Foto: Gela Megrelidze

Dirk Schäfer

Vita

Der gebürtige Aachener Dirk Schäfer studierte Schauspiel an der Salzburger Hochschule Mozarteum und verbrachte während des Studiums auch mehrere Monate in Japan, wo er auf Einladung von Kazuo Ohno an dessen Klasse für Butoh-Tanz in Yokohama teilnahm. Engagements als Schauspieler und Sänger führten ihn u. a. fest ans Theater Kiel und gastweise an die Staatstheater Wiesbaden, Cottbus, Oldenburg, Nürnberg, Braunschweig, Kassel, Darmstadt und an die Hamburgische Staatsoper. Er arbeitete mit den Regisseur*innen Bernd Mottl, Gil Mehmert, Ini Gerath, Christian Doll, Andrea Moses, Dedi Baron, Nicola Panzer, Georg Köhl, Manfred Langner, Kay Neumann, Ulrike Maack, Christian von Götz, Tom Ryser und Adriana Altaras und war in Rollen wie Karl Moor, Frank´N´Furter, Jason, Bassa Selim, Fred/Pertruccio, Johannes Brenz, Wilhelm Hauff, Valmont, Peppone oder Henry Higgins zu sehen.

Seit 1999 gestaltet Dirk Schäfer auch als Regisseur in gemeinsamer Regiearbeit mit Ellen Dorn eigene Theaterprojekte, wie beispielsweise seine Jacques Brel-Hommage Dirk Schäfer singt Jacques Brel: Doch davon nicht genug!, die 2024 ihr 25-jähriges Produktionsjubiläum feierte und auch weiterhin zu sehen ist. Es folgten die Musiktheaterprogramme TangO.Und Piaf! und der Kreisler/Prévert/Holländer-Abend Geisterbahn und Schauspielproduktionen wie Phantastisches von Gogol und Werther Lenz!. Mit den deutschen Nachdichtungen eines Großteils der Chansons für den zweisprachigen Jacques Brel-Abend begann Schäfers langjährige Übersetzungszusammenarbeit mit Geneviève Granier-Nerlich. Mit Autorisierung durch Mme Brel und die Brüsseler Fondation Jacques Brel erschien 2003 eine Studio- und 2015 eine Live-CD zur Produktion. Neben Brel übertrug das Team auch Werke von Brassens, Vian, Piaf, Nougaro, Lapointe und Verlaine ins Deutsche. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds entstanden zuletzt als Nachdichtungen in französischen Alexandrinern ihre deutschen Neuübersetzungen von Molières Theaterstücken Der Menschenfeind und Der Tartuffe oder Der Profiteur (beide erschienen bei Ahn- und Simrock Hamburg).
Schäfers Projekte waren und sind an Schauspiel- und Opernhäusern und bei Festivals präsent Internationale Maifestspiele Wiesbaden, Wetzlarer Festspiele, Lübeck, Kiel, Erfurt, Münster, Duisburg, Staatstheater Wiesbaden, Frankfurter Goethe-Haus, Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Kieler Woche: gewaltig leise – das kleine feine festival, Duisburger Akzente).
Ab 2021 entstanden in Kooperation mit den Theatern Kiel und Duisburg nach jeweils langen Recherchephasen und mit Kommunal-, Landes- und Bundesförderung drei szenisch-musikalische Crossover-Projekte für einen Schauspieler/Sänger und mehrere Musiker*innen, die in Anbindung an Schäfers Familie die Themen Nationalsozialismus und Kolonialismus reflektieren. Ursprünglich als Einzelproduktionen geplant, stehen nun die Stücke Dirk Schäfer: Hinter den Wölfen (Uraufführung im Mai 2021), Der Tod und ein Mädchen (Uraufführung im Oktober 2021) und Salto Cannibale (Uraufführung im November 2024) auch als Familientrilogie zusammen. Der erste Teile behandelt die gesellschaftliche Polarisierung bezüglich der Rückkehr wildlebender Wölfe vor dem Hintergrund ihrer jahrhundertelangen Dämonisierung und auch der Instrumentalisierung durch das NS-Regime. Der zweite Teil spiegelt Schäfers Recherchen zum Schicksal seiner Tante Maria, die als Kind in Folge des NS-Euthanasieprogramms „Aktion T4“ ermordet wurde und fast vergessen worden wäre. Der dritte Teil erweitert die Perspektive auch auf die Generation der Urgroßeltern, fokussiert unter anderem frühkindliche Prägungen durch strukturelle Gewalt und befragt die Grundlagen unseres Wohlstands.
Am Aalto-Theater ist er als Moonface Martin in Anything Goes zum ersten Mal zu Gast.

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