Termin
Sonntag 17. Januar 2027
Violine
Sebastian Geßlein, Theresa Sophie Reustle
Viola
Kevin Treiber, Elçin Aslan
Violoncello
Florian Hoheisel
Béla Bartók
Streichquartett Nr. 5, Sz 102
Johannes Brahms
Streichquintett Nr. 2 G-Dur, op. 111
Beschreibung
Eigentlich wollte Brahms mit dem Streichquintett op. 111 seine kompositorische Laufbahn beenden, wie er seinem Verleger Simrock mitteilte. Hatte Brahms sein letztes Wort gesagt? Keineswegs - denn solche Grübeleien waren bei ihm keine Seltenheit. Im Gegenteil fungiert das in Bad Ischl geschriebene Quintett aus dem Jahr 1890 als Vorläufer des Klarinettenquintetts: Ein insgesamt besonders kontrastreiches Kammermusikstück, das durch seinen elegischen Ton, seine Eleganz, hohe Expressivität und Dramatik sofort in den Bann zieht, von der ausdrucksstarken, vom Cello vorgetragenen Melodie des Kopfsatzes, über das romanzenhafte, "wunderbar knappe" Adagio (wie Joseph Joachim sagte) bis hin zur tänzerischen Stimmung des finalen Csárdás.
Béla Bartóks sechs Streichquartette entstanden zwischen 1908 und 1939 und bedienen sich völlig unterschiedlicher Stile - in allen lässt sich jedoch seine kompositorische Entwicklung erkennen. "Das fünfsätzige Werk zeigt den ungarischen Meister auf seiner selbst bei ihm kaum erwarteten Höhe seines Schaffens" sagte Ernst Krenek über das fünfte Streichquartett Bartóks, das 1934 als Auftragswerk der amerikanischen Mäzenin Elizabeth Sprague-Coolidge komponiert wurde. Ein symmetrisches Stück, geprägt von elektrisierender Intensität und von grausamen, grellen Farben, die besonders im ersten Satz herrschen. Die starken Dissonanzen und die repetitiven Motive erinnern an Balkanmelodien - so etwa das "Scherzo alla bulgarese", unter dem unverkennbaren Einfluss der Volksmusik -, und immer wieder tauchen spielerische und tänzerische Momente auf, bevor Bartók das technisch besonders anspruchsvolle Stück mit einem Augenzwinkern abschließt.
Béla Bartóks sechs Streichquartette entstanden zwischen 1908 und 1939 und bedienen sich völlig unterschiedlicher Stile - in allen lässt sich jedoch seine kompositorische Entwicklung erkennen. "Das fünfsätzige Werk zeigt den ungarischen Meister auf seiner selbst bei ihm kaum erwarteten Höhe seines Schaffens" sagte Ernst Krenek über das fünfte Streichquartett Bartóks, das 1934 als Auftragswerk der amerikanischen Mäzenin Elizabeth Sprague-Coolidge komponiert wurde. Ein symmetrisches Stück, geprägt von elektrisierender Intensität und von grausamen, grellen Farben, die besonders im ersten Satz herrschen. Die starken Dissonanzen und die repetitiven Motive erinnern an Balkanmelodien - so etwa das "Scherzo alla bulgarese", unter dem unverkennbaren Einfluss der Volksmusik -, und immer wieder tauchen spielerische und tänzerische Momente auf, bevor Bartók das technisch besonders anspruchsvolle Stück mit einem Augenzwinkern abschließt.