Foto: Arianna Liperini

Martina Russomanno

Vita

Die 1998 in Italien geborene Sopranistin Martina Russomanno begann ihre künstlerische Laufbahn bereits in jungen Jahren als Schauspielerin und Popsängerin für den italienischen Disney Channel. Ihre klassische Ausbildung begann im Alter von 14 Jahren in Livorno, bis sie 2017 in die Klasse von Michéle Crider an der Universität Mozarteum in Salzburg wechselte, wo sie 2021 ihr Debüt als Vitellia („La Clemenza di Tito”) feierte.
Anschließend war sie zwei Jahre lang (2021–2023) am Opernstudio der Opéra de Paris tätig und nahm 2022 am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil, was ihr das Debüt in Christof Loys „Il Trittico“ ermöglichte.

Zuletzt gab Martina Russomanno ihr Rollendebüt als Donna Anna in „Don Giovanni“ an der Staatsoper Stuttgart und der Semperoper Dresden sowie als Violetta an der Opéra du Rhin; zuvor war sie bereits an Häusern wie dem Teatro alla Scala (Dircé in „Médée“, Bianca in „La rondine“), dem Teatro Regio di Torino (Manon von Massenet, Susanna in „Le Nozze di Figaro“, Princesse Eudoxie in „La Juive“), an der Opéra de Paris (Clorinda in „La Cenerentola“, Drusilla/Fortuna in „L’Incoronazione di Poppea“), beim Rossini Opera Festival (Corinna in „Il Viaggio a Reims“), an der Deutschen Oper Berlin (Madama Cortese in „Il Viaggio a Reims“), an der Opéra de Dijon (Marzelline in „Fidelio“) und an der La Monnaie/de Munt (Juliette in „Die tote Stadt“) auf. Ihre Karriere führte sie zudem in den Oman an die ROH in Maskat (Fiordiligi in „Così fan tutte“), nach Brasilien an das Teatro Municipal de São Paulo (Rossini-Gala), nach Venezuela unter der Leitung von Gustavo Dudamel (Marzelline in „Fidelio“) und in die USA mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra in der Heinz Hall (Beethovens 9. Sinfonie).

Zu ihren kommenden Projekten zählen die Rolle der Susanna („Le nozze di Figaro“) an der Opera di Roma, die Violetta in einer Neuproduktion von „La Traviata“ in der Arena di Verona sowie eine Wiederaufnahme an der Komischen Oper.

Zu den Auszeichnungen, die Martina erhalten hat, zählen Preise beim Internationalen Opernwettbewerb von Portofino (2020), beim Duschek-Wettbewerb in Prag, beim AsLiCo-Wettbewerb (2021) und beim Vincerò-Wettbewerb (2021). 2022 erhielt sie den Cercle Carpeaux-Preis an der Opéra de Paris und 2023 den Jeune Talent Musique & Vin.

2024 erreichte sie das Finale von „Neue Stimmen“, musste jedoch krankheitsbedingt zurücktreten.

Aktuelle Produktionen

Violetta Valéry