Otello

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi
Premiere am 2. Februar 2019
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln



zum stück

Hat sie? Oder hat sie nicht? Nachdem Jago in Otellos Herz den Zweifel an der Treue seiner Frau Desdemona gesät hat, gibt es für den venezianischen Kriegshelden keinen ruhigen Moment mehr. Als schließlich Desdemonas Taschentuch, kostbares Geschenk und Liebesbezeugung Otellos, nicht mehr aufgefunden wird, steht für ihn fest: Nicht verloren hat sie es, nein, sie kann es doch nur seinem Rivalen Cassio überreicht haben! Otello sinnt auf Rache. Manchmal genügt nur sehr wenig, um einen Menschen zu Fall zu bringen. Und niemand scheint dies besser für sich nutzen zu können als Jago, Otellos Fähnrich. Fähnrich – zu seinem Leidwesen aber nicht ranghöherer Hauptmann! Mit gezielten Bemerkungen trifft Jago die Achillesferse seines Gegners und beschwört ein Eifersuchtsdrama herauf, das sich zunächst allein in Otellos Kopf abspielt, bevor sich schließlich die Gewalt auch in der Wirklichkeit Bahn bricht. Nach der "Aida" und seinem "Requiem" hatte sich Verdi Anfang der 1870er Jahre eigentlich zur Ruhe gesetzt und wollte zur Enttäuschung des Publikums keine Oper mehr komponieren. Dabei machte er die Rechnung ohne seinen Verleger Giulio Ricordi, der nicht locker ließ, bevor sich der Meister nicht doch noch zu einem neuen Bühnenwerk bewegen ließ. Die Zeichen  standen günstig: Librettist war Arrigo Boito, in dem Verdi endlich den lang ersehnten kongenialen Partner zur Seite hatte. Und als Grundlage für seine vorletzte Oper wählte der Komponist Shakespeare, dessen Werke ihn sein Leben lang begeistert hatten. Das lange Warten sollte sich lohnen: Aus der Kombination von noch längst nicht erloschenem künstlerischen Feuer und einem durch Jahrzehnte hindurch geschulten dramaturgischen Blick schuf Verdi einen Meilenstein der Operngeschichte, der sich neben Shakespeares gleichnamigem Drama als völlig eigenständig behauptet.

Dauer ca. 180 Minuten. Pause nach ca. 70 Minuten.

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.
Nachgespräch am 8. und 27. Februar 2019 in der Aalto-Cafeteria.

Gefördert vom Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen e. V.

Einführung zum Nachhören

Pressestimmen

"Eine szenische wie stimmliche Glanzleistung"
"Am Aalto-Musiktheater kommt Verdis venezianischer Söldner "Otello" aus einer tropischen Flammenhölle, die an den Vietnamkrieg erinnert. Hinter unheimlichen Jalousien lauern blutsaufende Dämonen. Eine szenische wie stimmliche Glanzleistung. […] Großartig, dieser 'Otello', und eine überzeugende Gesamtleistung des Essener Aalto-Musiktheaters."
Bayerischer Rundfunk
9. Februar 2019
Peter Jungblut

"Spannende Neuinszenierung"
"Als starkes szenisches Mittel der vom Bühnenbild her abstrakten Inszenierung fungieren von der Decke herabfahrende, metallisch glänzende Jalousien-Bahnen: Sie schaffen kalte, aber faszinierende Räume, die sich je nach Lamellenstellung öffnen oder schließen, Reales oder Trugbilder durchscheinen lassen und durch das rhythmische Auf- und Zuklappen gerade in der Todesszene Desdemonas auch für Nervenkitzel sorgen."
Ruhr Nachrichten
4. Februar 2019
Klaus Stübler

"Otello der Extraklasse"
"Die Inszenierung hat Biss, Präzision, Tiefe. Essens Philharmoniker klingen auf der Höhe erster Opernadressen – und als Nikoloz Lagvilava (Jago) zum Schlussapplaus an die Rampe tritt, bricht tosender Jubel aus. Um es gleich zu sagen: Dieser Abend ist mit das Beste, was aktuell auf NRWs Opern-Bühnen zu sehen ist. Wer nicht hingeht, ist selber schuld."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
4. Februar 2019
Lars von der Gönna

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