Komponistinnenfestival "her:voice"
Artemisia Gentileschi und Elisabeth Jacquet de la Guerre
Heldinnen und Bedrängte – ein weiblicher Blick auf biblische Geschichten in Kunst und Musik?
Vortrag mit Sascha Krohn (Regie & Vortrag), Holger Schmitt-Hallenberg (Gespräch online), Patricia Knebel (Dramaturgie)
Einblicke in den Rechercheprozess zum szenischen Projekt im Rahmen von her:voice 2027
Dauer
ca. 70 Minuten
Hinweise
Eintritt frei
Beschreibung
Die Italienerin Artemisia Gentileschi (1593 – 1654) und die Französin Elisabeth Jacquet de la Guerre (1665 – 1729) gelten als wichtigste Künstlerinnen des Barock: Gentileschi wirkte in der Malerei, de la Guerre in der Musik. Was die beiden Frauen verbindet, ist die Auseinandersetzung mit starken Frauen in biblischen Erzählungen: Judith, die Holofernes enthauptete und Susanna, die sich gegen lüsterne Männer wehrte. Gentileschi tat dies in zahlreichen Gemälden, die sich von denen männlicher Künstler der damaligen Zeit absetzen. De la Guerre vertonte die Geschichten von Judith und Susanna in ihrer ersten geistlichen Kantatensammlung von 1707, in der sie französischen mit italienischem Stil mischte und zur Bildung einer neuen Gattung beitrug.
Ein szenisches Projekt widmet sich im Rahmen der vierten Ausgabe des her:voice-Festivals im Frühjahr 2027 den beiden außergewöhnlichen Künstlerinnen und hinterfragt u. a., inwieweit der weibliche Blick den Werken zu Judith und Susanna von Gentileschi und de la Guerre eingeschrieben ist.
Bei dieser Veranstaltung geben Regisseur Sascha Krohn und Dramaturgin Patricia Knebel einen ersten Einblick in den Rechercheprozess zum entstehenden Stück. Ein Gespräch mit dem Musikwissenschaftler und Barock-Spezialisten Holger Schmitt-Hallenberg gibt Einblick in das Schaffen und die Komponistinnenpersönlichkeit de la Guerres. Bei einem kunstwissenschaftlichen Vortrag beleuchtet dann der studierte Kunsthistoriker Sascha Krohn ausgewählte Gemälde Gentileschis zu Judith und Susanna.
Holger Schmitt-Hallenberg ist freier Musikwissenschaftler mit den Schwerpunkten Barockmusik und historische Komponistinnen. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie in Karlsruhe arbeitete er als Musikdramaturg an mehreren deutschen Opernhäusern, sowie als Leiter der Opernabteilung bei der Konzertdirektion Schmid in Hannover. Er ist externer Konsult der Barock-Wochenenden der Berliner Philharmonie, für die er auch regelmäßig Programmhefttexte verfasst. In seiner schwedischen Wahlheimat führt er einen Musikverlag, in dem er hauptsächlich Barockmusk in eigenen Editionen veröffentlicht. Er wählt und ediert Barockopern für internationale Opernhäuser- und Festivals und ist langjähriger enger Mitarbeiter der Organisation Den Andra Operan, die sich der Aufführung von Opern weiblicher Komponisten widmet. Regemäßige Programmhefttexte u.a. für die Innsbrucker Festwochen Alter Musik und das schwedische Radio-Symphonierorchester sowie Vorträge, Interviews und pädagogische Arbeit runden seine Tätigkeit ab.
Ein szenisches Projekt widmet sich im Rahmen der vierten Ausgabe des her:voice-Festivals im Frühjahr 2027 den beiden außergewöhnlichen Künstlerinnen und hinterfragt u. a., inwieweit der weibliche Blick den Werken zu Judith und Susanna von Gentileschi und de la Guerre eingeschrieben ist.
Bei dieser Veranstaltung geben Regisseur Sascha Krohn und Dramaturgin Patricia Knebel einen ersten Einblick in den Rechercheprozess zum entstehenden Stück. Ein Gespräch mit dem Musikwissenschaftler und Barock-Spezialisten Holger Schmitt-Hallenberg gibt Einblick in das Schaffen und die Komponistinnenpersönlichkeit de la Guerres. Bei einem kunstwissenschaftlichen Vortrag beleuchtet dann der studierte Kunsthistoriker Sascha Krohn ausgewählte Gemälde Gentileschis zu Judith und Susanna.
Holger Schmitt-Hallenberg ist freier Musikwissenschaftler mit den Schwerpunkten Barockmusik und historische Komponistinnen. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie in Karlsruhe arbeitete er als Musikdramaturg an mehreren deutschen Opernhäusern, sowie als Leiter der Opernabteilung bei der Konzertdirektion Schmid in Hannover. Er ist externer Konsult der Barock-Wochenenden der Berliner Philharmonie, für die er auch regelmäßig Programmhefttexte verfasst. In seiner schwedischen Wahlheimat führt er einen Musikverlag, in dem er hauptsächlich Barockmusk in eigenen Editionen veröffentlicht. Er wählt und ediert Barockopern für internationale Opernhäuser- und Festivals und ist langjähriger enger Mitarbeiter der Organisation Den Andra Operan, die sich der Aufführung von Opern weiblicher Komponisten widmet. Regemäßige Programmhefttexte u.a. für die Innsbrucker Festwochen Alter Musik und das schwedische Radio-Symphonierorchester sowie Vorträge, Interviews und pädagogische Arbeit runden seine Tätigkeit ab.