Pressemitteilungen

Hier finden Sie Pressemitteilungen aller Sparten der Theater und Philharmonie Essen.
23.07.2022
Langjähriger Intendant und Generalmusikdirektor des Aalto-Theaters und der Essener Philharmoniker verstarb am gestrigen Freitagabend, 22. Juli 2022, in München
Mit großer Betroffenheit hat die Belegschaft der Theater und Philharmonie Essen (TUP) den plötzlichen Tod von Stefan Soltesz aufgenommen. Wie die Bayerische Staatsoper am heutigen Vormittag verkündet hat, verstarb der langjährige Intendant und Generalmusikdirektor des Aalto-Theaters und der Essener Philharmoniker am gestrigen Freitagabend, 22. Juli 2022, nach einem Zusammenbruch während seines Dirigats der Oper „Die Schweigsame Frau“ im Münchner Nationaltheater.

Karin Müller, Geschäftsführerin der TUP, reagierte schockiert auf die Nachricht: „Ich bin erschüttert und traurig. Mit Stefan Soltesz verlieren wir eine außergewöhnliche Musikerpersönlichkeit, die das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker 16 Jahre lang maßgeblich geprägt hat. Mit seiner unglaublichen Musikalität und Energie, mit seiner Leidenschaft für die Oper sowie mit einem besonderen Gespür für große Stimmen und talentierte Regisseure führte er das Haus zu großen Erfolgen. Exemplarisch dafür stehen die Auszeichnungen der Zeitschrift Opernwelt zum Opernhaus der des Jahres 2008 sowie zum Orchester des Jahres 2002 und 2008.“

Auch Dr. Merle Fahrholz, ab der kommenden Spielzeit 2022/2023 Intendantin des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker, zeigt sich sehr berührt: „Die Musikwelt verliert einen großartigen Künstler. Die Verdienste von Stefan Soltesz für das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker sind nicht hoch genug einzuschätzen. Das hohe Niveau, mit dem das Orchester regelmäßig unser Publikum begeistert, geht nicht zuletzt auf das langjährige Wirken meines Vorvorgängers zurück. Nicht mehr erleben werden wir nun leider auch seine Rückkehr nach Essen: Für die Jubiläumssaison 2023/2024 der Essener Philharmoniker war Stefan Soltesz als musikalischer Leiter der Wiederaufnahme von ‚Tristan und Isolde‘ sowie als Dirigent eines Jubiläumskonzertes bereits fest eingeplant.“

Stefan Soltesz, geboren in Ungarn, war von 1997 bis 2013 in Personalunion Intendant und Generalmusikdirektor des 1988 eröffneten Aalto-Theaters und der Essener Philharmoniker. Zahlreiche Musiktheaterproduktionen aus dieser Zeit sind in bleibender Erinnerung, darunter Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ oder Mozarts „Don Giovanni“, der dem Aalto-Theater in der Regie von Stefan Herheim den Titel „Opernhaus des Jahres“ bescherte. Verbunden ist die Intendanz von Stefan Soltesz in Essen vor allem mit dem Wirken von Dietrich W. Hilsdorf, der in dieser Zeit etliche Opern von Giuseppe Verdi („Aida“, „Un Ballo in maschera“ u.a.), aber auch Bizets „Carmen“, Beethovens „Fidelio“ und Wagners „Walküre“ inszenierte. Auf Anregung von Stefan Soltesz wurde 1999 – zum 100. Jubiläum der Essener Philharmoniker – die Orchesterakademie der Essener Philharmoniker gegründet, die seitdem jungen Musiker*innen die Möglichkeit bietet, praktische Erfahrungen in einem professionellen Orchester zu sammeln.

Stefan Soltesz studierte Dirigieren, Komposition und Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Hans Swarowsky. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als Musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er Dirigent der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper Berlin sowie Generalmusikdirektor am Staatstheater Braunschweig. Von 1992 bis 1997 war er Chefdirigent der Vlaamse Opera in Antwerpen/Gent. Gastdirigate führten ihn regelmäßig an die großen Opernhäuser Deutschlands sowie nach Wien, Paris, Rom, Budapest, Warschau, Amsterdam, London, zu den Festivals in Aix-en-Provence, Glyndebourne und Savonlinna, nach Buenos Aires, Japan und in die USA.

Die Theater und Philharmonie Essen wird Stefan Soltesz ein ehrenvolles Andenken bewahren und ist in Gedanken bei seiner Frau Michaela.
10.06.2022
Der Vorverkauf für „Ronja Räubertochter“ beginnt am 18. Juni
Essen. In diesem Jahr dürfen sich Familien und Schulklassen auf Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Ronja Räubertochter“ im Essener Grillo-Theater freuen: Ab 12. November steht die berühmte Geschichte für alle ab 6 Jahren auf dem Programm des Schauspiel Essen. Auf die Bühne bringen wird sie Regisseurin Anne Spaeter, die unter anderem mit ihren Inszenierungen von „Der Zauberer von Oz“, „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ oder „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ für leuchtende Kinderaugen im Grillo-Theater sorgte.

Am Samstag, den 18. Juni beginnt der Vorverkauf für alle Schulklassen- und Familienvorstellungen: Von 8:00 – 16:00 Uhr findet zunächst ausschließlich ein persönlicher Verkauf im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2, 45127 Essen statt. Ab Montag, den 20. Juni sind dann auch Gruppenreservierungen per Telefon (02 01 81 22-188) oder E-Mail (nicole.momma@tup-online.de) und Einzelkartenkäufe per Telefon (02 01 81 22-200) sowie der Online-Kauf über www.theater-essen.de möglich.
10.06.2022
Broschüre „Treffpunkt TUP“ mit dem Angebot der Theater und Philharmonie Essen für Kinder und Jugendliche in der Spielzeit 2022/2023 veröffentlicht
Bei einer Informationsveranstaltung für Lehrkräfte und Erziehende am 9. Juni haben die fünf Konzert- und Theaterpädagog*innen der TUP (von links): Sandra Paulkowsky, Merja Dworczak, Marie-Helen Joël, Aline Bosselmann und Marguerite Windblut im Weißen Saal der Philharmonie das umfangreiche und spartenübergreifende Nachwuchs- und Vermittlungsprogramm der Spielzeit 2022/2023 vorgestellt. Schauspielintendant Christian Tombeil (Mitte) begrüßte bei der Veranstaltung die Teilnehmenden stellvertretend für seine Kolleg*innen der anderen TUP-Sparten, Dr. Merle Fahrholz (des. Intendantin des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker), Marie Babette Nierenz (Künstlerische Leiterin Philharmonie Essen) und Ben Van Cauwenbergh (Ballettintendant).
01.06.2022
Neun Premieren und zwölf Wiederaufnahmen stehen im Mittelpunkt der letzten Saison von Intendant Christian Tombeil
Materialien zum Programm des Schauspiel Essen für die Spielzeit 2022/2023 zum Download:
18.05.2022
Junge Erwachsene erhalten Einblicke in den Arbeits- und Probenalltag am Theater
Essen. Jungen Menschen ab 18 Jahren, die zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines entsprechenden Studiums praktische Erfahrungen im Ausstattungsbereich eines Theaters sammeln möchten, bietet das Schauspiel Essen derzeit wieder Praktikumsplätze an. Für die Eröffnungsinszenierung der kommenden Saison im Grillo-Theater sucht Ausstattungsleiterin Friederike Külpmann noch kurzfristig tatkräftige Unterstützung im Bereich Bühnen- und Kostümbild. Wegen der Sommerpause sind die beiden angebotenen Praktika in zwei Phasen unterteilt: Der erste Teil ist ab sofort bis zum 24. Juni; nach den Ferien geht es vom 11. August bis zur Premiere am 26. August weiter.

Das Schauspiel Essen weist darauf hin, dass sich die Probenzeiten nach den für Theaterproben üblichen Arbeitszeiten in Vormittags- und Abendproben aufteilen und dass für die Praktika leider keine Vergütungen gezahlt werden können.


Schriftliche Bewerbungen per E-Mail erbeten an:
friederike.kuelpmann@schauspiel-essen.de

Kontakt:
Friederike Külpmann, Ausstattungsleiterin am Schauspiel Essen, Tel. 02 01 81 22-337
13.05.2022
Der Erlös der Sonderveranstaltung „Tanz für den Frieden“ geht an das Deutsche Rote Kreuz
Benefizvorstellung "Tanz für den Frieden" im Aalto-Theater. (v.l.n.r.): Ben Van Cauwenbergh (Ballettintendant), Karin Müller (Geschäftsführerin Theater und Philharmonie Essen) und Oberbürgermeister Thomas Kufen mit der Aalto-Ballettcompagnie und weiteren Beteiligten an der Vorstellung. Foto: Georg Lukas
Angesichts der schockierenden Geschehnisse in der Ukraine hatte das Aalto Ballett Essen Anfang April eine Sondervorstellung der beliebten „Tanzhommage an Queen“ zugunsten der Opfer von Krieg und Gewalt in der Ukraine gezeigt. Mit dieser Veranstaltung unter dem Titel „Tanz für den Frieden“ wollte der Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh gemeinsam mit seiner Compagnie einen Beitrag zur Hilfe leisten für alle, die in der Ukraine derzeit unter der Gewalt leiden müssen. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf der ausgebuchten Vorstellung sowie die gesammelten Spenden erbrachten eine Summe von 23.182,98 Euro. Das Aalto Ballett Essen bedankt sich beim Publikum und leitet den Betrag an das Deutsche Rote Kreuz weiter. Das DRK stellt umfangreiche Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Zivilbevölkerung und der Menschen auf der Flucht bereit.
In seinem Grußwort zu Beginn der Vorstellung sprach der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen über die erschütternde Situation im Kriegsgebiet und dankte den ehrenamtlichen Helfer*innen in der Ukraine, aber auch vor Ort in Essen für ihr Engagement.
04.05.2022
Theater und Philharmonie Essen bietet ab 4. Mai Solidaritätstickets für Ukrainer
Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) möchte Menschen aus der Ukraine helfen, die vom Krieg betroffen sind und aus ihrer Heimat fliehen mussten. So haben ukrainische Geflüchtete ab 4. Mai die Möglichkeit, Eigenveranstaltungen der TUP im Aalto-Theater, in der Philharmonie Essen, im Grillo-Theater und den weiteren Spielstätten des Schauspiel Essen mit einem kostenlosen Solidaritätsticket zu besuchen. Mit dieser Aktion will die TUP den Menschen, die gerade in Deutschland angekommen sind, die Teilhabe am kulturellen Leben erleichtern.

Und so geht’s: Eine Stunde vor Aufführungsbeginn erhalten Geflüchtete aus der Ukraine gegen Vorlage ihres ukrainischen Passes an den Veranstaltungskassen in den Häusern der TUP eine kostenlose Eintrittskarte für Eigenveranstaltungen, sofern es für die gewünschte Vorstellung noch Karten gibt. Das Angebot gilt vorerst bis zum Ende der Spielzeit.

Informationen zu den Solidaritätstickets in ukrainischer und deutscher Sprache unter www.theater-essen.de/ukraine-21-22.
27.04.2022
„Tannhäuser“, „Lucrezia Borgia“, „Simon Boccanegra“, „Die Hochzeit des Figaro“ sowie die Uraufführung „Dogville“ stehen als Neuproduktionen auf dem Programm
27.04.2022
GMD Tomáš Netopil dirigiert in seiner letzten Saison unter anderem Mahlers 3. Sinfonie
Zum Programm der Essener Philharmoniker für die Spielzeit 2022/2023 stehen folgende Materialien zum Download bereit:
27.04.2022
Zwei Premieren und die Fortsetzung der Reihe „PTAH – Junge Choreograf*innen“ in der Saison 2022/2023
Essen. Heute hat der Essener Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh bei einer Pressekonferenz im Aalto-Theater das Programm für die Spielzeit 2022/2023 vorgestellt. Mit einem Mix aus klassischem Repertoire und modernen Werken möchte der 63-Jährige auch in der kommenden Saison die Welt des Balletts so facettenreich wie möglich darbieten, um sein Publikum zu begeistern. Zwei Premieren stehen dabei im Mittelpunkt: Zum Auftakt im Herbst 2022 dürfen sich die Zuschauer*innen auf ein weiteres großes Handlungsballett freuen: „Giselle“. Van Cauwenbergh wird das Ballett nach der klassischen Fassung von Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa auf die Bühne bringen. Im Frühjahr 2023 folgt „Smile“, ein Chaplin-Abend von Ben Van Cauwenbergh, der in Zusammenarbeit mit dem Choreografen und Ballettmeister Armen Hakobyan entsteht. Der Abend ist eine getanzte Liebeserklärung an den legendären Tramp mit Melone, Spazierstock, den viel zu großen Schuhen und dem Schnurrbart, der bei allem komischen Talent auch zuweilen eine traurige Figur war. Im späteren Frühjahr 2023 wird es darüber hinaus eine Neuauflage des Formats „PTAH“ geben: Unter diesem Titel bekommen junge Choreograf*innen aus der Aalto-Compagnie bereits zum fünften Mal Gelegenheit, in der intimen Atmosphäre des Grillo-Theaters eigene Stücke zu präsentieren. Der genaue Premierentermin wird noch bekannt gegeben.
Nach längerer Pause wird es in der kommenden Spielzeit ein Wiedersehen mit zwei beliebten Klassikern geben: mit Ben Van Cauwenberghs weihnachtlichem Familienballett „Der Nussknacker“ und mit seiner virtuosen Ballettkomödie „Don Quichotte“ nach Marius Petipa. Außerdem stehen ab Herbst 2022 die beiden Rockballette „Rock around Barock“ und die „Tanzhommage an Queen“ wieder auf dem Programm.