Angst, Kontrolle und der Verlust von Gewissheit prägen Kafkas zeitlosen Albtraum
Premiere
16. Oktober 2026
Dauer
1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Altersempfehlung
Empfohlen ab 14 Jahren
Hinweise
In diesem Stück gibt es abstrakte Darstellungen von Gewalt. Es kommt zum Einsatz von Stroboskop-Licht.
Beschreibung
„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ So beginnt Franz Kafkas berühmter Roman über ein geheimnisvolles Gericht und den absurden Prozess gegen den Bankangestellten Josef K. Die Verhaftung, die sich am 30. Geburtstag des Angeklagten ereignet, versetzt diesen schlagartig in einen Ausnahmezustand. Ohne jemals einen Grund für seine Beschuldigung zu erfahren, muss er sich fortan in undurchsichtigen Anhörungen und vor zwielichtigen Vertreter*innen des Gerichts verantworten. Ein ganzes Jahr dauert dieser Albtraum, solange bis sich K. seiner Unschuld selbst nicht mehr sicher sein kann. Ein Erwachen daraus gibt es nur in einer Hinsicht: Eben noch dachte K. in einem Rechtsstaat zu leben, der Gewalt nur im äußersten Notfall gegen Staatsfeinde und zum Schutz der Verfassung anwendet – nun ist er auf einmal selbst ins Visier staatlicher Gewalt geraten. Welche Auswege und Fluchträume vor Fremdzuschreibung, Vereinzelung und Repression kann es geben in einer Gesellschaft, in der die Staatsmacht allgegenwärtig ist und jeder Verbündete letztlich als verlängerter Arm des Systems erscheint?
„Der Prozess“ zählt zu Franz Kafkas bekanntesten Werken, das wie kein anderes Ängste, Entfremdungsgefühle und die Bedrohung des Totalitarismus im 20. Jahrhundert festhält. Knapp hundert Jahre nach der Veröffentlichung ist der Stoff noch immer aktuell im Hinblick auf zunehmenden Autoritarismus weltweit. Asena Yeşim Lappas, 1999 in Koblenz geboren, inszeniert den Text als Abschlussarbeit ihres Regie- Studiums an der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Schauspiel Essen. Ihre Interpretation in eigener Fassung folgt einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart und sucht nach dem Menschlichen in einer Geschichte, die nur Fälle kennt, ohne Ansehen der Person.
„Der Prozess“ zählt zu Franz Kafkas bekanntesten Werken, das wie kein anderes Ängste, Entfremdungsgefühle und die Bedrohung des Totalitarismus im 20. Jahrhundert festhält. Knapp hundert Jahre nach der Veröffentlichung ist der Stoff noch immer aktuell im Hinblick auf zunehmenden Autoritarismus weltweit. Asena Yeşim Lappas, 1999 in Koblenz geboren, inszeniert den Text als Abschlussarbeit ihres Regie- Studiums an der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Schauspiel Essen. Ihre Interpretation in eigener Fassung folgt einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart und sucht nach dem Menschlichen in einer Geschichte, die nur Fälle kennt, ohne Ansehen der Person.
Besetzung
Erster Josef K., Advokat Huld, Der Prügler
Zweiter Josef K., Wächter Franz, Direktor-Stellvertreter, Gefängniskaplan
Dritter Josef K., Wächter Willem, Fräulein Bürstner, Untersuchungsrichter, Leni
Team
Regie und Fassung
Bühne und Kostüme
Musik
Dramaturgie und Fassung
Termine und Tickets
Schauspiel Essen
Premiere
Öffentliche Premierenfeier in der Kantine
Schauspiel Essen
Schauspiel Essen
Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung im Café Central
Willst du mit mir (ins Theater) gehen?
Mit den Critical Friends
Anmeldung: stadtdramaturgie@tup-online.de
Willst du mit mir (ins Theater) gehen?
Mit den Critical Friends
Anmeldung: stadtdramaturgie@tup-online.de
19:30 Einführung
Schauspiel Essen
Schauspiel Essen
Schauspiel Essen
Schauspiel Essen
Schauspiel Essen
Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung im Café Central
19:30 Einführung im Café Central
In Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste – Studiengang Regie