Termin
Donnerstag 17. September 2026
Freitag 18. September 2026
Freitag 18. September 2026
Dauer
2 Stunden, inkl. Pause
Hinweise
19:00 Konzerteinführung
Essener Philharmoniker
Dirigent
Bertrand de Billy
Richard Wagner
"Siegfried-Idyll" E-Dur, WWV 103
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll, WAB 103
Beschreibung
Ein Geburtstagsständchen sondergleichen schrieb Richard Wagner anlässlich der Geburt seines ersten Sohnes Siegfried 1870: das "Siegfried-Idyll". Wie der Name schon verrät, beruht das ca. 20-minütige, in den Konzertprogrammen fest verankerte Stück auf Motiven aus dem gleichnamigen "Ring"-Teil des Meisters, dessen typische Handschrift auch hier ersichtlich ist. Eine Sinfonie mit dramatischen Konflikten, verzweifelten Ausbrüchen und Bruckner’scher Grandezza: Ursprünglich als "Wagner-Sinfonie" geplant, musste die Partitur seiner faszinierenden Dritten mehrfach bearbeitet werden, und nachdem die Uraufführung der zweiten Fassung zum Desaster wurde, schrieb Bruckner eine dritte Fassung, die in diesem Konzert erklingt. Der international agierende Dirigent Bertrand de Billy leitet das erste Sinfoniekonzert der Spielzeit und gibt sein Debüt am Pult der Essener Philharmoniker.
Weitere Informationen
Nicht für den Konzertsaal, sondern für den häuslichen ‚Gebrauch‘ entstand das ca. 20-minütige „Siegfried-Idyll“ 1870: Ein Geburtstagsständchen sondergleichen, eine Huldigung an Gattin Cosima, die am 24. Dezember 1870 ihren 33. Geburtstag feierte und ihm ein Jahr zuvor den ersten Sohn geschenkt hatte, nämlich Siegfried, benannt nach dem großen Helden der Tetralogie. Die schnell zu erkennenden Hauptthemen entstammen dem gleichnamigen „Ring“-Teil, an dem Wagner zeitgleich eifrig arbeitete. Ein sanfter, serenadenartiger Charakter zeichnet die einsätzige Komposition aus, die „Ruhig bewegt“ beginnt und „Bedeutend langsamer“ endet und in jedem Takt Zärtlichkeit und Seelenruhe ausstrahlt. Zudem gilt das melodienreiche, fast impressionistisch anmutende Stück als Erinnerung an die glückliche Familienzeit in Tribschen bei Luzern, wo die Familie Wagner von 1866 bis 1872 wohnte, bevor Wagner nach Bayreuth zog, um seine Festspielhaus-Pläne zu verfolgen.
Bruckners Beziehung zu Wagner spielte eine führende Rolle in seinem Leben und spiegelt sich in seinem Schaffen wider. Ausdruck dieser Verehrung war seine dritte Sinfonie, die in ihrer ersten Fassung (1873) direkte oder indirekte Zitate aus Wagners Musikdramen enthielt und die Bruckner dem „Meister der Dicht- und Tonkunst in tiefster Ehrfurcht“ widmete.
Ihre Uraufführung erlebte die dritte Fassung der Sinfonie 1890 in Wien unter der Leitung von Hans Richter. D. h. erst 16 Jahre nach ihrer Genese sollte die Dritte in ihrem endgültigen Gewand das Licht der Welt erblicken und so erklingt sie heute meistens in Konzerten. Die knapp einstündige Dritte ist vielleicht die erste Sinfonie Bruckners, in der sich seine Musiksprache zum ersten Mal herauskristallisiert: der erhabene Klangstil, die einzelnen Elemente der Instrumentation und die formellen Charakteristika seiner Sinfonik .
Bruckners Beziehung zu Wagner spielte eine führende Rolle in seinem Leben und spiegelt sich in seinem Schaffen wider. Ausdruck dieser Verehrung war seine dritte Sinfonie, die in ihrer ersten Fassung (1873) direkte oder indirekte Zitate aus Wagners Musikdramen enthielt und die Bruckner dem „Meister der Dicht- und Tonkunst in tiefster Ehrfurcht“ widmete.
Ihre Uraufführung erlebte die dritte Fassung der Sinfonie 1890 in Wien unter der Leitung von Hans Richter. D. h. erst 16 Jahre nach ihrer Genese sollte die Dritte in ihrem endgültigen Gewand das Licht der Welt erblicken und so erklingt sie heute meistens in Konzerten. Die knapp einstündige Dritte ist vielleicht die erste Sinfonie Bruckners, in der sich seine Musiksprache zum ersten Mal herauskristallisiert: der erhabene Klangstil, die einzelnen Elemente der Instrumentation und die formellen Charakteristika seiner Sinfonik .
Termine und Tickets
Essener Philharmoniker
Essener Philharmoniker
Gefördert vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e.V.