17.02.2020

„Die Positronen“ auf der Suche nach sich selbst und "Alte Helden" auf Geisterjagd

Weitere StadtEnsemble-Premieren am 21. März in Casa und Box
Szene aus dem Stück „Nichtsnutze voller Tatendrang“, das in der vergangenen Spielzeit im Rahmen unserer theaterpädagogischen Arbeit entstanden ist.
Essen. Unter dem Dach der Theaterpädagogik am Schauspiel Essen haben sich in dieser Spielzeit vier Gruppen versammelt, die sich gemeinsam „StadtEnsemble“ nennen. Bereits im Januar konnten „Die Interzonen“ ihr Stück „Du musst fröhlich sein!“ in der Casa vorstellen und „Die Qeerspekten“ trafen sich zu einem Drei-Tages-Workshop. Im März sind nun die beiden anderen Ensembles am Zug: Die „Alten Helden“ präsentieren ihr neues Live-Hörspiel „Die Geisterjäger von Werden und die Insel im Nebel“ erstmals am 21. März ab 19 Uhr in der Box und „Die Positronen“ feiern ebenfalls am 21. März ab 16 Uhr in der Casa Premiere mit ihrem Stück „Unendliche (Ge-)schichten“.

Darin begeben sich sieben junge Leute im Alter von 11-17 Jahren auf die Suche nach dem eigenen Selbst. Angefangen hat diese spannende Entdeckungsreise Mitte September, seitdem trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für jeweils 2,5 Stunden unter der Leitung von Theaterpädagogin Aline Bosselmann in einem Proberaum des Schauspiel Essen. Schnell wurde klar, dass die Spielerinnen und Spieler Lust hatten, Geschichten über sich zu erzählen, es ihnen aber auch Spaß machte, fiktive Geschichten zu erfinden. Aus diesem Ansatz heraus bekamen sie die Aufgabe, ihre eigene Vergangenheit mit Anteilen aus Büchern, Filmen, Träumen und Fantasiebildern anzureichern. Vor die Frage gestellt, wie man die sieben so entstandenen Geschichten miteinander verbinden könne, entstand die Idee, einen „Spielplatz der Positronen“ zu schaffen, von dem aus die Selbstsuchenden auf ihre individuellen Reisen gehen können. Die von dort angesteuerten Zielorte reichen von einer Silvesterparty in einer Wohnung über einen Entenplaneten, einen Schulhof, ein Museum, eine Felsenklippe, eine Fensterbank, ein Haus ohne Garten bis hin zu einem geheimen Tunnel.
„Wir wollten zeigen“, sagt Aline Bosselmann, „dass sich in den Köpfen der Positronen gleichzeitig unendlich viele Versionen des Themas ‚Sei du selbst‘ abspielen, wobei das sogenannte Selbst wie eine Zwiebel ist, die immer mehr Gedachtes, Geträumtes, Fantasiertes, Freude oder Wut zum Vorschein bringt, je weiter sie Schicht für Schicht enthüllt wird.“

„Unendliche (Ge-)schichten“ haben entwickelt und werden gespielt von: Mouhmed Rami Al-Telawi, Greta Bienert, Clara Daners, Knut Kolckmann, Laura Mangala, Emilia Meyer, Said Ramo und Kaye Amalia Stommel. Bühne und Kostüme: Lena Natt; Dramaturgie: Matin Soofipour Omam

Weitere Vorstellungen: 24. März, 17:00 Uhr, und 29. März, 19:00 Uhr; Casa des Schauspiel Essen, Theaterpassage, Theaterplatz 7.
Eintritt: € 6,60
Karten unter 0201/81 22-200 

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