Uraufführung
Stahlgipfel
von Frieda Lange, Joosten Ellée, Emil Borgeest und Cora Durmann
in Kooperation mit der Ruhrtriennale
Premiere
25. September 2026
Beschreibung
Die letzte Kneipe. Ein Ort, wie eingefroren in der Zeit. Früher gab es viele solcher Kneipen: am Rand der Zechen, gegenüber von Werken, dort, wo Arbeit endete und Gemeinschaft begann. Doch als die Zechen schlossen und die Werke verschwanden, blieben auch die Arbeiter*innen weg. Und die, die noch da waren, konnten sich das Bier kaum mehr leisten. So starben die Kneipen – eine nach der anderen. Bis auf diese.
Fünf Menschen halten hier Wache. Taubenverein, Ringerclub und Werkschor haben sie bereits verloren. Ihre Kneipe, ihr letzter Zufluchtsort muss bleiben. Sorgsam bewahren sie das Interieur – und mit ihm ihre Erinnerungen. Kein Glas darf fallen, keine Geschichte in Vergessenheit geraten, sonst ist sie für immer verloren. Also erzählen sie weiter, was sonst niemand mehr hören möchte: wieder und wieder von Arbeit und Anstrengung, vom Gebrauchtwerden, vom gemeinsamen Trinken, vom Zusammenhalt. Früher haben sie gekämpft: Betriebsräte gegründet, Gewerkschaften organisiert, gemeinsam gestreikt – für eine bessere Zukunft. Heute sehen sie keine Zukunft mehr. Also harren sie aus, auf ihrer letzten Bastion im Sturm der Veränderung. Wie lange können sie noch standhalten?
„Stahlgipfel“ versammelt reale Stimmen aus dem Ruhrgebiet – von Stahlarbeiter*innen, Bergleuten, Gewerkschaftler* innen und Kneipenbetreiber*innen. Aus Interviews formt Nachwuchsregisseurin Frieda Lange postdokumentarisches Musiktheater. Mit Musik von Arbeiterliedern über Clara Schumann bis zu elektronischen Neukompositionen entsteht ein Stück über Festhalten und Loslassen, Bewahren und Verändern, Verlust und Wandel. Ein Blick zurück und zugleich nach vorn: Denn in Zeiten rasanter Beschleunigung wird das Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet nicht der letzte Strukturwandel gewesen sein.
Die Theaterregisseurin und Autorin Frieda Lange hat mit dem Konzept „Stahlgipfel“ den renommierten Mortier Next Generation Award 2025 gewonnen und setzt diese Arbeit nun am Schauspiel Essen als Uraufführung um. Sie studierte Regie für Musiktheater an der Theaterakademie Hamburg sowie Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Außerdem ist Frieda Lange Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und Artist in Residence am Theater der jungen Generation Dresden. Als Koproduktion mit der Ruhrtriennale wird „Stahlgipfel“ als Festival-Nachklang im Grillo-Theater uraufgeführt und danach hier weiter gespielt.
Fünf Menschen halten hier Wache. Taubenverein, Ringerclub und Werkschor haben sie bereits verloren. Ihre Kneipe, ihr letzter Zufluchtsort muss bleiben. Sorgsam bewahren sie das Interieur – und mit ihm ihre Erinnerungen. Kein Glas darf fallen, keine Geschichte in Vergessenheit geraten, sonst ist sie für immer verloren. Also erzählen sie weiter, was sonst niemand mehr hören möchte: wieder und wieder von Arbeit und Anstrengung, vom Gebrauchtwerden, vom gemeinsamen Trinken, vom Zusammenhalt. Früher haben sie gekämpft: Betriebsräte gegründet, Gewerkschaften organisiert, gemeinsam gestreikt – für eine bessere Zukunft. Heute sehen sie keine Zukunft mehr. Also harren sie aus, auf ihrer letzten Bastion im Sturm der Veränderung. Wie lange können sie noch standhalten?
„Stahlgipfel“ versammelt reale Stimmen aus dem Ruhrgebiet – von Stahlarbeiter*innen, Bergleuten, Gewerkschaftler* innen und Kneipenbetreiber*innen. Aus Interviews formt Nachwuchsregisseurin Frieda Lange postdokumentarisches Musiktheater. Mit Musik von Arbeiterliedern über Clara Schumann bis zu elektronischen Neukompositionen entsteht ein Stück über Festhalten und Loslassen, Bewahren und Verändern, Verlust und Wandel. Ein Blick zurück und zugleich nach vorn: Denn in Zeiten rasanter Beschleunigung wird das Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet nicht der letzte Strukturwandel gewesen sein.
Die Theaterregisseurin und Autorin Frieda Lange hat mit dem Konzept „Stahlgipfel“ den renommierten Mortier Next Generation Award 2025 gewonnen und setzt diese Arbeit nun am Schauspiel Essen als Uraufführung um. Sie studierte Regie für Musiktheater an der Theaterakademie Hamburg sowie Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Außerdem ist Frieda Lange Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und Artist in Residence am Theater der jungen Generation Dresden. Als Koproduktion mit der Ruhrtriennale wird „Stahlgipfel“ als Festival-Nachklang im Grillo-Theater uraufgeführt und danach hier weiter gespielt.
Team
Regie
Frieda Lange
Musikalische Leitung
Joosten Ellée
Bühne und Kostüm
Emil Borgeest
Video
Cora Durmann
Dramaturgie
Teresa Bernauer, Katharina Rösch