Lesart

Aktuelle Sachbücher in der Diskussion
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)
September 2018
Di
18
November 2018
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13
http://www.theater-essen.de/ Theater und Philharmonie Essen Opernplatz 10, 45128 Essen

Lesart

Café Central International · Grillo-Theater · Thema heute: "Nichts gelernt? – Der tägliche Judenhass in Deutschland"
http://www.theater-essen.de/ Theater und Philharmonie Essen Opernplatz 10, 45128 Essen

Lesart

Café Central International · Grillo-Theater



In der Reihe „Lesart“ präsentieren und diskutieren renommierte Autoren und Kritiker vor Publikum aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt. Die Veranstaltungen werden in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und dem Schauspiel Essen jeweils dienstags im Café Central International durchgeführt. Jede Ausgabe der „Lesart“ wird aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag vom Deutschlandfunk Kultur gesendet.
Nächste Veranstaltung:
Dienstag, 18. September 2018, 20:00 Uhr, Grillo-Theater, Café Central International

Nichts gelernt?

Der tägliche Judenhass in Deutschland
Auf dem Podium:  

Die Deutschlandfunk-Korrespondentin Sabine Adler mit ihrem Buch "Weiterleben ohne Wenn und Aber", Aufbau Verlag, Herbst 2018 

Die jüdische Bloggerin Juna Grossmann mit ihrem Buch "Schonzeit vorbei: Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus", Droemer, September 2018

Jens Dirksen, Kulturchef der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung 

Moderator:
Christian Rabhansl, Deutschlandfunk Kultur
Ob Hetze im Internet oder Beschimpfungen auf offener Straße – antisemitische Äußerungen sind derzeit in Deutschland keine Seltenheit. Woher das kommt und wie dem begegnet werden kann, das diskutieren am Dienstag, dem 18. September ab 20 Uhr im Café Central International des Essener Grillo-Theaters die Autorinnen Sabine Adler und Juna Grossmann sowie WAZ-Kulturchef Jens Dirksen. Die Veranstaltung, die im Rahmen der Sendereihe „Lesart“ von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet wird, trägt den Titel „Nichts gelernt? – Der tägliche Judenhass in Deutschland“.

Grundlage für das Gespräch, das von Christian Rabhansl moderiert wird, sind zwei Publikationen, die ganz frisch erschienen sind. Sabine Adler zeichnet in ihrem Buch „Weiterleben ohne Wenn und Aber“ (Aufbau-Verlag) die beeindruckende Geschichte der Shoa-Überlebenden Giselle Cycowicz nach. Die Nazis deportierten Cycowicz und ihre Familie 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz. Doch sie überlebte, floh in die USA und baute sich ein neues Leben auf. Erst im Alter von 44 Jahren verwirklichte sie ihren Plan und studierte Psychologie. Mit über 90 praktiziert sie noch immer und kümmert sich als Trauma-Therapeutin um Holocaust-Überlebende und deren Nachkommen in Israel. – Autorin Sabine Adler, geboren 1963, war über viele Jahre Osteuropa-Korrespondentin des Deutschlandfunk Kultur und ist heute Chefreporterin des Deutschlandfunks. 2010 wurde sie als Politik-Journalistin des Jahres geehrt.

Das zweite Buch dieses Abends stammt von Juna Grossmann. Die studierte Sonderpädagogin arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter und bedrohlicher werden. In ihrem Buch „Schonzeit vorbei –Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“ (Droemer) schildert die jüdische Deutsche das Leben unter diesem permanenten Beschuss, berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie früher nicht kannte, und davon, wie sie eines Tages merkte, dass sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass.
Eintritt: 8,00 Euro
Kartenvorverkauf:
TUP-TicketCenter, Tel.: 0201/81 22-200, oder in der Buchhandlung Proust, Tel. 0201/ 839 68 40.
Ausstrahlung der Sendung:
Samstag, 22. September 2018, 11:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
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