22.10.2021

Adil Laraki wird im Rahmen des Deutschen Tanzpreises geehrt

Der Betriebsratsvorsitzende der Theater und Philharmonie Essen und ehemalige Tänzer erhält „Ehrung als herausragender Interpret“
Adil Laraki
(c) Yvetta Duchoslav
Essen. Wenn am kommenden Samstag, 23. Oktober der „Deutsche Tanzpreis“ im Aalto-Theater verliehen wird, erhält der ehemalige Tänzer und langjährige Betriebsratsvorsitzende der Theater und Philharmonie Essen, Adil Laraki, eine „Ehrung als herausragender Interpret“: „Adil Laraki ist der herausragende Interpret des deutschen Rechts – zum Vorteil aller Tänzerinnen und Tänzer auf den Bühnen dieser Republik“, heißt es in der Jurybegründung. „Laraki treibt mit seinem gewerkschaftlichen, kulturpolitischen und sozialen Engagement den Fortschritt, sprich, die Verbesserung der Rechte von Künstler*innen und allen Angestellten an deutschen Bühnen voran: mit Humor und einzigartigem Geschick.“

Der aus Marokko stammende Adil Laraki wurde 1983 von der Ballettdirektorin Heidrun Schwarz nach Essen engagiert. Parallel zu seiner tänzerischen Laufbahn hat er sich von Anfang an für die Belange der Tänzer*innen – zum Beispiel als Ensemblesprecher – eingesetzt. Bereits 1990 wurde er in den Betriebsrat der Theater und Philharmonie Essen gewählt und ist seit 2002 Vorsitzender des Gremiums. Als Arbeitnehmervertreter ist er seit 1999 Aufsichtsratsmitglied der Theater und Philharmonie Essen.

„Wir gratulieren Adil Laraki zu dieser Ehrung sehr herzlich und freuen uns mit ihm über diese Anerkennung seiner umfangreichen Tätigkeiten und seines unermüdlichen Engagements“, so die Aufsichtsratsvorsitzende der Theater und Philharmonie Essen, Barbara Rörig. „In seiner über 20 Jahre währenden Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied war er an der Bewältigung vieler Herausforderungen, die die größte Essener Kulturinstitution betrafen, beteiligt.“

Der Deutsche Tanzpreis ist der renommierteste Preis für den Tanz in Deutschland. Seit 2018 wird er durch den Dachverband Tanz Deutschland verliehen, gefördert durch die Stadt Essen, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es gibt einen Hauptpreis, den in diesem Jahr Heide-Marie Härtel erhält, und in der Regel werden zwei (2021 drei) Ehrungen vergeben.