Termin
Donnerstag 16. April 2026
Freitag 17. April 2026
Freitag 17. April 2026
Hinweise
19:00 Konzerteinführung
Klavier
Rudolf Buchbinder
Essener Philharmoniker
Dirigent
Karl-Heinz Steffens
Johannes Brahms
Konzert Nr. 1 d-Moll für Klavier und Orchester, op. 15
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
Beschreibung
Kaum ein anderes Werk erreichte den Bekanntheitsgrad von Beethovens Fünfter. "So pocht das Schicksal an die Pforte!", laut Beethovens eigener Aussage - mittlerweile besitzt die Fünfte Popkultur-Status, nicht zuletzt aufgrund des wohl berühmtesten Sinfoniebeginns aller Zeiten. Dazu ein Klavierkonzert sinfonischen Charakters: Brahms' erstes großes Orchesterwerk, sein d-Moll- Konzert, war ursprünglich als Sonate für zwei Klaviere konzipiert. Doch bald erkannte Brahms: "Eigentlich genügen mir nicht einmal zwei Klaviere" und entwarf eine Sinfonie daraus, die er aber anschließend in ein Konzert umformte, das er selbst 1859 spielte. Trotz der mühsamen Entstehung und des anfänglichen Misserfolgs erfreut sich dieses Stück heute großer Beliebtheit. Interpretieren wird es Rudolf Buchbinder, der seit 1972 für unvergessliche Konzerterlebnisse mit den Philharmonikern sorgt.
Weitere Informationen
Man kann nur erahnen, wie das Publikum am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien reagierte, als die Fünfte zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte: wahrscheinlich verblüfft und definitiv überwältigt, denn das Programm beinhaltete noch die Sechste, das vierte Klavierkonzert, die Chorfantasie und Teile der C-Dur-Messe. Ein dreieinhalbstündiges, mühsames Marathon-Konzert in einem ungeheizten Saal. Die eruptive Kraft bzw. der Statement-Charakter der ersten Takte befeuerte schon damals die Entstehung unzähliger Theorien über die Bedeutung der bekanntesten vier Noten der Musikgeschichte. Aber nichts ist mit der Künstlerfigur Beethoven so eng verbunden, wie die Revolution. Beethovens Musik wurde sowohl vom Publikum als auch von der Kritik als Synonym dafür empfunden. In der Tat hatte die sinfonische Musik als Ausdrucksform eine einzigartige Bedeutung und Funktion, die weit über die Mauern des Konzertsaals hinausreichte. Die Revolution bzw. ihre performative Darstellung beeinflusste die Kunst und fand in ihr ihren Höhepunkt. Beethovens Musik galt nicht (nur) deshalb als revolutionär, weil sie explizite politische Botschaften enthielt – denn seine politischen Ansichten waren noch komplexer und nicht immer miteinander vereinbar –, sondern wegen der klanglichen Assoziationen, die sie weckte. Das Wiener Publikum hörte in Beethovens Musik etwas, das diese Assoziation greifbar machte. In der zeitgenössischen Presse verwendete man sogar das gleiche Vokabular, um die Französische Revolution und die Musikästhetik Beethovens zu beschreiben.
Kaum ein anderes Werk von Johannes Brahms hat eine solche komplexe Entstehungsgeschichte, wie sein erstes Klavierkonzert d-Moll. Dies verraten zumindest seine Korrespondenz und Clara Schumanns Tagebücher. Denn Brahms bat ständig Freund*innen wie Clara, Joseph Joachim oder Elisabeth von Herzogenberg um künstlerischen Rat und ließ die tief empfundenen Emotionen sowie intensive Konflikte seines Lebens in seine Werke einfließen – mit Sicherheit wurde auch dieses Klavierkonzert von dieser Arbeitsweise beeinflusst. Im Jahr 1854 plante der 21-jährige Brahms mit einer Sonate in d-Moll für zwei Klaviere: Doch schnell stellte er fest, dass das musikalische Material eine orchestrale „Farbe“ brauchte. „Eigentlich genügen mir nicht einmal zwei Klaviere“, schrieb er an Joachim und versuchte 1855 das Ganze als Sinfonie umzuarbeiten. Zu Beginn des Jahres 1856 entschied er sich doch für ein Klavierkonzert, das aber aus bereits existierendem Material bestehen sollte. Die zweite Aufführung in Leipzig war ein Desaster – vielleicht war dies auch ein Grund, warum Brahms es erst ungefähr 20 Jahre später wieder wagte, ein Klavierkonzert zu schreiben. Doch der anfängliche Misserfolg hinderte ihn nicht, das d-Moll-Konzert in verschiedenen Städten weiterhin zu interpretieren. Das Klavierkonzert op. 15 ist ein ausdrucksstarkes Werk, das Brahms’ charakteristischen Stil verkörpert. Mit seiner Kombination aus technischer Brillanz, emotionaler Tiefe und kraftvoller Orchestrierung fasziniert dieses Konzert auch heute noch das Publikum und bleibt ein zeitloses Meisterwerk der Romantik.
Kaum ein anderes Werk von Johannes Brahms hat eine solche komplexe Entstehungsgeschichte, wie sein erstes Klavierkonzert d-Moll. Dies verraten zumindest seine Korrespondenz und Clara Schumanns Tagebücher. Denn Brahms bat ständig Freund*innen wie Clara, Joseph Joachim oder Elisabeth von Herzogenberg um künstlerischen Rat und ließ die tief empfundenen Emotionen sowie intensive Konflikte seines Lebens in seine Werke einfließen – mit Sicherheit wurde auch dieses Klavierkonzert von dieser Arbeitsweise beeinflusst. Im Jahr 1854 plante der 21-jährige Brahms mit einer Sonate in d-Moll für zwei Klaviere: Doch schnell stellte er fest, dass das musikalische Material eine orchestrale „Farbe“ brauchte. „Eigentlich genügen mir nicht einmal zwei Klaviere“, schrieb er an Joachim und versuchte 1855 das Ganze als Sinfonie umzuarbeiten. Zu Beginn des Jahres 1856 entschied er sich doch für ein Klavierkonzert, das aber aus bereits existierendem Material bestehen sollte. Die zweite Aufführung in Leipzig war ein Desaster – vielleicht war dies auch ein Grund, warum Brahms es erst ungefähr 20 Jahre später wieder wagte, ein Klavierkonzert zu schreiben. Doch der anfängliche Misserfolg hinderte ihn nicht, das d-Moll-Konzert in verschiedenen Städten weiterhin zu interpretieren. Das Klavierkonzert op. 15 ist ein ausdrucksstarkes Werk, das Brahms’ charakteristischen Stil verkörpert. Mit seiner Kombination aus technischer Brillanz, emotionaler Tiefe und kraftvoller Orchestrierung fasziniert dieses Konzert auch heute noch das Publikum und bleibt ein zeitloses Meisterwerk der Romantik.
Termine und Tickets
Essener Philharmoniker
Essener Philharmoniker
Gefördert von der GENO BANK ESSEN eG und dem Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e. V.