Uraufführung

Dogville

Oper in 18 Szenen von Gordon Kampe
Libretto nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier
Premiere am 11. März 2023
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln



Dogville. Ein kleiner, abgeschiedener Ort irgendwo in den Rocky Mountains, ein in sich geschlossener Kosmos. Nur der Hobbyschriftsteller Tom Edison hat hier so etwas wie Ambitionen. Der Alltag wird durchbrochen, als eines Tages die junge Grace, die vor Gangstern auf der Flucht ist, um Asyl bittet. Widerwillig gewährt man ihr Unterschlupf. Tom erwirkt schließlich, dass Grace sich bewähren darf, indem sie für alle Dorfbewohner*innen niedere Dienste verrichtet. Zum einen will er seinen Mitbürger*innen damit eine Lektion in Sachen Moral erteilen, zum anderen hat er sich in Grace verliebt und will sie in seiner Nähe behalten. Der Plan scheint zunächst aufzugehen, doch allmählich kippt die Stimmung in Dogville. Grace wird zunehmend erniedrigt und gedemütigt, muss sich in ihrer Not jedoch auf alles einlassen. Schließlich gibt es aber doch noch eine überraschende Lektion in Sachen Moral.

Lars von Trier ist einer der wichtigsten und zugleich kontroversesten Filmemacher der Gegenwart. Sein Film „Dogville“ sorgte bei dessen Erscheinen 2003 für immenses Aufsehen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Aufgrund der reduzierten Ausstattung und der Fokussierung auf die schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure lag es von Anfang an nahe, „Dogville“ auch auf die Bühne zu bringen. Eine deutschsprachige Schauspielfassung sorgte schließlich bereits 2005 für Furore. Doch der fast archaisch anmutende Stoff, der um Schuld, Vergebung und Hoffnung kreist und dessen Angelpunkt eine faszinierende Frauenfigur ist, birgt auch das Potenzial für eine große Oper. Dafür konnte der aus dem Ruhrgebiet stammende Komponist Gordon Kampe gewonnen werden, der 2016 mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet wurde. Seine bisherigen Bühnenwerke gelangten u. a. an der Bayerischen Staatsoper München und der Deutschen Oper Berlin zur Uraufführung.

It ̓s Teatime 10. März 2023
Einführungsmatinee 5. März 2023
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer
Nachgespräche 23. März und 1. April 2023, Aalto-Cafeteria

Gefördert durch das NRW KULTURsekretariat und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater 2020-2022

Empfohlen ab 16 Jahren, enthält Darstellungen von (sexueller) Gewalt.

Pressestimmen

"Vielfältige Kompositon"
„Es ist eine sehr vielfältige Komposition, von zarten Tönen bis hin zu sehr heftigen. Es ist auch sehr hinterhältig: Je zarter und romantischer es klingt, umso gemeiner ist das, was gerade passiert. Denn Grace wird in ihrem Glauben bestärkt, dass die Menschen eigentlich gut sind, bevor sie dann so entsetzlich missbraucht wird. Also Gordon Kampe ist es gelungen, einen Soundtrack zu machen, der sehr zeitgenössisch ist, der sich im Geiste der Erzählung einer sehr abgründigen und psychologisch zugespitzten Erzählweise aller möglichen musikalischen Formen bis hin zu Anklängen an Gershwin-Musicals bedient und so einen Sog entfaltet.“
Deutschlandfunk Kultur
11. März 2023
Stefan Keim

"musikalisch-szenischer Donnerschlag"
„Doch auch im Umgang mit dem groß besetzen, um zahlreiche Schlaginstrumente erweiterten Orchester zeigt Kampe, zu was er kompositorisch und jenseits der kleinen Besetzungen seiner bisherigen Bühnenwerke in der Lage ist: In klanglicher Hinsicht verleiht er jeder der insgesamt 18 an die Introduktion anschließenden Szenen eine individuelle Gestalt, sodass szenische Wechsel auch als klangliche Veränderungen wahrnehmbar werden. […] Mit dem akribischen Blick auf musikalische Details geht schließlich das Bewusstsein für die musikalische Dramaturgie der großformalen Anlage einher: Kampe schafft es, den Spannungsbogen über knapp 100 Minuten hinweg zu halten und wartet dazu noch in
Szene 18 mit einem geradezu gnadenlosen Schluss auf, in dem er – nach Stillstellung der Zeit in einem kurzen Arioso von Grace – das Orchester klanglich entfesselt.“
Neue Musikzeitung online
12. März 2023
Stefan Drees

"Ein großer Abend"
„Lauter Jubel für ein rares Bild: Als sich am Samstag in Essen der Vorhang für den Schlussbeifall hebt, steht da kein Star-Tenor, kein Maestro. Es ist als erstes die gesamte Truppe der Bühnentechnik. Sie erntet Lorbeer für eine Leistung der Champions League. […] Uraufführung einer zeitgenössischen Oper, das ist im Stadttheater nie ein leichter Gang. Aber es wird Gordon Kampes „Dogville“ am Aalto Theater zum Ereignis, ja zur bisher überzeugendsten Produktion der Saison, zum Triumph. Das sagenhafte Bühnenbild ist eine der zentralen Säulen dieses Erfolges. […] Ein großer Abend!“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
13. März 2023
Lars von der Gönna

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