-Drama"
"In ihrer Inszenierung zeigt Marieke Werner […] auf, dass sich die Probleme von Jugendlichen auch in einer hoch technisierten Welt kaum verändert haben: die Suche nach dem eigenen Ich, nach Anerkennung und nach Liebe. […] Alexey Ekimov verleiht Louis einen wunderbaren, zwischen Unbeholfenheit und Selbstüberschätzung schwankenden Charme, Henriette Hölzel spielt Sedna mit melancholischer Verletzlichkeit, Aless Wiesemanns Eko übertüncht ihre Unsicherheit überzeugend mit lasziver Selbstverliebtheit. Ein packendes Stück – nicht nur für die Jugend.”
WAZ/NRZ
2. Oktober 2017
Gordon K. Strahl

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