Kammerkonzert VII
Aquarelles
Werke von Carl Frühling, Maurice Ravel, Philippe Gaubert, Richard Strauss
Date
Sunday 6. June 2027
Flöte
Olivier Girardin
Klarinette
Tristan von den Driesch
Violine
Clemens Ratajczak
Violoncello
Sampo Korkeala
Klavier
Boris Gurevich
Philippe Gaubert
"Trois aquqrelles" für Flöte, Violoncello und Klavier
Richard Strauss
"Der Bürger als Edelmann" - Orchestersuite, op. 60
(bearbeitet von A. L. Beraldo für gemischtes Quintett)
(bearbeitet von A. L. Beraldo für gemischtes Quintett)
Carl Frühling
Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier, op. 40
(Auswahl)
(Auswahl)
Maurice Ravel
"Ma mère l'oye" ("Meine Mutter Gans")
(bearbeitet von A. N. Tarkmann für Klavierquintett)
(bearbeitet von A. N. Tarkmann für Klavierquintett)
Description
Philippe Gaubert studierte Geige, Flöte, Komposition und Dirigieren, bevor er Soloflötist der Pariser Oper wurde - so wundert es kaum, dass er zahlreiche Stücke für Flöte hinterließ. Seine drei "Aquarelles" entstanden 1915, als er in der französischen Armee im Ersten Weltkrieg diente, diese Stücke erzählen allerdings nichts von der Grausamkeit des Krieges. Im Großen Krieg diente auch Maurice Ravel - seine zunächst als Klavierzyklus konzipierte Suite der "Mutter Gans" erklingt in diesem kontrastreichen Kammerkonzert in einer fantasievollen Bearbeitung für Harfe, Flöte und Streichtrio. Carl Frühlings Trio a-Moll wurde 1925 veröffentlicht und verrät eine stilistische Nähe zu Brahms, dessen Klarinettentrio op. 114 vor ca. 30 Jahren entstand.
In Wien wurde 1920 die Orchestersuite "Der Bürger als Edelmann" von Strauss uraufgeführt, bestehend aus Nummern aus der ursprünglichen gleichnamigen Ballettkomödie von 1912. Ein Meister der Instrumentation, bezog sich Strauss einerseits auf direkte Vorlagen Lullys, kombinierte andererseits die Barockstilelemente mit neoklassizistisch-spätromantischen Klängen. Das Ergebnis: Eine besonders theatralische, humorvolle Darstellung der Abenteuer des ungebildeten, aber sehr sympathischen Jourdain, der "seit 40 Jahren Prosa geredet [hat], ohne es zu wissen."
In Wien wurde 1920 die Orchestersuite "Der Bürger als Edelmann" von Strauss uraufgeführt, bestehend aus Nummern aus der ursprünglichen gleichnamigen Ballettkomödie von 1912. Ein Meister der Instrumentation, bezog sich Strauss einerseits auf direkte Vorlagen Lullys, kombinierte andererseits die Barockstilelemente mit neoklassizistisch-spätromantischen Klängen. Das Ergebnis: Eine besonders theatralische, humorvolle Darstellung der Abenteuer des ungebildeten, aber sehr sympathischen Jourdain, der "seit 40 Jahren Prosa geredet [hat], ohne es zu wissen."